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Forum / Fit & Gesund

Antriebslosikgeit, Desinteresse durch Kiffen!!??

Letzte Nachricht: 4. Mai 2010 um 16:53
D
delyth_12473275
04.05.10 um 11:32

Mein Partner, mit dem ich schon recht lange beisammen bin, will einfach ned aufhören zu kiffen.

Anfangs war ich oft sauer deswegen und wir haben auch immer wieder deswegen gestritten, nach und nach hab ich aufgehört ihn deswegen anzuzicken und hab ihn - weil er ja unbedingt auch selber aufhören möchte zu rauchen - die Zeit gelassen... ich wollte ihn deswegen nicht mehr unter Druck setzen....

....zwei Jahre kein Druck, aber auch keine Besserung, zumindest seh ich keine, wenn man bedenkt dass er täglich raucht, was nach seinem Bedarf ca. 10 - 12 g in der Woche sind.

Ich kann einfach beim besten Willen ned verstehen, wieso er das täglich macht.... er geht zwar seiner Arbeit nach, aber sonst macht er nix... er sitzt den ganzen Abend zuhause vorm Fernseher und spielt Xbox-Spiele. Es ist ihm selbst zu mühseelig aufzustehen und sich was zu trinken zu holen, geschweigedenn sich was zu essen zu machen...

zuerst probiert er mich zu überreden, dann fängt er a Diskussion mit mir an, dass ich mich so ins Negative verändert, weil ich ihm das nicht bringe und nix für ihn mache... bla bla bla... und dann spinnt er den restlichen Abend u. redet kein Wort mehr, weil ich nicht auszuhalten bin.. eh klar

ihn interessiert nix, er hört nicht zu... er will nicht mal am Wochenende vor die Tür gehen... außer er möchte sich ein neues XBox-Spiel kaufen o. sein Zeug ist beim Ausgehen... ich krieg ihn ja nicht mal im Sommer zum Baden raus, geschweigedenn kann ich ihn zu einem Spaziergang, Kinobesuch, zum Ausgehen oder sonst was überreden...

er verspricht zwar immer wieder eindringlich, was er nicht alles mit mir machen und unternehmen wird, aber wenns soweit ist, blässt er einfach alles wieder ab mit der Begründung.... "er würde sich krank fühlen, er hätte Bauchweh...ev. Kopfweh... keine Lust, heute nicht doch lieber morgen/nächstes Wochenende...zu schlechtes Wetter... regnet bald wirst sehen (eine Wolke am Himmel )... usw.usf .... NUR kiffen kann er natürlich immer...

kann mir jemand aus Erfahrung sagen, ob das irgendwann mal aufhört?? oder ich darauf vergeblich warte...

mittlerweile sind wir fast 8 Jahre zusammen, wir sind beide 24 und ich verbringe mehr Zeit mit ihm, wo ich mich über ihn ärgern muss als dass wir schöne Momente miteinander verbringen... Was würdet ihr tun Mädels?

bitte um ein paar Meinungen dazu, thx
MyLi

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L
lean_12240789
04.05.10 um 16:53

Kiffen ist ein Motivationskiller
Ich habe sehr lange, täglich und nicht wenig gekifft, weiß also worüber ich rede.

Kiffen macht bescheiden. Man ist zufrieden, wenn man kiffen kann und oft demotiviert, etwas anderes zu tun.
Sein Verhalten hat auf jeden Fall mit dem Kiffen zu tun, aber nicht akut sondern chronisch.

Für einen überzeugten Kiffer ist es nicht leicht, einzusehen, dass die eigene Entwicklung durch das Kiffen beeinflusst wird, aber das ist definitiv der Fall.
Viele Leute können problemlos täglich kiffen und klar kommen, aber die Frage ist, wie.

Da dein Freund täglich kifft, fällt es ihm wahrscheinlich schwer, sich einzugestehen, dass ihn das viele Kiffen hemmt. Ich persönlich mache das bei mir so aus, dass ich mir meinen inneren Schweinehund vorstelle, der durch das Kiffen gefüttert wird und dem ich heftiger in den Arsch treten muss, je mehr und öfters ich kiffe.

Wenn ein richtiger Kiffer aufhört zu kiffen, ist das in der ersten Zeit ziemlich stressig, weil man Suchtdruck hat und das kiffen mit bestimmten Tätigkeiten in Verbindung bringt.
Nach ca drei Wochen Abstinenz ändert sich aber das gesamte Lebensgefühl leicht... der permanente Schleier, der sich über das Leben legt, wird gelüftet.

Wenn dein Freund nicht dazu bereit ist, ganz aufzuhören, sollte er zumindest folgenden Entwicklungsschritt machen:
- Er muss erkennen, dass das Kiffen nicht spurlos an ihm vorbeigeht, dass er ein Motivationsproblem hat und dass das durch das Kiffen verstärkt wird.
- Er muss erkennen, dass er durch das Kiffen das natürliche Belohnungssystem austrickst. Normalerweise fühlt man sich zufrieden, wenn man etwas geschafft oder etwas schönes erlebt hat, das ist gesund. Durch kiffen ist man auch zufrieden, wenn man nichts macht und stattdessen raucht.
- Wenn man an einem Tag das erste mal kifft, ist der Tag gelaufen. Der Tag ist dann ein Kiff-Tag. Das ist kein Weltuntergang, aber man sollte wirklich erst (spät) Abends kiffen, um sich von mir aus für den Tag zu belohnen. Wenn man kifft, sobald man heim kommt, macht man danach nichts mehr. Es ist einfach zu "stressig" und "anstrengend".

Ich finde es schlimm, wenn man nicht ehrlich zu sich selbst ist und sich etwas vormacht. Kiffen hat einen Einfluss auf den Kiffer!

Ich würde bei Gelegenheit erstmal überprüfen, wie (wenig?) klar er seine Situation sieht. Frag ihn, ob er glaubt, dass der Cannabiskonsum eine Auswirkung auf ihn hat und wenn ja, welche.
Er soll das Kiffen nicht für dich reduzieren, sondern für sich (oder für euch). Deshalb muss er zuerst mal akzeptieren, dass seine Entwicklung durch's Kiffen beeinflusst wurde.
Danach muss er daran arbeiten, das Belohnungssystem wieder in den Griff zu bekommen.
Vor allem muss er aber die krasse Gewohnheit durchbrechen, sofort was zu rauchen, wenn er heimkommt. Das kann Schrittweise passieren, jeden Tag zehn Minuten später oder so.
Aber mit Disziplin... und damit haben die Kiffer so ihre Probleme
Für einen Süchtling ist es wirklich schwer, das zu ändern, deshalb musst du ihn dafür belohnen (Sex? ), wenn er Fortschritte macht.

Viel Glück!

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