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Amalgamsanierung

10. Oktober 2005 um 21:18 Letzte Antwort: 3. Mai 2017 um 18:41

Wer kennst sich mit Amalgamsanierungen aus?
Was kostet sowas?

Wie lange ist das Gift im Körper?
Oder ist es schon raus wenn die Plomebn draussen sind?

Habe einen Kinerwunsch und weiss nicht ob ich die Sanierung jetzt machen soll oder später...

Gruss Andy389

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10. Oktober 2005 um 21:35

Ich lasse das
so nach und nach entfernen. wenn eine amalgam-plombe raus muß wird sie durch eine kunststoff-füllung ersetzt, weil ich mir noch keine inlays leisten kann. bei mir ist das also schon ein jahrelanger prozess

ich würde von einer total-sanierung aus kostengründen abraten, das kann wirklich in geld gehen, wenn du z. b. stattdessen inlays nimmst oder gar zähne überkronen lassen mußt. ich empfehle dir auch eine zahnzusatzversicherung, die trägt nach ca. 2 jahren einen teil der kosten.

und mal ehrlich: hast du dir schon mal gedanken darüber gemacht, wieviel quecksilber du allein durch die nahrung zu dir nimmst?

keine panik. viele bekommen kinder auch mit amalgam-füllungen

alles gute, lg sefi

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11. Oktober 2005 um 8:47

Ich würde es...
... lassen. In meinem Familien- / Freundes- / Bekanntenkreis sind so einige Zahnärzte, daher mein Wissen.

Seriöse Zahnärzte raten von solchen "Sanierungsaktionen" grundsätzlich ab. Für die Hintergründe lies dir bitte mal diese Seite hier durch, und beachte vor allen Dingen das "Belastungs-Schaubild".

http://www.quarks.de/zaehne/07.htm

Die "Belastungen" sind so dermaßen gering, dass sie sogar den von der WHO schon streng gesetzten Grenzwert um Längen UNTERSCHREITET.

Was die Wenigsten wirklich wissen ist, dass beim Entfernen der Amalgamplomben kurzfristig (!) durch das Aufbohren der Plombe eine höhere "Belastung" entsteht - die allerdings auch noch weit unter dem Grenzwert der WHO liegt.
Wenn Amalgamplomben ausgetauscht werden sollen, dann bitte nur dann, wenn sie so alt sind, dass neue Plomben unumgänglich geworden sind. Aber genau DAS passiert eben auch bei Kunststoffplomben (die weitaus problematischer sind, weil sehr durchlässig; oftmals entwickelt sich der Karies unter diesen Plomben unentdeckt weiter...), auch bei Keramik- oder Goldinlays.

Weswegen viele Zahnärzte diesen Sanierungs-"Servie" anbieten, und die Angst vor einer Quecksilbervergiftung bei den Patienten ausnutzen, dürfte wohl auf der Hand liegen: Geld!
Eine solche "Sanierung" kostet sehr viel, und spült sehr viel Geld in die Kassen der Zahnärzte, weil sie die Angst und Unwissenheit ihrer Patienten ausnutzen.

Nochmals: wirklich gute und seriöse Zahnärzte raten von Aktionen, wie du sie vor hast, eher ab. Diese Info habe ich von all den Zahnärzten aus meinem Umfeld; sie könnten mit diesen Sanierungen verdammt viel Geld verdienen, leicht verdientes Geld. Aber sie erinnern sich eben auch an ihre Verantwortung gegenüber den Patienen und an ihren "Hippokratischen Eid", in dem es unter anderem heißt " Meine Verordnungen werde ich treffen zu Nutz und Frommen der Kranken, nach bestem Vermögen und Urteil; ich werde sie bewahren vor Schaden und willkürlichem Unrecht."

Also keine Panik, ok? Lieber die Vernunft walten lassen, als von dieser Panikmacherei.

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12. Oktober 2005 um 18:26

Ok!
Hallo
Also ich habe die Nacht nach dem Zahnarzttermin nicht schlafen können!
Ich habe mich jetzt entschieden es nicht zutun!
Ich werde es dann, wenn eine Plombe eben raus muss, machen lassen.

Wie lange halten den Amalgamploben?
meine sind schon ca 18 Jahre drin...und halten ja noch.
Wenn ich keine schmerzen habe ist doch eigentlich alles ok oder?
Habe auch schon gehört das wenn man sich die Plomben ziehen lässt und Kunststofffüllungen rein setzten lässt das es schwierigkeiten geben kann....bis hin zu Wurzelbehandlung..

Also wie gesagt ich lass es erst mal!!

Danke viele Gruesse Andy389

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12. Oktober 2005 um 20:12
In Antwort auf lyric_12355544

Ich lasse das
so nach und nach entfernen. wenn eine amalgam-plombe raus muß wird sie durch eine kunststoff-füllung ersetzt, weil ich mir noch keine inlays leisten kann. bei mir ist das also schon ein jahrelanger prozess

ich würde von einer total-sanierung aus kostengründen abraten, das kann wirklich in geld gehen, wenn du z. b. stattdessen inlays nimmst oder gar zähne überkronen lassen mußt. ich empfehle dir auch eine zahnzusatzversicherung, die trägt nach ca. 2 jahren einen teil der kosten.

und mal ehrlich: hast du dir schon mal gedanken darüber gemacht, wieviel quecksilber du allein durch die nahrung zu dir nimmst?

keine panik. viele bekommen kinder auch mit amalgam-füllungen

alles gute, lg sefi

Erstens kann man..
.. Amalgamfüllungen austauschen lassen, auch wenn man schwanger ist und zwar unter Kofferdam. Das ist so ein spanngummi der im Mund aufgespannt wird ( ähnlich wie ein Regenschirm)- da kann dann nix in den Rachen fallen und es kommt garantiert auch kein Amalgam in deinen Körper, weil das was nicht abgesaugt wird durch den Gummi aufgefangen wird.

Zweitens: Amalgamfüllungen zahlt die Kasse grundsätzlich. Ist eine Füllung im Frontzahnbereich also die ersten drei Zähne von der mItte aus zu machen, zahlt die Kasse auch Kunststofffüllungen. Wäre ja auch Blödsinn vorne Amalgam rein zu machen sieht ja dann doof aus

Drittens: ist Amalgam nur halb so schädlich, als täglich eine Zigarette zu rauchen. Viele machen wirbel drum, aber das was da an Giftstoffen drin ist, ist nicht so arg groß, als dass man da nachts nicht mehr schlafen könnte vor lauter sorgen..

Wenn du eine Sanierung machen lassen willst, mach es am besten, bevor du schwanger bist- denn dann ist alles schon saniert, du machst dir weniger sorgen und ersparst deinem Baby dann evtl auch ne spritze( falls dies bei einer Füllung notwendig wäre)

allerdings zahlt die kasse nur dann das austauschen wenn die Füllungen nix mehr taugen oder du schwanger bist und das amalgam entfernen lassen willst ( oder eben bei einer allergie auf amalgam oder niereninsuffizienz)

LG Cadence4

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15. Oktober 2005 um 14:11

Stimmt
..meine rede

LG Cadence4

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3. Mai 2017 um 18:41
In Antwort auf deb_12529898

Ich würde es...
... lassen. In meinem Familien- / Freundes- / Bekanntenkreis sind so einige Zahnärzte, daher mein Wissen.

Seriöse Zahnärzte raten von solchen "Sanierungsaktionen" grundsätzlich ab. Für die Hintergründe lies dir bitte mal diese Seite hier durch, und beachte vor allen Dingen das "Belastungs-Schaubild".

http://www.quarks.de/zaehne/07.htm

Die "Belastungen" sind so dermaßen gering, dass sie sogar den von der WHO schon streng gesetzten Grenzwert um Längen UNTERSCHREITET.

Was die Wenigsten wirklich wissen ist, dass beim Entfernen der Amalgamplomben kurzfristig (!) durch das Aufbohren der Plombe eine höhere "Belastung" entsteht - die allerdings auch noch weit unter dem Grenzwert der WHO liegt.
Wenn Amalgamplomben ausgetauscht werden sollen, dann bitte nur dann, wenn sie so alt sind, dass neue Plomben unumgänglich geworden sind. Aber genau DAS passiert eben auch bei Kunststoffplomben (die weitaus problematischer sind, weil sehr durchlässig; oftmals entwickelt sich der Karies unter diesen Plomben unentdeckt weiter...), auch bei Keramik- oder Goldinlays.

Weswegen viele Zahnärzte diesen Sanierungs-"Servie" anbieten, und die Angst vor einer Quecksilbervergiftung bei den Patienten ausnutzen, dürfte wohl auf der Hand liegen: Geld!
Eine solche "Sanierung" kostet sehr viel, und spült sehr viel Geld in die Kassen der Zahnärzte, weil sie die Angst und Unwissenheit ihrer Patienten ausnutzen.

Nochmals: wirklich gute und seriöse Zahnärzte raten von Aktionen, wie du sie vor hast, eher ab. Diese Info habe ich von all den Zahnärzten aus meinem Umfeld; sie könnten mit diesen Sanierungen verdammt viel Geld verdienen, leicht verdientes Geld. Aber sie erinnern sich eben auch an ihre Verantwortung gegenüber den Patienen und an ihren "Hippokratischen Eid", in dem es unter anderem heißt " Meine Verordnungen werde ich treffen zu Nutz und Frommen der Kranken, nach bestem Vermögen und Urteil; ich werde sie bewahren vor Schaden und willkürlichem Unrecht."

Also keine Panik, ok? Lieber die Vernunft walten lassen, als von dieser Panikmacherei.

......all die Zahnärzte in ihrem Umfeld? Wieviele Tausend sind denn das?

An sich ist das Amalgam ein hervorragender Werkstoff und ließ(!) sich sehr einfach verarbeiten. Allerdings handelt es sich hier um eine Legierung mit löslichen Legierungsbestandteilen, die zu recht großen Potentialunterschieden ( selbst gemessen: bei einer "mittelgroßen" AG-Füllung zwischen 250 mV und 400 mV mit Gegenelektrode im Speichel, der Stromfluss beträt i.d.R. ca. ein bis 7 Mikroampere, ein deutlicher Hinweis darauf, daß hier Teilchen in Lösung gehen, d.h. sich aus dem Amalgamverbund lösen.)
Ich selbst bin auch gegen Hauruck-Lösungen bzw. Komplettsanierungen. Das Amalgam gibt es in meiner Praxis seit vielen Jahren nicht mehr. Mit den Kunststoffen habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht......äußerst wenige Problemfälle !

Man sollte sich aber das Eine vor Augen führen, die Ungiftigkeit des AG ist nicht bewiesen!
Das Gesundheitssystem könnte sich ein dahingehendes Gutachten garnicht leisten, so ist nicht das, was nicht sein darf, es käme zu sehr hohen Kosten für die Krankenkassen.
Und.... generell Kollegen, die Amalgamsanierungen durchführen hier des Geldrausches zu bezichtigen, finde ich schon geschmacklos.

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