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Alte Verhaltensmuster..

27. März 2012 um 19:18

Hey ihr Lieben,
lang lang ist es her, dass ich mich hier gemeldet hab.
Nun hab ich aber endlich mal wieder Zeit gefunden, euch zu schreiben.
Es ist viel passiert. Ich hab meinen Klinikaufenthalt (wegen Sport-Bulimie) letzten Sommer nach 10 Wochen abgeschloßen und eigentlich schien alles ganz gut zu laufen. War/Bin immer noch geregelmäßig in Therapie und habe den Sportzwang (5h täglich) überwunden.
Ebenso habe ich mir eine neue Zukunft aufgebaut, mit einem tollen Lebenspartner der über alles Bescheid weiß und zu dem ich auch ab Ende Mai ziehe. Ich habe einen Platz für ein Anerkennungsjahr als Erzieherin dort in der Nähe gefunden und werde somit ganz von Zuhause ausziehen, eine neue Schule besuchen und mein neues Leben beginnen.
Tja, nur eins fehlt mir noch zu meinem vollkommenem Glück.
Das richtige Essverhalten.
Seit fast 2 Jahren schwankt mein Gewicht immer mal +/- 5kg.
Nach der Klinik habe ich es sogar geschafft, einige Zeit normal zu essen. Doch dann schlichen sich immer öfter Hunger-Tag mit anschließeneden Fressanfällen ein.
Das Erbechen hab ich ganz gut in den Griff bekommen. Anscheinend auch nur weil esmir einfach zu viel Kraft raubte. Ich hab jetzt ca 4 erbrech-freie Monate mit nur einem Rückfall und das ist bei (früher) 12x täglich echt schon ein Erfolg
Trotzdem verfolgen mich immer wieder diese Gedanken des Hungerns und gleichzeitig der Wille endlich ein GESUNDES Essverhalten haben zu wollen. Der Wunsch des Abnehmens, (hab durch die Bulimie wieder ÜG..davor Magersucht), ist wieder sehr stark da, vorallem weil ich meinem Partner auch gefallen will. Er sagt mir zwar immer wieder wie sehr er mich SO LIEBT WIE ICH BIN, aber so ganz kann ich das nicht annehmen
Ich will ja auch garnicht mehr auf mein damaliges Tiefstgewicht (45kg) runter, aber wenigstens Normalgewicht.
Und dazu ein normales Essverhalten.

Ist das möglich?
Obwohl ich ja eigentlich nach der Klinik und edlichen Therasitzungen sowie meinen eigenen Recherchen genaustens über ein gutes Essverhalten Bescheid wissen müsste, steht ich seit langem wieder total auf dem Schlauch
Wie sieht eine "normale" Portion aus?
Wieviel ist "normal"?

Wie habt ihr es geschaft aus der ES rauszukommen oder wie versucht ihr es?
Ich würde mich sehr über ein paar Vorschläge von euch freuen.
Ich will einfach endlich von dem scheiß loskommen, ohne ständig die Kalorien zu zählen und meine Gedanken ums nächste Essen kreisen zu lassen!

Danke!

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28. März 2012 um 9:02

Liebe Brody,
dein Fehler waren die Hungertage, vor denen ich Frauen nach Heilung oder guter Besserung ihrer Essstörung immer wieder warne. Zum Glück gelingt es dir auch weiterhin, auf Erbrechen zu verzichten. Der nächste Schritt ist nun die Normalisierung deines Essverhaltens. Du fragst, was normale Portionen sind. Es sind mehrere über den Tag verteilte Essensmengen, mit denen du bei einem gesunden Stoffwechsel dein Gewicht hältst. Wie hoch genau dein täglicher Kalorienbedarf ist, kann dir niemand sagen. Man kann es allerdings selbst herausfinden.

Du solltest jetzt nicht den Vorsatz haben, sofort abzunehmen.Wenn du gesund werden willst, musst du zunächst lernen, regelmäßig und ausreichend zu essen. Dazu würde ich dir empfehlen, über einen längeren Zeitraum durchschnittlich 2000 Kcal pro Tag zu essen und die Schwankungen möglichst gering zu halten.So gewöhnst du dich an normale Portionen.Nach einigen Wochen erkennst du an deinem Gewicht, ob diese durchschnttliche Kalorienzufuhr ausreicht, um dein Gewicht zu halten oder ob du von 2000 Kcal sogar leicht abnimmst, was ich für möglich halte. Wichtig ist es, in diesen Wochen gegen die Vorstellung, abnehmen zu wollen, anzukämpfen und dein tägliches Essensziel (2000 Kcal) einzuhalten.

LG Nus

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30. März 2012 um 7:26

Dankeschön!
Vielen Danke für eure Antworten!

Ich spiele auch schon immer öfter mit den Gedanken mich einfach mal täglich an die 2000kcal zu halten.
In der Klinik hab ich damit ja auch abgenommen.
Aber irgendwie blockt mein Kopf mich immer noch sehr stark bei dem Gedanken "an diese ganzen Kalorien".

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30. März 2012 um 8:13
In Antwort auf brody1991

Dankeschön!
Vielen Danke für eure Antworten!

Ich spiele auch schon immer öfter mit den Gedanken mich einfach mal täglich an die 2000kcal zu halten.
In der Klinik hab ich damit ja auch abgenommen.
Aber irgendwie blockt mein Kopf mich immer noch sehr stark bei dem Gedanken "an diese ganzen Kalorien".

Liebe Brody,
dass du eine starke innere Blockade spürst, ist ganz normal. Aber der monatelange tägliche Kampf gegen diese innere Stimme ist der einzige Weg zur Gesundheit. Man muss die bestehende, stark ausgeprägte Angst vor Kalorien,der Waage, seinem Aussehen überwinden.Heilung einer Essstörung bedeutet immer Konfrontation mit der Gewichtsphobie und Abbau dieser panischen Angst.Es ist sehr, sehr schwer und du wirst oft verzweifelt sein, aber es ist möglich. Du kannst den Kampf gewinnen und wieder vollständig gesund werden.

LG Nus

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