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Anomalien am kindlichen Glied

12. März 2012 um 14:35 Letzte Antwort: 12. Mai 2012 um 18:33

Hallo Zusammen!

Mein Kind im Vorschulalter hat eine Palmure. D.h. die Unterseite des Gliedes (besser die Haut ) ist teilweise am Skrotum teilweise faltig zusammengewachsen. Dadurch ist der Penis krumm.

Wollte mal fragen ob es Muttis hier im Forum gibt deren Söhne das gleiche Problem hatten oder haben.

Wir prinzipiell operiert, oder gar nicht behandelt?
Wollt einfach mal eure Erfahrungen hören.

Danke jetzt schon!

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11. Mai 2012 um 20:21

Gedanken dazu
Das hängt sicher ganz wesentlich davon ab, ob diese Schwimmhaut Probleme verursacht, etwa bei Erektionen. Wenn nicht, kann man jedenfalls bis zur Pubertät zuwarten. Dann kann sich die Situation durch das Peniswachstum erneut ändern; allerdings kann der Junge DANN auch besser verstehen, was los ist und mitreden, wenn es um eine mögliche Behandlung geht.

Behandelt wird m. W. durch eine plastische OP, aber wie gesagt: Ob die nötig ist muss man im Einzelfall sehen. Wenn der Hautansatz weit genug hinten, körperwärts liegt kann es durchaus sein, dass er gar keine Probleme hat, auch später nicht.

Bei beschnittenen Jungen kommt es mitunter zu einer ähnlichen Erscheinung, wenn zu viel Haut entfernt wurde und die Resthaut nicht mehr für eine normale Erektion ausreicht. Dann wird Haut des Schambereiches und des Hodensackes nach vorne gezogen, wenn der Penis erigiert und länger wird. Auch hier ist dann aber die Frage, ob man dem Jungen (in diesen Fall nach einer verpfuschten OP) noch eine weitere zumuten mag.

Die Frage ist auch: Sieht man denn die Anomalie? Wird der Junge deshalb z. B. gehänselt oder sowas?

Wie steht er selbst dazu? Fällt ihm das negativ auf oder ist das eher ein Problem, das zumindest jetzt noch die ERWACHSENEN mit seinem Penis haben?

Es geht um die Frage der Notwendigkeit und der Verhältnismäßigkeit einer OP und die kann nur ganz individuell auf diesen einen Jungen, Deinen Sohn, bezogen beantwortet werden.

LG

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12. Mai 2012 um 18:02
In Antwort auf avila_12750607

Gedanken dazu
Das hängt sicher ganz wesentlich davon ab, ob diese Schwimmhaut Probleme verursacht, etwa bei Erektionen. Wenn nicht, kann man jedenfalls bis zur Pubertät zuwarten. Dann kann sich die Situation durch das Peniswachstum erneut ändern; allerdings kann der Junge DANN auch besser verstehen, was los ist und mitreden, wenn es um eine mögliche Behandlung geht.

Behandelt wird m. W. durch eine plastische OP, aber wie gesagt: Ob die nötig ist muss man im Einzelfall sehen. Wenn der Hautansatz weit genug hinten, körperwärts liegt kann es durchaus sein, dass er gar keine Probleme hat, auch später nicht.

Bei beschnittenen Jungen kommt es mitunter zu einer ähnlichen Erscheinung, wenn zu viel Haut entfernt wurde und die Resthaut nicht mehr für eine normale Erektion ausreicht. Dann wird Haut des Schambereiches und des Hodensackes nach vorne gezogen, wenn der Penis erigiert und länger wird. Auch hier ist dann aber die Frage, ob man dem Jungen (in diesen Fall nach einer verpfuschten OP) noch eine weitere zumuten mag.

Die Frage ist auch: Sieht man denn die Anomalie? Wird der Junge deshalb z. B. gehänselt oder sowas?

Wie steht er selbst dazu? Fällt ihm das negativ auf oder ist das eher ein Problem, das zumindest jetzt noch die ERWACHSENEN mit seinem Penis haben?

Es geht um die Frage der Notwendigkeit und der Verhältnismäßigkeit einer OP und die kann nur ganz individuell auf diesen einen Jungen, Deinen Sohn, bezogen beantwortet werden.

LG

Hallo markusa!
Danke für deine Gedanken.

Mittlerweile war ich mit dem Jungen in der Urologie. Uns wurde genau das gleiche gesagt.

Das Problem liegt eher an der Penisnaht, die von der Eichel zum Penisschaft zunehmend seitlich verläuft. Man sieht jetzt schon (z.B. bei der morgendlichen Erektion), dass eine Erektion nicht richtig möglich ist. Der Penis knickt dabei im rechten Winkel ab.

Eine OP sei Problemlos möglich, ob sie jetzt Sinn macht und für den Jungen keine psychische Entwicklungsstörung darstellt ist die andere Frage.

Im Momemt gehen wir es ganz ruhig an. Meinen Sohn stört es zwar, dass er sich im Stehen auf die Füße pinkelt, aber noch sieht er es eher kindlich gelassen.

Mal sehen wie es weitergeht.

LG Godi

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12. Mai 2012 um 18:33
In Antwort auf pearl_12759518

Hallo markusa!
Danke für deine Gedanken.

Mittlerweile war ich mit dem Jungen in der Urologie. Uns wurde genau das gleiche gesagt.

Das Problem liegt eher an der Penisnaht, die von der Eichel zum Penisschaft zunehmend seitlich verläuft. Man sieht jetzt schon (z.B. bei der morgendlichen Erektion), dass eine Erektion nicht richtig möglich ist. Der Penis knickt dabei im rechten Winkel ab.

Eine OP sei Problemlos möglich, ob sie jetzt Sinn macht und für den Jungen keine psychische Entwicklungsstörung darstellt ist die andere Frage.

Im Momemt gehen wir es ganz ruhig an. Meinen Sohn stört es zwar, dass er sich im Stehen auf die Füße pinkelt, aber noch sieht er es eher kindlich gelassen.

Mal sehen wie es weitergeht.

LG Godi

In Ruhe beobachten und Vertrauen schaffen
Hallo!

Ein bisschen klingt das auch nach einem Frenulum breve (verkürztes Vorhautbändchen), aber wenn die Haut des Hodensackes so weit vorne ansetzt, dann wird es schon eine Palmure sein und ein Frenulum breve ist bei einem so kleinen Jungen auch eher ungewöhnlich.

Na ja, der Kleine ist noch nicht mal in der Schule. Ich würde jetzt einfach erst mal abwarten.

Solange ihm nichts weh tut und er auch psychisch jetzt kein Problem damit hat ist zumindest kein dringender Handlungsbedarf gegeben.

Wichtig ist aber, dran zu bleiben. Wenn diese Anomalie irgendwie für andere erkennbar ist (Toilette, Dusche) kann es leicht mal zu dummen Sprüchen kommen. Dann ist es wichtig, dass der Junge weiß, dass er mit seinen Eltern offen reden kann.

Ich denke, ab Schulalter kann man ihm dann auch altersgemäß, in Ruhe und möglichst locker (nicht mit bedenklichem Blick) erklären, DASS etwas nicht stimmt, dass er aber mitreden darf, ob und wann da etwas gemacht werden soll und dass er ohne Scheu sagen kann, wenn ihm etwas weh tut, z. B. wenn der Puller Männchen macht.

LG Markus

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