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Analfissuren Marisken - Sphinkterdehnung - Wer kann mir helfen???

16. August 2008 um 23:43 Letzte Antwort: 26. August 2009 um 16:39

Analfissuren Marisken - Sphinkterdehnung
Wer kann mir helfen???


Im November letzten Jahres hatte ich eine Zahn OP. Mir wurde das Schmerzmittel Clinda-saar 600 mg verschrieben. Daraufhin bekam ich höllische Schmerzen im Rektalbereich, Fieber & Schüttelfrost. Nach einigen Tagen musste ich mich dann ins Krankenhaus einliefern lassen und es wurde eine Enddarment-zündung festgestellt. Das Auskurieren der Enddarmentzündung hat ca. 2-3 Monate gedauert. Therapiert wurde mit Salofalk Klysmen und Tabletten.

Ich war froh als ich das endlich überstanden hatte und endlich wieder auf Arbeit gehen konnte. Ich habe schon seit einigen Jahren Probleme mit dem Stuhlgang. (Mein Stuhlgang ist einfach zu hart trotz Buttermilch, Joghurt, frisches Obst und ständiges Trinken) Kann das sein, dass da irgendein Organ nicht richtig arbeitet??? Mir hängt der Joghurt und die Buttermilch schon zu den Ohren heraus!!! Dachte bisher immer, dass ich viele innenliegende Hämorriden habe die auch öfters mal geblutet haben. Diese habe ich immer mit entsprechenden Salben oder Zäpfchen behandelt. Das geling mir mal & auch mal nicht... ich hatte zudem ja durch meine Enddarmentzündung im November 2 Darmspiegelungen. Zu meinen Hämorriden äußerte sich da aber niemand und ich dachte... so schlimm kann es ja dann auch nicht sein!

Im Juni diesen Jahres gab es dann aber wieder ein neues Problem:

Ich konnte gar nicht mehr richtig auf Toilette gehen... ich hatte riesige Probleme das was ich gegessen hatte auch wieder herauszubekommen obwohl es nur fettige Suppen oder Joghurt oder Ähnliches waren! Es war wie durch eine Tortenspritze gepresst ganz dünn und ringsherum mit Einkerbungen versehen außerdem hatte ich immer frisches Blut in meinem Stuhlgang! Daraufhin habe ich mich dann wieder ins Krankenhaus begeben damit ich keinen Darmverschluss bekomme. Dort wurden durch eine erneute Darmspiegelung Analfissuren und irgendwelche Marisken und Vorpostenfalten festgestellt. Zudem habe ich auch noch einen sehr sehr großen Schließmuskeldruck was manchmal einen Toilettengang so gut wie unmöglich macht! Durch das ständige Pressen habe ich mir wahrscheinlich die vom Arzt festgestellten Analfissuren zugezogen. Ich musste also operiert werden!

Behandlungsdiagnosen: akute Analfissur Steinschnittlage bei Verdacht auf Anismus, hypertrophe Analpapillen, Marisken

Am 18.06.08 wurde folgende OP durchgeführt:

Sphinkterdehnung in Narkose
Abtragung der hypertrophen Analpapillen und der Marisken
Inzision einer trombosierten Hömorride


Nach dem Eingriff ging es mir eigentlich ganz gut bis das der Analtampon den sie mir bei der OP verpasst hatten durch den immer noch zu großen Schließmuskeldruck auf einmal verschwunden war. Es wurde auf natürliche Weise versucht den Tampon wieder herauszubekommen d.h. Buttermilch, AL Lactosesirup in Tassen, Sauerkrautsaft usw. aber der Tampon kam von allein leider nicht heraus! Nach 3 Tagen wurde der Tampon durch einen erneuten Eingriff entfernt. Der zuständige Arzt bestätigte, dass der Tampon auf natürlichem Weg nicht herausgekommen wäre! Nach dem 2. Eingriff hatte ich solche höllischen Schmerzen dass ich gar nicht mehr ich selbst war! Schmerzmittel gab es natürlich so gut wie keine!!! Ich bekam es vor lauter Schmerzen sogar schon mit den Nerven! Dann bekam ich endlich einen Schmerztropf. Am nächsten Tag wurde ich dann mit einer Packung Paracetamol für 0,99 Cent entlassen. (Ist eigentlich ein Witz...) Muss dazusagen, dass ich aber im Krankenhaus nach dem 2. Eingriff noch keinen Stuhlgang hatte...

Zu Hause ging das Theater weiter... ich hatte dann Stuhlgang und so höllische Schmerzen!!! Das Paracetamol half auch nicht wirklich... bin dann zu meiner Hausärztin die mir dann nach etlichen Anläufen Novaminsulfon Tropfen aufgeschrieben hat.

Nach 8 Wochen habe ich nun immer noch nach dem Stuhlgang so ein starkes Brennen und große Schmerzen - bin täglich nach dem Stuhlgang 3-4 Stunden vollkommen aus dem Verkehr gezogen! Beim Stuhlgang d.h. vor dem Stuhlgang kommt das Blut herausgetropft und hinterher ebenfalls! Sogar wenn ich auf Toilette sitze und nur Winde kommen tropft frisches Blut in die Toilette!!! So viel Blut kam ja selbst nach der OP nicht herausgetropft... ist das normal???? Was kann ich denn da machen & warum heilt es nicht nach 8 Wochen endlich ab??? Wer kann mir denn da weiterhelfen???

Maria , 52 Jahre Diabetes mellitus Typ II
Bin auch unter folgender e-Mail erreichbar : dvollrodt@yahoo.de

Vielen Dank für Eure Hilfe!!!

Maria

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26. August 2009 um 16:39

Schmerzen nach OP
Hallo Maria,
wir sind quasi Leidensgenossen. Daher möchte ich mich Deinem Post hier gerne anschließen und meine Beschwerden und sich bislang als nutzlos erwiesenen Therapien zu schildern.

Letzte Woche Donnerstag habe ich, nach einem etwa 20 Jahre langem Leidensweg, zwei entzündlich veränderte Marisken und eine chronische Analfissur (Narbengewebe) entfernen lassen. Ambulant unter Lokalanästhesie. Was ich nicht wieder tun würde, denn die Sache entwickelte sich trotz zweimaligen Nachspritzens als "Ritt durch die Hölle". Vielleicht bin ich auch einfach besonders schmerzempfindlich.
Normalerweise gehe ich dreimal täglich zur Toilette (Stuhlgang), seit ich seit 7 Wochen wieder akut Malessen hatte (Brennen, Reißen, Blut im Stuhl), habe ich dies auf ein- bis zweimal reduziert, gleiches gilt für die Nahrungsaufnahme. Seit der OP ist es allerdings so, dass ich nur unter größter Mühe bzw. meist nur mit Hilfe eines Einlaufes mich erleichtern kann. Danach ist es für ca. eine Stunde halbwegs erträglich, aber dann setzen Druckschmerzen ein, die unerträglich sind und bis zu sechs, sieben Stunden anhalten. Ich nehme Novalgin und Buscopan auf Anweisung des Arztes, aber beides schafft bestenfalls einen Hauch Linderung. Die Druckschmerzen fühlen sich an wie starker Stuhldrang, es pocht, nicht außen, sondern innen (innerer Schließmuskel?). Es gibt keine Stellung, in der es besser wird, sitzen, stehen, liegen, langsam herumlaufen, nichts ändert etwas daran. Ich hatte meinen Arzt gestern gebeten, mir krampflösende Salbe zu verschreiben, da mein Sphinktertonus sehr hoch ist. Doch er meinte, es sei besser, dies mit Buscopan zu behandeln. Jetzt bin ich ratlos. Ich frage mich, woher kommen diese Schmerzen, ist es normale Wundheilung, ist es völliges Verkrampfen infolge des Stuhlganges (aber warum dann immer erst eine Stunde später?) oder aber ist dies eine entzündliche Veränderung im hinteren Schließmuskelbereich?
Die OP ist jetzt sechs Tage her, es müsste doch besser werden, oder? Aber die Schmerzen kommen immer wieder.
Was kann ich jetzt noch tun? Gegen den Schmerz und die noch offenen OP-Wunden den Analdehner verwenden, würde das den Druck vermindern? Einfach abwarten?
Die offene und nässende Wunde behandele ich von außen mit Bepanthen-Kompressen. Doloposterine, außen und innen, brennt lediglich und bringt keine Linderung.

Ich bin, wie Maria, für jeden Hinweis dankbar.

Was mir ein bisschen hilft ist baden. Weiterhin ist das Heizkissen ein guter Freund. Insgesamt tut mir die Wärme besser als etwa ein Eiswürfel. Das Anspannen der Gesäßmuskeln und des Schließmuskels hilft dagegen eher weniger.
Viele Grüße,
Desdemona

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