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Angst vor Zwangseinweisung

5. Mai 2011 um 12:46 Letzte Antwort: 7. Mai 2011 um 23:29

Hallo,

seit mehren Tagen esse ich nun wieder restriktiv, weil es im Moment nicht anders geht.
Die Stimmungsschwankungen sind wieder extrem schlimm, und mein Medikament (Citalopram) was zumindest die Schwankungen etwas eindämmt, habe ich heute gewollt noch nicht genommen.
Ich denke mir, dass es doch langsam ma Fortschritte geben müsste... im Moment denke ich nämlich, dass ich gar nicht vorankomme und nichts Sinn macht.
Ständig denke ich nur an Wunden, wie ich mich selbst verletze, wie ich ein sehr scharfes Bastelmesser nehme und wie es wäre, wenn ich jetzt richtig treffen würde....
Oder wie es wäre, wenn ich nun alle 50 Atosil-Tabletten aus der Packung zusammen mit Alkohol nehmen würde...

Suizidgedanken habe ich schon lange, fast täglich.
Nur konnte ich bis jetzt immer hundertprozentig versichern, dass dies nicht passieren wird.
Nun geht es mir im Moment aber so schlecht das nichts sicher ist.
Morgen habe ich dann meinen gewohnten Termin bei meinem Therapeuten, den Termin beim Arbeitsamt, wo ich meine ... über alles aufklären muss und dannach noch zwei Nachgesprächstermine in der Klinik, in der ich zweimal wegen Essstörungen, SVV und Borderline war.

Der Arbeitsamttermin macht mich sehr viel Angst... ich denke, dass die "Normalos" dort das eh nicht verstehen werden, mir eh alles gesperrte wird....

Da ich meinen Therapeuten nicht anlügen kann und werde, und er sowieso weiß, wie mies es mir im Moment geht, werden morgen wohl auch die ganzen Gedanken zum Ansprechen kommen...
Genauso in der Klinik...
Nun habe ich Angst vor einer Zwangseinweisung, möglicherweise noch in die Geschlossene...
Aber das WILL ich NICHT....
Können die einen denn so einfach zwangseinweisen?
Ich will ja Hilfe, deswegen spreche ich drüber, aber ich will keine Zwangseinweisung...

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5. Mai 2011 um 15:00


Danke für eure Antworten,ich will mir ja nichts antun.
Zumindest nicht bewusst.
Ich schätze, dass mir das Klinikpersonal und mein Therapeut im Bedarf auch mit dem Arbeitsamt helfen würden, sie kennen mich ja.
Nochmals in die Klink gehen?
Ich würde es zumindest nicht hundertprozentig ausschliessen.
Jetzt im Moment zeichne ich was, das lenkt ab.
Eine Atosil habe ich genommen, gleich werde ich also wohl bis Abends schlafen.
Das ist vermutlich besser im Moment, wenn ich diesen Tag erstmal verschlafe.

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7. Mai 2011 um 23:29


Hallo,

ich wollte mal eine kleine Rückmeldung geben.
Gestern war ich bei meiner Sachbearbeiterin und sie war total verständnissvoll und nahm mich erstmal aus der Vermitlung raus.
Nun muss ich entweder von der Klinik oder meinem ambulanten Psychiater mir einen Schein über meinen Zustand einreichen beim Amt und dann ist es erstmal in Ordnung.

Von den Suizidgedanken habe ich erzählt, und zwangseinweisen können sie mich nicht und wollen es zum Glück auch nicht.
Da muss man wohl schon einen gescheiterten Selbstmordversuch hinter sich haben, ehe die das können und man seine Mündigkeit als Ü18 verliert.
Das ist auch leicht beruhigend.
Es wurde mir eine gewisse Last von den Schultern genommen und es geht mir ein wenig besser im Moment.

Danke für die Unterstützung hier.

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