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Angst vorm Zunehmen - Motivation gesucht!!!

11. Juli 2014 um 17:17

Hallo ihr Lieben,

ich muss noch ca. 3-4kg zunehmen, damit die Ärztin mit mir zufrieden ist...
Nun bin ich manchmal recht motiviert meine 1800-2000kcal zu essen, dann habe ich aber auch meine Tiefs.
Wie jetzt gerade...liege heulend auf dem Sofa und fühle mich einfach nur fett (obwohl ich eigentlich weiß, dass ich das nicht bin), habe wahnsinnige Schuldgefühle...
Ich komme mit der Vorstellung, noch mehr zuzunehmen gerade gar nicht klar...
Habe Angst davor mich gar nicht mehr akzeptieren zu können...

Wie macht ihr das, wenn ihr so unmotiviert seid?
Und wie kommt ihr damit klar zuzunehmen?

Danke im Voraus!
StrangeCupcake

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12. Juli 2014 um 17:30

PS
Habe eben gerade ein Buch beendet, in dem die Tochter, die an Magersucht erkrankt ist, am Ende jeden Tag 3500kcal essen muss, um überhaupt noch zuzunehmen...
(Gramm für Gramm zurück ins Leben, von Harriet Brown)
Könnt ihr euch das erklären?
Wenn z.B. ich so viel essen würde, würde ich dann nicht 1-2kg pro Woche zunehmen?!

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12. Juli 2014 um 20:46

Trost
Hallo StrangeCupcake,
ich bin selber nicht magersüchtig, kann also nicht aus Erfahrung sprechen... Meine Schwester schleppt dieses Problem aber seit Jahren mit sich rum. Sie wollte nie eine Therapie machen, war auch nur einmal bei einem Arzt, sie kämpft sich da selber durch und nimmt... naja...nur sehr wenig zu. Auch sie weiß dass sie eigentlich mehr essen muss, hat die gleichen Schuldgefühle wie du... Ich kann dir nur als Außenstehende sagen: Als magersüchtige bist du npch weit davon entfernt dick zu sein wenn die Ärzte einen Punkt erreicht haben an dem sie zufrieden mit dir sind!
Für meine Schwester ist eine wichtige Motivation immer, dass ihre Situation die ganze Familie unglaublich belastet und sie das eigentlich nicht will! Außerdem hat sie immer noch nicht wieder ihre Periode bekommen, möchte aber unbedingt mal Kinder bekommen!
Ich wünsche dir noch viel Erfolg und gratuliere dir von Herzen dass du es so weit schon geschafft hast!!! Du bist wirklich sehr stark, das kann nicht jeder von sich behaupten!!!

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12. Juli 2014 um 21:13

Hey S. Cupcake
Ich kann deine Ängste vor dem Zunehmen sehr gut verstehen. Muss auch an Gewicht zu legen und tu mich damit genauso schwer. 10 Kilo sind notwendig um den Schritt ins Normalgewicht zu packen. Und das hört sich einfach nur verdammt viel und schrecklich für mich an :/

Aber es muss sein um Gesund zu leben. Trotzdem fühle ich mich nach dem Essen immer schuldig und nutzlos. Mir hilft es mich täglich zu bewegen ( entspanntes joggen, Fahrrad fahren, spazieren gehen) und die neu gewonnen Kraft zu spüren. Und vom Kopf her probiere ich es auch eher locker zu nehmen und mich selber nicht mehr so fertig zu machen.
Ich muss nicht alles so verbissen sehen, es ist egal ob ich ein oder zwei Scheiben Brot esse, davon geht die Welt nicht unter.

Momentan will ich eher für mein soziales Umfeld gesund werden, als für mich. Ich fühle mich nach dem Essen sehr unwohl in meiner Haut und es ist so schwer meinen Körper und seine Bedürfnisse zu akzeptieren. Weiß auch nicht.
Ich will das mein Partner mich wieder schön findet und hoffe sehr darauf das es mir dann irgendwann auch gefällt..

Wie ist das bei dir? Kannst du dir vorstellen, dass du deinen Körper auch mit mehr Gewicht magst?

Alles Gute

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13. Juli 2014 um 11:52

Auch wenn ich nicht angesprochen war,
ich finde es interessant, dass du dieses Thema anspricht... ich habe mich auch schon mit dieser Maudsley-Methode auseinandergesetzt und in dem bzw. ähnlichen Foren gelesen... Ich finde es teilweise ehrlich gesagt fragwürdig was für Rezepte etc. dort von Eltern ausgetauscht und ihren Kindern vorgesetzt werden, und kann mir ehrlich gesagt auch gar nicht vorstellen wie das Erfolg haben soll...

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13. Juli 2014 um 12:43

Meine Meinug dazu...
...ist, dass es (zumindest bei mir) das ganze Vertrauen zwischen mir und meinen Eltern zerstören würde.
In dem Buch wird ja auch oft beschrieben, wie viel Butter in dem Haushalt von nun an verbraucht wird, da kam bei mir echt manchmal der Ekel hoch, während ich das Buch las.
Ich bin der Meinung, dass wenn man schon so eine hohe Kalorienzufuhr vereinbart (wobei ich 6000kcal wirklich unmenschlich finde), sollte man auch absprechen, wodurch diese eingenommen werden um das Vertrauensverhältniss nicht komplett zu zerstören.

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13. Juli 2014 um 12:47
In Antwort auf ewald_984231

Hey S. Cupcake
Ich kann deine Ängste vor dem Zunehmen sehr gut verstehen. Muss auch an Gewicht zu legen und tu mich damit genauso schwer. 10 Kilo sind notwendig um den Schritt ins Normalgewicht zu packen. Und das hört sich einfach nur verdammt viel und schrecklich für mich an :/

Aber es muss sein um Gesund zu leben. Trotzdem fühle ich mich nach dem Essen immer schuldig und nutzlos. Mir hilft es mich täglich zu bewegen ( entspanntes joggen, Fahrrad fahren, spazieren gehen) und die neu gewonnen Kraft zu spüren. Und vom Kopf her probiere ich es auch eher locker zu nehmen und mich selber nicht mehr so fertig zu machen.
Ich muss nicht alles so verbissen sehen, es ist egal ob ich ein oder zwei Scheiben Brot esse, davon geht die Welt nicht unter.

Momentan will ich eher für mein soziales Umfeld gesund werden, als für mich. Ich fühle mich nach dem Essen sehr unwohl in meiner Haut und es ist so schwer meinen Körper und seine Bedürfnisse zu akzeptieren. Weiß auch nicht.
Ich will das mein Partner mich wieder schön findet und hoffe sehr darauf das es mir dann irgendwann auch gefällt..

Wie ist das bei dir? Kannst du dir vorstellen, dass du deinen Körper auch mit mehr Gewicht magst?

Alles Gute

Hmmm...
Es ist schwierig zu sagen, ich kann mir zwar vorstellen mich mit einem höheren Gewicht zu akzeptieren, aber nicht mit mehr "Fettmasse". Also es machen mir zwar auch die Zahlen Angst, aber ich habe mehr Angst davor, dass Fett ansetzt.

Ich wünsche Dir ganz viel Glück und dass sich die Zunahme für Dich so angenehm, wie möglich gestaltet <3

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13. Juli 2014 um 12:52

Hey
Der Vergleich mit dem Traum ist wirklich sehr gut, aber leider kann ich meine Angst ja nicht steuern oder beeinflussen...

Zu der Frage bei welcher Ärztin ich bin, also ich muss jede Woche zu meiner Kinderärztin zum wiegen, mit dieser ist auch ein Zielgewicht vereinbart. Dann gehe ich noch 2x die Woche zur Therapie und alle 1-2 Wochen zur Ernährungsberatung.

Darf ich fragen, ob du selber auch eine ES hast/hattest oder sonst irgendwie mit dem Thema zu tun hast?


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13. Juli 2014 um 17:22

Liebe StrangeCupcake,
ich möchte nochmal zum eigentlichen Thema zurückkommen und dir meine persönlichen Erfahrungen mitteilen. Ich bin nämlich vor allem bei der Aussage "ich kann mir zwar vorstellen mich mit einem höheren Gewicht zu akzeptieren, aber nicht mit mehr Fettmasse" aufmerksam geworden.

Natürlich kann ich nicht garantieren, dass es anderen auch so geht, aber bei mir war es immer so, dass mit jedem kg mehr mein Körpergefühl eher BESSER wurde und ich mir eher wieder schlanker vorkam.
1. Die Proportionen stimmen wieder, man hat nicht nur einen vorstehenden Bauch und sonst einen knochigen Körper.
2. Man nimmt eigentlich NIE nur Fett zu, da sind immer auch Muskeln dabei und allgemein wird das Gewebe deines Körpers (du "wohnst" darin!) einfach neu verteilt.
3. Man hat mehr Kraft, Energie und Hormone, die Haare und die Haut werden gesünder und schöner, man strahlt mehr, usw.

Bei mir war es auch schon ein Weg von 10 kg, und oft ist besonders die Übergangsphase vom "offiziellen" Untergewicht zum "magischen" BMI 18,5 schwierig. Ich denke mir aber, wenn du sagst, deine Ärztin ist dann "zufrieden", dass es immernoch unterstes NG ist.
Ich jedenfalls hab mich nicht wie vorher plus 10kg Fettmasse gefühlt. Parallel wurde die Körperschemastörung weniger, die Lust sich aufzuhübschen kam wieder und ich war froh, mich nicht mehr für Schultern o.ä. schämen zu müssen.

Ich glaube, es lohnt sich total, GERADE diesen heiklen Punkt zu überschreiten, wo du dich "fett" nennst, obwohl du noch zunehmen kannst/darfst/sollst/musst.
Dann wird es auch irgendwann für Kopf und Herz leichter.

Bleib dran, viel Erfolg!

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