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Angst vor einer Essstörung

11. Februar 2017 um 13:11 Letzte Antwort: 11. Februar 2017 um 19:59

Hallo ihr Lieben,

ich glaube nicht nur mich plagt das Thema gewichtszunahme wie auch Abnahme. Nun ja vor gut einem halben Jahr habe ich bei einer Körpergröße von 1,63 m 74 kg gewogen. Ich hatte mir über ein Jahr 10 kg angefressen und sah dementsprechend aus. Ich war schon seit langem mit meinen 74 kg nicht zufrieden, vor allem da ich laut BMI Rechner deutlic über dem Normalgewicht lag. Ein zwei mal schwirrte mir der Begriff Abnehmen durch den Kopf und dann hatte mich irgendwann der Ehrgeiz gepackt. So Ende Juli 2016 hatte ich etwa 4 kg durch Essensumstellung herunter und dann fing ich über die Sommerferien an Sport zu machen. Jeden Tag etwa 1-2 Stunden. Seit den Sommerferien lebe ich vegetarisch was ich bis heute beibehalten habe. Weis nicht wieso genau aber ich bin zufrieden damit. Jedenfalls hatte ich nach 4 Monaten weitere 5 kg unten, was mich speziell sehr gefreut hatte. Mein Ziel die 65 kg hatte ich dementsprechend erreicht. Doch beim Blick in den Spiegel wurde mir trotzdem immer wieder schlecht und irgendwie sah ich auch nicht das sich etwas getan hatte, ich fühlte mich immer noch fett. Deswegen nahm ich weiter ab. Ich aß weniger eigentlich normal und machte weiterhin Sport ich hatte alles im Griff. Doch vor kurzem so knapp vorm neuen Jahr, da wog ich etwa 63 kg hab ich so ne App gefunden, die mir nach regelmäßiger Eintragung anzeigt wie viel Kalorien am tag ich zu mir genommen habe und wie viel Kalorien ich zunehmen darf um konstant mein Gewicht zu halten. Ich wollte mein gewicht nicht halten. Im Januar wog ich dann 60 kg und trotzdem reichte es mir nicht. Jeden Tag denke ich ans Essen, wie viel ich essen kann um nicht zu zu nehmen. Ich muss mich bewegen sonst fühle ich mich schlecht oder gar zu faul. Am Tag nehme ich etwa zwischen 500 und 800 kcal zu mir. Nun ja wenn jedoch 800 dasteht drehe ich vollkommen durch power mich nur noch mehr aus. Einmal schon habe ich mich aufgrund von Schuldgefühlen erbrochen und sonst wenn ich mir was zu essen mache, schmeiße ich die Hälfte weg einfach nur damit es weniger kcal sind. Verdammt ich kann nicht aufhören über diese Kalorien nach zu denken, dabei macht es mir nicht mal Spaß dauernd mit den gedanken daran zu hängen. Das Problem ist nur ich habe Angst vorm zu nehmen, da ich schon einmal leicht übergewichtig war. Jedenfalls bin ich seit neustem unter den 60 kg. Letzte Woche gab es zwei Geburtstage in der Woche, an 4 Tagen gab es deswegen Kuchen. Ich habe immer mitgegessen mich danach nicht erbrochen. Ich habe mich auf die Waage gestellt und wieder ein Kilo verloren. das kann doch nicht normal sein. ich wiege laut heutigem Stand 58 kg und weis echt nicht was ich machen soll. Jeden Tag fühle ich mich kraftlos, ich friere ständig ab und zu wird mir schwindelig. Ich gehe aus dem Haus, fröhlich kriege um 12 Uhr einen Teller warmes Essen. Verbrauche bei etwa 12 Minuten auf dem Fahrrad 100 kcal, also so eins das in der Wohnung steht. bewege mich den ganzen Tag, da ich zur Zeit Praktikum mache und zu dem überall hin zu Fuß gehe. Ich komme um 17 Uhr nach Hause habe seit dem Mittagessen nichts mehr gegessen und gefrühstückt habe ich auch nichts. Ich komme zur Tür rein und könnte auf dem Boden zusammenbrechen. Dann esse ich meistesn Chiapudding oder Haferbrei manchmal auch einen Gemüseteller oder eben Kuchen. Nachdem ich was gegessen habe geht es mir körperlich besser ich fühle mich fitter aber mich plagen Schuldgefühle. Ich muss darüber nachdenken ob ich am Abend mit dem Essen nicht doch übertrieben habe, rechen jedes kcal aus. Denke schon darüber nach was ich mir die nächsten tage zum Essen machen könnte. Am Abend mache ich dann 4 mal 8 min Fitnessübungen um Beine und Bauch zu trainieren. ich bin froh das ich weiterhin abnehme, denn ich verliere pro Woche 1-2 kg aber ich habe Angst in eine Essstörung zu rutschen. Meine Mom macht sich Sorgen und auch wenn ich mein Verhalten ändern will ich kann es nicht. Ich kriege dieses Kalorienzählen nicht mehr aus meinem Kopf. Was soll ich bloß tun?

Liebe Grüße soula361

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11. Februar 2017 um 19:59

Hallo,
ich würde Dir raten, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, denn Du hast Dich tatsächlich in eine Essstörung hineingesteigert.
500-800kcal sind gefährlich wenig. Du brauchst im Schnitt das Doppelte, um Deinen Körper zu versorgen, wenn er den ganzen Tag nur im Bett liegt. Das heißt, Du brauchst mindestens das Dreifache für ein aktives Leben.
Darum fühlst Du Dich auch so schlecht. Du isst zu wenig und Dein Körper wird seinen Grundumsatz senken, um sich am Leben zu halten. D.h., Du wirst immer weniger Kalorien verbrauchen und es wird Muskelmasse abgebaut, weil diese ein "Energiefresser" ist.
Es wird also nur schlimmer werden, wenn Du dem nicht einen Riegel vorschiebst.

Für eine Erstversorgung würde ich Dir empfehlen, ein Kräftigungspulver aus der Apotheke zu holen, damit Dein Körper erstmal genug Nährstoffe erhält (z.B. Molat o.ä.)
Danach versuche über kleine Zusatzmahlzeiten die Kalorienzufuhr zu erhöhen.
Und bemühe Dich auch, etwas zu frühstücken, damit Du genug Energie für den Tag hast.
Am besten machst Du die Zwischenmahlzeiten so klein, dass Du Dich nicht übersättigst, sondern dass Du gerade was im Magen hast. Damit kannst Du Dich selbst vielleicht austricksen, wenn Du schlechtes Gewissen hast beim Sattsein. Also knabber mal ne Möhre zwischendurch, iss eine Scheibe Brot, gönn Dir eine Waffel, einen Salat mit etwas Käse oder eine Banane etc. Probier selbst aus, was geht, und steigere Dich dann langsam.
Wenn gar nichts mehr hilft, wende Dich an einen Psychologen, der sich auf Essstörungen spezialisiert hat, er kann Dir weiterhelfen.

Alles Gute.

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