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Angst vor Weihnachten

27. November 2015 um 0:05 Letzte Antwort: 28. November 2015 um 22:59

Hallo ihr Lieben,

ich habe unheimlich Angst vor den Feiertagen, regelrecht Panik. Esist ja jetzt schon schlimm genug, überall Adventskaffeetrinken, Plätzchenteller etc., aber vor Heiligabend und den beiden Feiertagen graut es mir richtig. Komme aus einer Patchworkfamilie und besuche darüberhinaus auch noch mit meinen Freund seine Eltern.. es sind also sehr viele Stationen zu absolvieren und überall gibt es Essen. Und nicht nur irgendwas, was schon schlimm genug wäre, sondern Dinge, vor denen ich wirklich Angst habe: der klassische Kartoffelsalat mit Würstchen, Sauerbraten mit Klößen, Desserts... da wir mehrmals am Tag woanders sind, wird auch mehrfach warm gegessen, was ich sonst noch nicht mal einmal am Tag schaffe. Will meine ES aber auch nicht so zum Thema machen an diesen Tagen, werde eh schon kritisch beäugt. Aber ich kann ja meine Family nicht vor den Kopf stoßen, indem ich dies nicht esse und das nicht, und Kuchen, ach nein... Das bringe ich auch nicht übers Herz

Wie geht ihr damit um? Ich habe wirklich Angst. Je näher es rückt, umso schlimmer wird es. Und früher habe ich Weihnachten so geliebt... Weiß auch, dass zwei oder drei Tage mit normalem Essen (was andere jeden Tag haben und auch nicht aufgehen wie die Hefeklöße, im Gegenteil, man bemerkt NICHTS und die Menschen leben und essen einfach und freuen sich dabei... seufz) nicht ins Gewicht fallen, sondern sogar gut und WICHTIG sind, ich weiß es... dennoch... Muss zunehmen, das weiß ich. Mein BMI ist zu niedrig und ein paar Klöße mit Soße ließen ihn ordentlich jubeln. Aber ich bringe es nicht über mich, habe extrem Angst vor KH, kann noch nicht mal eine halbe Scheibe Vollkornbrot essen, wie soll ich dann Kartoffelsalat mit Mayodressing und Klöße überstehen? Und Kuchen? Stollen? Desserts? HILFE. Es anzusprechen nützt nichts, alle wollen, dass ich esse und zunehme, da kann ich nicht auf Verständnis hoffen. Im Gegenteil. Die Gelegenheit, dass ich mit am Tisch sitze, wird dankbar genutzt

Bin für jeden Tipp dankbar.

Liebe Grüße und euch allen eine gute Nacht

Peanut

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27. November 2015 um 14:10

Hat keiner einen rat?
Bräuchte wirklich einen...

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27. November 2015 um 15:05

Heey du
Also, ich probiere mal zu antworten ^^
Genaue Tipps kann ich dir nicht geben, aber es erinnert mich an letztes Jahr :/ Ich war seeeehr untergewichtig und habe es gehasst, das ganze essen an weihnachten zu sehen bzw. zu essen. Niemand versteht dich, denn warum kann man mit Untergewicht nicht einfach seinen Arsch aufm Sofa lassen und all die schmackhaften Dinge essen? Aber sie verstehen die Krankheit auch nicht wirklich.
Du selber kannst auch nicht ohne Probleme essen, wenn alle anderen das erwarten. DU musst es wollen, DU musst kämpfen und DU musst das essen was DU willst und nicht was alle anderen oder gar die Krankheit will. Du darfst ohne schlechtes Gewissen schlemmen, denn das macht (fast) jeder an Weihnachten. Sagen wir mal alle gesunden Menschen. Solche die sich keinen Gedanken um ihre Figur machen
Überlege mal, warum willst du nicht zunehmen?
Damit du immer kalt hast, dir die Haare ausfallen, Haut austrocknet, keine Kraft geschweige denn Freude hast, div. Krankheiten bekommen kannst, keine Periode, und zum Schluss sogar der Tod? Bestimmt nicht.
Ich weiss, dass es nicht einfach ist. Ich habe die Festtage letztes Jahr auch irgendwie durchgezwungen, habe aber nie mit Appetit essen können. Und auch nur so viel (bzw. wenig) wie möglich. Nur damit meine Familie zufrieden war. Aber schlussendlich musste ich mich entscheiden, ob ich gesund werden wollte. Und irgendwie konnte ich das Leiden meiner Eltern nicht mehr ertragen. Mein Vater hat genau das zu mir gesagt, was er dachte. Und so habe ich angefangen umzudenken. Als hätte es 'klick' gemacht, konnte ich wieder mit Genuss essen. Leider erst Anfang Jahr, da gab es nicht mehr so viele feine Sachen
Aber zurück zu dir Denke an die Zeit davor, versuche es und sei dir bewusst, dass du das nur für dich machst! Und dafür musst du zunehmen wollen und gesund werden wollen. Nicht jemand anderes. Darum ist es schwer, dir Tipps zu geben.
Mach dir doch ne Liste, mit solchen Dingen, die gerne wieder machen würdest ^^
z. b. die ganze Nacht Filme gucken, mit deinem Freund Pizza backen, einen Winterspaziergang unternehmen
Tut mir leid für den langen Post, ich hoffe er hilft dir etwas
Und wenn wir schon dabei sind: Dieses Jahr freue ich mich total auf die Kekse, das gute Essen obwohl ich etwas Angst vor einer Zunahme habe (bin schon im Normalgewicht ) aber who cares?
Und sorry für die Fehler falls vorhanden xDD
Lg Nadine

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27. November 2015 um 15:16

Hi
Wie wäre es wenn du dir versuchst etwas kleiner vorzunehmen zb heute 2 Kekse o.ä , dass du nicht überrascht dran gehst , sondern vorbeiretet

Wie viele Kalorien schaffst du zurzeit am Tag ?

Bist du in Therapie?

Lg

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27. November 2015 um 15:28
In Antwort auf shayna_12375749

Hi
Wie wäre es wenn du dir versuchst etwas kleiner vorzunehmen zb heute 2 Kekse o.ä , dass du nicht überrascht dran gehst , sondern vorbeiretet

Wie viele Kalorien schaffst du zurzeit am Tag ?

Bist du in Therapie?

Lg

Hallo
und lieben Dank für die Antwort!

Ja, das mit dem langsam Herantasten probiere ich sogar zur Zeit, es ist aber so schwer. KH (besonders in Form von Weißmehl und Zucker) machen mir große Probleme. An einem Haselnusskipferl esse ich seit drei Tagen Jeden Morgen eine Ecke. Vorhin habe ich mir noch ein Ministück Stollen abgebrochen und gegessen, den die Mutter meines Freundes gebacken hat, mehr konnte ich einfach nicht.

Ich zähle die Kalorien nicht genau, schätze aber, dass ich nicht über 1000 komme, wenn überhaupt. Morgens ca. 30 g Dinkelflocken mit Wasser aufgekocht, Mandelmilch und ein EL fettarmer Joghurt dazu, ca. 100 g Früchte. Mittags Rohkost, grüner Smoothie (hauptsächlich Gurke, Feldsalat, Ingwer und max eine halbe Kiwi), dazu dann noch ein Becher fettarmer Hüttenkäste und evtl. ein hartgekochtes Ei (nur das Weiße). Abends dann irgendeine Suppe (allerdings nur Gemüse püriert, ohne Sahne oder sonstiges), dann vier Scheiben Putenbrustaufschnitt, 15 g Harzer Käse und noch mal Rohkost oder Salat ohne Öl. Was mich "rettet", ist meine absolute Leidenschaft für Erdnuss- und Mandelmus, das reißt mein Kalorienkonto ordentlich raus. 100 g davon haben 50 % Fett und zwischen 450 und 550 kcal. Und am Tag löffle ich ein halbes Glas pur. Außerdem immer Nüsse zwischendurch, weil ich die einfach so mag. Dennoch zu wenig

Ich würde so gern ohne Angst durch die Feiertage kommen, aber es wird schwieriger und schwieriger. Zumal belastende Familienkonstellationen dabei sind, die dazu geführt haben, dass ich krank geworden bin, und denen ich nicht ausweichen kann. Also stehe ich gleichzeitig vor Symptom UND Ursache

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27. November 2015 um 15:31
In Antwort auf debbi_12929054

Hallo
und lieben Dank für die Antwort!

Ja, das mit dem langsam Herantasten probiere ich sogar zur Zeit, es ist aber so schwer. KH (besonders in Form von Weißmehl und Zucker) machen mir große Probleme. An einem Haselnusskipferl esse ich seit drei Tagen Jeden Morgen eine Ecke. Vorhin habe ich mir noch ein Ministück Stollen abgebrochen und gegessen, den die Mutter meines Freundes gebacken hat, mehr konnte ich einfach nicht.

Ich zähle die Kalorien nicht genau, schätze aber, dass ich nicht über 1000 komme, wenn überhaupt. Morgens ca. 30 g Dinkelflocken mit Wasser aufgekocht, Mandelmilch und ein EL fettarmer Joghurt dazu, ca. 100 g Früchte. Mittags Rohkost, grüner Smoothie (hauptsächlich Gurke, Feldsalat, Ingwer und max eine halbe Kiwi), dazu dann noch ein Becher fettarmer Hüttenkäste und evtl. ein hartgekochtes Ei (nur das Weiße). Abends dann irgendeine Suppe (allerdings nur Gemüse püriert, ohne Sahne oder sonstiges), dann vier Scheiben Putenbrustaufschnitt, 15 g Harzer Käse und noch mal Rohkost oder Salat ohne Öl. Was mich "rettet", ist meine absolute Leidenschaft für Erdnuss- und Mandelmus, das reißt mein Kalorienkonto ordentlich raus. 100 g davon haben 50 % Fett und zwischen 450 und 550 kcal. Und am Tag löffle ich ein halbes Glas pur. Außerdem immer Nüsse zwischendurch, weil ich die einfach so mag. Dennoch zu wenig

Ich würde so gern ohne Angst durch die Feiertage kommen, aber es wird schwieriger und schwieriger. Zumal belastende Familienkonstellationen dabei sind, die dazu geführt haben, dass ich krank geworden bin, und denen ich nicht ausweichen kann. Also stehe ich gleichzeitig vor Symptom UND Ursache

Eine Therapie
mache ich zur Zeit nicht. Hatte äußerst unangenehme Erfahrungen mit meiner ehemaligen Therapeutin und seitdem niemand Neues gefunden. Die Wartelisten sind so elend lang. Und irgendwie mogelt man sich ja so durch, dazu kommt immer wieder der Gedanke, dass es ja gar nicht so schlimm ist... Ein Fehler, das weiß ich. Habe noch 8 Sitzungen bei meiner ehemaligen Therapeutin offen, überlege ernsthaft, ob ich diese noch wahrnehmen soll, nur damit ich mit jemandem reden kann. Allerdings habe ich die Therapie nicht ohne Grund abgebrochen bei ihr.. Ich weiß es noch nicht.

Liebe Grüße

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27. November 2015 um 15:41
In Antwort auf lowell_12566866

Heey du
Also, ich probiere mal zu antworten ^^
Genaue Tipps kann ich dir nicht geben, aber es erinnert mich an letztes Jahr :/ Ich war seeeehr untergewichtig und habe es gehasst, das ganze essen an weihnachten zu sehen bzw. zu essen. Niemand versteht dich, denn warum kann man mit Untergewicht nicht einfach seinen Arsch aufm Sofa lassen und all die schmackhaften Dinge essen? Aber sie verstehen die Krankheit auch nicht wirklich.
Du selber kannst auch nicht ohne Probleme essen, wenn alle anderen das erwarten. DU musst es wollen, DU musst kämpfen und DU musst das essen was DU willst und nicht was alle anderen oder gar die Krankheit will. Du darfst ohne schlechtes Gewissen schlemmen, denn das macht (fast) jeder an Weihnachten. Sagen wir mal alle gesunden Menschen. Solche die sich keinen Gedanken um ihre Figur machen
Überlege mal, warum willst du nicht zunehmen?
Damit du immer kalt hast, dir die Haare ausfallen, Haut austrocknet, keine Kraft geschweige denn Freude hast, div. Krankheiten bekommen kannst, keine Periode, und zum Schluss sogar der Tod? Bestimmt nicht.
Ich weiss, dass es nicht einfach ist. Ich habe die Festtage letztes Jahr auch irgendwie durchgezwungen, habe aber nie mit Appetit essen können. Und auch nur so viel (bzw. wenig) wie möglich. Nur damit meine Familie zufrieden war. Aber schlussendlich musste ich mich entscheiden, ob ich gesund werden wollte. Und irgendwie konnte ich das Leiden meiner Eltern nicht mehr ertragen. Mein Vater hat genau das zu mir gesagt, was er dachte. Und so habe ich angefangen umzudenken. Als hätte es 'klick' gemacht, konnte ich wieder mit Genuss essen. Leider erst Anfang Jahr, da gab es nicht mehr so viele feine Sachen
Aber zurück zu dir Denke an die Zeit davor, versuche es und sei dir bewusst, dass du das nur für dich machst! Und dafür musst du zunehmen wollen und gesund werden wollen. Nicht jemand anderes. Darum ist es schwer, dir Tipps zu geben.
Mach dir doch ne Liste, mit solchen Dingen, die gerne wieder machen würdest ^^
z. b. die ganze Nacht Filme gucken, mit deinem Freund Pizza backen, einen Winterspaziergang unternehmen
Tut mir leid für den langen Post, ich hoffe er hilft dir etwas
Und wenn wir schon dabei sind: Dieses Jahr freue ich mich total auf die Kekse, das gute Essen obwohl ich etwas Angst vor einer Zunahme habe (bin schon im Normalgewicht ) aber who cares?
Und sorry für die Fehler falls vorhanden xDD
Lg Nadine

Liebe Nadine
Danke für deine Nachricht! Und herzlichen Glückwunsch, dass du es so weit geschafft hast, das freut mich sehr für dich! Es klingt wirklich gut und ich drücke dir alle Daumen, dass du diesen Weg weitergehen kannst. Super auch, dass du das Normalgewicht aushalten kannst, es sogar genießen kannst, zu essen. Davon bin ich meilenweit entfernt, befürchte ich.

Die körperlichen Symptome, die du beschreibst, habe ich alle, dennoch fühle ich mich gar nicht so krank, stehe irgendwie in Distanz zu mir und meinem Essverhalten, obwohl ich weiß, dass es krankhaft und gefährlich ist. Hmm. Kennt ihr so was?

Ich versuche schon immer, schöne Dinge zu tun, die auch meinem Körper gut tun, gönne mir Massagen, Sauna, moderaten Sport (kein Ausdauerkrampf, um Kalorien wegzustrampeln, sondern Yoga und solche Dinge).

Mein Problem an Weihnachten ist aber auch, dass ich - vollkommen losgelöst von der ES - diese Mahlzeiten einfach nicht mag. Das war schon immer so. Ich HASSE fetten Kartoffelsalat mit Würstchen, schwere Braten und Klöße. Ich esse unheimlich gern Fisch, das bekomme ich auch hin, wir waren am letzten Sonntag bei einem sehr guten Italiener, da habe ich eine ganze gegrillte Dorade gegessen und es GENOSSEN (Tolles Gefühl). Nur diese altbackene Hausmannskost, die mich an die Kindheit in den 80ern erinnert, bekomme ich kaum runter. Will aber auch keine Ansprüche stellen, wenn ich eingeladen werde. Wenn ich aber nur wenig davon nehme, wird es sofort meiner Essstörung zugeschrieben und schnell vergessen, dass ich schon als Kind stundenlang vor meinem Teller gesessen habe. Gib mir frischen Salat, knackiges Gemüse, Quinoa, Reis, Fisch, Pute, was auch immer... das bekäme ich hin. Nicht ohne Probleme, aber ich würde es machen. Aber weich gekochtes TK-Gemüse und diese schwere Hausmannskost ist mir echt ein Graus. Möchte aber auch keine Diskussionen am Tisch und als die Verwöhnte dastehen, der man es nicht recht machen kann...

Oh Mann, danke fürs Lesen, so lang sollte es gar nicht werden

Auf jeden Fall wünsche ich dir, dass alles genauso schmeckt wie es soll und wie du es dir vorstellst!

Alles Liebe und Danke

Peanut

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27. November 2015 um 16:01
In Antwort auf debbi_12929054

Liebe Nadine
Danke für deine Nachricht! Und herzlichen Glückwunsch, dass du es so weit geschafft hast, das freut mich sehr für dich! Es klingt wirklich gut und ich drücke dir alle Daumen, dass du diesen Weg weitergehen kannst. Super auch, dass du das Normalgewicht aushalten kannst, es sogar genießen kannst, zu essen. Davon bin ich meilenweit entfernt, befürchte ich.

Die körperlichen Symptome, die du beschreibst, habe ich alle, dennoch fühle ich mich gar nicht so krank, stehe irgendwie in Distanz zu mir und meinem Essverhalten, obwohl ich weiß, dass es krankhaft und gefährlich ist. Hmm. Kennt ihr so was?

Ich versuche schon immer, schöne Dinge zu tun, die auch meinem Körper gut tun, gönne mir Massagen, Sauna, moderaten Sport (kein Ausdauerkrampf, um Kalorien wegzustrampeln, sondern Yoga und solche Dinge).

Mein Problem an Weihnachten ist aber auch, dass ich - vollkommen losgelöst von der ES - diese Mahlzeiten einfach nicht mag. Das war schon immer so. Ich HASSE fetten Kartoffelsalat mit Würstchen, schwere Braten und Klöße. Ich esse unheimlich gern Fisch, das bekomme ich auch hin, wir waren am letzten Sonntag bei einem sehr guten Italiener, da habe ich eine ganze gegrillte Dorade gegessen und es GENOSSEN (Tolles Gefühl). Nur diese altbackene Hausmannskost, die mich an die Kindheit in den 80ern erinnert, bekomme ich kaum runter. Will aber auch keine Ansprüche stellen, wenn ich eingeladen werde. Wenn ich aber nur wenig davon nehme, wird es sofort meiner Essstörung zugeschrieben und schnell vergessen, dass ich schon als Kind stundenlang vor meinem Teller gesessen habe. Gib mir frischen Salat, knackiges Gemüse, Quinoa, Reis, Fisch, Pute, was auch immer... das bekäme ich hin. Nicht ohne Probleme, aber ich würde es machen. Aber weich gekochtes TK-Gemüse und diese schwere Hausmannskost ist mir echt ein Graus. Möchte aber auch keine Diskussionen am Tisch und als die Verwöhnte dastehen, der man es nicht recht machen kann...

Oh Mann, danke fürs Lesen, so lang sollte es gar nicht werden

Auf jeden Fall wünsche ich dir, dass alles genauso schmeckt wie es soll und wie du es dir vorstellst!

Alles Liebe und Danke

Peanut

Danke für die Antwort
Ich kann dich verstehen, ich hasse solches Essen auch ^^ Naja, ich bevorzuge es nicht
Bist du denn oft eingeladen? Wenn ja, versuche doch selber was mitzubringen, das du dann auch essen kannst. Z. B. Quinoasalat. Das passt doch zu verschiedenen Salaten, dann kann jeder nehmen was ihm passt (Quinoa oder Kartoffel, grüner Salat, Maissalat...)
Das kannst du sicher mit deiner Familie besprechen und ich hoffe sehr, dass sie das verstehen.
Das Problem ist, dass du das dann essen musst! Versuch es wenigsten. Auch nur ein kleines bisschen Ich habe nämlich auch immer gesagt, dass ich etwas nicht mag, und was anderes lieber hätte. Habe ich das 'andere' dann gegessen? Nein. Und das ist nicht das Ziel.
Versuche auch mal, Portionen von jemandem anrichten lassen, der mit dir isst und mit dir redet. Lenk dich ab, kannst wenn es gar nicht geht ne Serie zum Essen schauen
Und falls du es nicht essen willst, muss dir z. B. dein Freund oder deine Mutter Druck machen, bis du das gegessen hast. Bei mir hätte es sonst nie geklappt. Bin immer hungrig ins Bett gegangen und habe mir gesagt: Morgen esse ich mehr, morgen wirds besser. Wurde es aber nie!
ich hatte immer Heulkrämpfe nach dem Essen. Doch irgendwie musst du die Stimme ignorieren. Nur so wird sie leiser. Egal wie beschissen du dich fühlst, weil du gegessen hast. Es tut dir und deinem Körper gut!
Ich weiss nicht genau, ob das bei jedem funktioniert, aber ich würde es versuchen. Frag jemandem, ob er mit dir isst und dir Portionen anrichtet. Und versuche es. Mach es einfach. Nicht überlegen wieso. Es wird richtig sein.

Und du magst Nüsse? Wenn du Zeit hast, könntest du auch tolle Kekse mit Nüsse zaubern

Lg Nadine und alles Gute und ganz viel Kraft <3

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27. November 2015 um 16:32
In Antwort auf lowell_12566866

Danke für die Antwort
Ich kann dich verstehen, ich hasse solches Essen auch ^^ Naja, ich bevorzuge es nicht
Bist du denn oft eingeladen? Wenn ja, versuche doch selber was mitzubringen, das du dann auch essen kannst. Z. B. Quinoasalat. Das passt doch zu verschiedenen Salaten, dann kann jeder nehmen was ihm passt (Quinoa oder Kartoffel, grüner Salat, Maissalat...)
Das kannst du sicher mit deiner Familie besprechen und ich hoffe sehr, dass sie das verstehen.
Das Problem ist, dass du das dann essen musst! Versuch es wenigsten. Auch nur ein kleines bisschen Ich habe nämlich auch immer gesagt, dass ich etwas nicht mag, und was anderes lieber hätte. Habe ich das 'andere' dann gegessen? Nein. Und das ist nicht das Ziel.
Versuche auch mal, Portionen von jemandem anrichten lassen, der mit dir isst und mit dir redet. Lenk dich ab, kannst wenn es gar nicht geht ne Serie zum Essen schauen
Und falls du es nicht essen willst, muss dir z. B. dein Freund oder deine Mutter Druck machen, bis du das gegessen hast. Bei mir hätte es sonst nie geklappt. Bin immer hungrig ins Bett gegangen und habe mir gesagt: Morgen esse ich mehr, morgen wirds besser. Wurde es aber nie!
ich hatte immer Heulkrämpfe nach dem Essen. Doch irgendwie musst du die Stimme ignorieren. Nur so wird sie leiser. Egal wie beschissen du dich fühlst, weil du gegessen hast. Es tut dir und deinem Körper gut!
Ich weiss nicht genau, ob das bei jedem funktioniert, aber ich würde es versuchen. Frag jemandem, ob er mit dir isst und dir Portionen anrichtet. Und versuche es. Mach es einfach. Nicht überlegen wieso. Es wird richtig sein.

Und du magst Nüsse? Wenn du Zeit hast, könntest du auch tolle Kekse mit Nüsse zaubern

Lg Nadine und alles Gute und ganz viel Kraft <3

Kurz zwischendurch...
Danke für die Antwort und die Tipps, wirklich, das hilft. Kann jetzt nur kurz schreiben, weil ich Marzipankekse im Ofen habe, die riechen sehr gut und ich hoffe, dass ich mich austricksen und wenigstens ein paar probieren werde.. Werde berichten

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27. November 2015 um 19:30
In Antwort auf debbi_12929054

Hat keiner einen rat?
Bräuchte wirklich einen...

Ich hab keinen Rat, weil ich vor demselben Problem stehe
Ich habe zwar nicht so Probleme mit Kohlehydraten aber mit Fett...
Und ich muss überall fettiges Zeug essen ... Zur Krönung dann zum Kaffee noch Kuchen / Torte und Weihnachtsgebäck.
Meine Familienverhältnisse sind mehr als schwierig (Oberschicht mit viel Wert auf den Schein nach außen).
Und nachdem nun auch noch Kinder da sind (Nichte etc) wird verlangt, dass ich mich zusammenreiße (Vorbildfunktion).
Mein Vater ist verstorben, aber die Krönung des Ganzen ist meine bulimische Mutter (war sie schon zeitlebens), die natürlich normal genüsslich ist und dann (wie in Kindheitstagen) auf der Toilette verschwindet.
Frohe Weihnachten
Ich habe schon einige Plätzchen gebacken, aber sie lagern in schönen Dosen... und die meisten verschenke ich...
Ich übe, aber ich nage auch an einem Vanillekipferl über Tage.
Vorm Zunehmen habe ich nicht mal Angst, denn ich habe durch das ganze fettige Essen an Weihnachten eh jede Nacht Durchfall (sorry).
Aber dieser Druck, unter Zwang und aufgesetzter Fröhlichkeit unter Menschen, die Hauptschuld an dem Mist haben, diese Dinge zu essen, stresst mich jetzt schon.
Eigenes Essen mitzubringen oder Kuchen ablehnen wäre übrigens undenkbar.
Und es gibt Traditionsessen, irgendwas aus der eigenen Jagd , Sahnesaucen , Knödel , ... und ein weiteres Problem für mich: Alkohol. Jeder bringt eigenen Wein mit und alles muss probiert werden. Ich vertrage es nicht und es wird nicht respektiert. Ich vertrage nicht mal, daran zu riechen.

Vor Weihnachten stehen noch ein geschäftlicher Besuch des Weihnachtsmarkts an und ein Weihnachtsessen.
Das krieg ich aber hin.

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28. November 2015 um 22:49

Danke, liebe Tiffy,
ich habe jetzt schon in mehreren Threads gelesen, dass es dir besser, sogar richtig gut geht, und das ist unheimlich toll! So viel positive Energie Weiter so, das spornt an und gibt Hoffnung, dass man es schaffen kann. Danke

Ja, es ist bei mir wohl auch so, dass ich ohne meine Nussleidenschaft gar nicht mehr klar käme. Hatte heute auch so mit dem Essen zu kämpfen, habe mich aber gerade nach einer Tasse Brühe gezwungen, noch ein viertel Glas Erdnussmus zu essen. Dabei macht es mir vor allem um diese Uhrzeit totale Probleme, da dann der Zeiger auf der Waage morgen früh natürlich mehr anzeigt.. Nehme mir, wie jeden Abend, vor, mich morgen früh nicht zu wiegen, allerdings hat es bisher nicht geklappt. Gerate auch sofort in Panik, selbst wenn ich weiß, dass es Mageninhalt ist. Du hast völlig recht, der Knoten im Kopf ist wirklich der größte Feind. Aber ich bleibe dran.

Danke dir und liebe Grüße!

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28. November 2015 um 22:59
In Antwort auf gereon_12076287

Ich hab keinen Rat, weil ich vor demselben Problem stehe
Ich habe zwar nicht so Probleme mit Kohlehydraten aber mit Fett...
Und ich muss überall fettiges Zeug essen ... Zur Krönung dann zum Kaffee noch Kuchen / Torte und Weihnachtsgebäck.
Meine Familienverhältnisse sind mehr als schwierig (Oberschicht mit viel Wert auf den Schein nach außen).
Und nachdem nun auch noch Kinder da sind (Nichte etc) wird verlangt, dass ich mich zusammenreiße (Vorbildfunktion).
Mein Vater ist verstorben, aber die Krönung des Ganzen ist meine bulimische Mutter (war sie schon zeitlebens), die natürlich normal genüsslich ist und dann (wie in Kindheitstagen) auf der Toilette verschwindet.
Frohe Weihnachten
Ich habe schon einige Plätzchen gebacken, aber sie lagern in schönen Dosen... und die meisten verschenke ich...
Ich übe, aber ich nage auch an einem Vanillekipferl über Tage.
Vorm Zunehmen habe ich nicht mal Angst, denn ich habe durch das ganze fettige Essen an Weihnachten eh jede Nacht Durchfall (sorry).
Aber dieser Druck, unter Zwang und aufgesetzter Fröhlichkeit unter Menschen, die Hauptschuld an dem Mist haben, diese Dinge zu essen, stresst mich jetzt schon.
Eigenes Essen mitzubringen oder Kuchen ablehnen wäre übrigens undenkbar.
Und es gibt Traditionsessen, irgendwas aus der eigenen Jagd , Sahnesaucen , Knödel , ... und ein weiteres Problem für mich: Alkohol. Jeder bringt eigenen Wein mit und alles muss probiert werden. Ich vertrage es nicht und es wird nicht respektiert. Ich vertrage nicht mal, daran zu riechen.

Vor Weihnachten stehen noch ein geschäftlicher Besuch des Weihnachtsmarkts an und ein Weihnachtsessen.
Das krieg ich aber hin.

Liebe Schafschubserin,
danke für deine Antwort, die mich sehr berührt hat. Ich kann es so nachvollziehen, unter welchem Druck du bei solchen Gelegenheiten stehst. Dieses Repräsentieren und den schönen Schein wahren, lässt einen innerlich mehr als nur schreien und erhöht den Druck ins Unermessliche. Ich habe eine alkoholkranke Mutter, die immer und immer wieder in Kliniken ist, kämpft und scheitert, immer und immer wieder. Mir geht es immer nur dann einigermaßen, wenn ich weiß, dass sie in einer Klinik ist, dann bin ich nicht in der "Verantwortung" (diverse Suizidversuche, ich fand sie, und noch viele weitere üble Dinge). Da hat sich einiges angestaut, auch wenn ich sie von Herzen lieb habe. Natürlich ist meine Erkrankung extremst mit ihr gekoppelt, das weiß ich, aber komme da nicht raus. Und wir haben nun die Situation, dass meine Schwiegereltern meine Ma zum Weihnachtsessen eingeladen haben (mein Stiefvater ist vor fünf Jahren verstorben und meine Ma quasi mit ihm). Ich habe also nicht nur den Druck, essen zu müssen, sondern sie sitzt mit am Tisch, ist angespannt, bemüht sich, alle trinken Wein bis auf sie, im schlimmsten Fall hat sie allerdings getrunken oder Medikamente genommen, um das zu überstehen. Und vor mir eine Tafel voller Essen. Ich kriege so Panik bei dem Gedanken daran. Wein trinken mag ich aus verschiedenen Gründen auch nicht, gehört an Weihnachten aber ebenfalls dazu. Genauso wie Kuchen, Desserts... und es sind alles so liebe Menschen, die unbedingt wollen, dass ich esse, damit es mir besser geht, und die ich nicht enttäuschen will. Und genau wie bei dir: Traditionsessen, Klöße etc. Horror. Das schlimmste ist, dass ich durch die Patchworksituation einfach mehrmals am Tag warm essen und Kuchen obendrein essen muss. Allein an Heiligabend sind es drei Stationen. Ich könnte heulen.

Weihnachtsessen stehen vom Büro aus auch noch an. Dienstag gehen wir abends essen und in der Woche darauf gibt es einen Brunch. Mir graut es so. Habe mir schon die Speisekarte des Restaurants angeschaut, um mich an den Gedanken zu gewöhnen, aber ich bin diese ganzen psychischen Vorbereitungen so leid. Weiß aber auch keinen Weg raus.

Dir wünsche ich viel Kraft! Und danke dir für deine Offenheit, ich weiß, wie schwer das ist.

Alles Liebe!

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