Forum / Fit & Gesund

Alles von der Seele reden..

8. November 2009 um 16:53 Letzte Antwort: 9. November 2009 um 16:43

..hmm ja.. da man hier anonym sein kann und ich sehr das bedürfnis habe mir alles von der seele zu quatschen fang ich mal an... obs was bringt keine ahnung, ich weiss nur dass ich es jetzt loswerden möchte!

puh ich weiss nicht wo ich anfangen soll... sagen wir so. ich bin mittlerweile 23 jahre alt, leide seit meinem 13. lebensjahr, extrem seit dem 16. lebensjahr an depressionen.
schuld daran ist bzw war mein übergewicht. ich war schon als kind seeehr gut gebaut.. mein gewicht war schon zu schulzeiten 3stellig, was natürlich viel mobberei hervorruf.. darauf will ich aber gar ned weiter eingehen.
nun, mein höchstgewicht hatte ich vor knapp 6 monaten. ich wog 156 kg. WAHNSINN .. damals kam die trennung von meinem freund.. ich war am boden zerstört, hatte so einen hass auf mich selbst. ich hatte schlimmste fressattacken, ich konnte wirklich nicht mehr aufhören mit dem essen. ich hatte kein sättigungsgefühl mehr. wahrscheinlich hab ich meinen innerlichen schmerz damit gestillt....

irgendwann.. es war im april/mai.. ich habe mich gehasst, ich hasse mich heute noch.. hab angefangen zu hungern, konsequent, hab 6 stunden sport pro tag gemacht, bis in die frühen morgenstunden bzw mitten in der nacht, weil ich das gefühl hatte ich habe es nicht verdient, dass ich jetzt hier faul im bett liege.. ich muss mich bewegen, fett verbrennen... so bin ich um 2 aufgestanden und hab meistens bis halb sieben sport gemacht..(...)
das hungern konnte ich nicht lange durchhalten.. maximal 5 tage, dann kam der große heisshunger. ich hab alles, ALLES was ich gesehen habe und in den händen hatte in mich gestopft bis ich das gefühl hatte zu platzen.. es kam so wies kommen musste, ich konnte dieses völlegefü+hl nicht ertragen und find an zu kotzen. ich stieg vor dem essen auf die waage, gewicht notiert, dann gegessen, auf die waage, gewicht notiert, gekotzt und wieder auif die waage.. ich wolle immer alles aus meinem körper raushaben, bis auf 100gramm. so hatte ich wenigstens das gefühl dass ich nicht krank werden könnte davon. anfangs hab ichs so 3mal die woche gemacht... ich war fertig, täglich am weinen.. aber es wurde zur sucht. ich konnte nicht mehr aufhören, mittlerweile übergebe ich mich 3-4mal täglich, je nachdem wie oft ich esse. so habe ich innerhalb von fast 5 monaten 50 kg abgenommen. aber ich sehe nichts, ich sehe keinen unterscheid, die waage zeit 50 kg weniger, aber ich sehe mich fetter als je zuvor. es ist einfach schlimm. jeder blick in den spiegel schmerzt und treibt mir tränen in die augen... ich will doch nur schön sein...
vor knapp einem monat habe ich bei einer klinik für essstörungen angerufen und mich zu nem beratungsgespräch gemeldet.. hab ihr am telefon von meinem problem erzählt und sie waren schockiert.. sie wollten mich gleich einweisen... wegen des schnellen gewichtsverlustes... meine eltern wussten zuerst nix davon... ich hab es so ein bisschen angedeutet naja.. sie haben keine ahnung von meinen problemen... sie waren von der klinik absolut abgeneigt und es gab viel streit deswegen..deshalb hab ich darauf verziczhtet.. bin zu dem termin nicht erschienen... ich weiss dass ich da ohne hilfe nicht rauskomme...
ich muss zuerst eine ausbildung abschließen und erst dann kann ich auf kur gehen.. bin 23 und hab noch nix geschafft ((( ich weiss nicht wie ich das schaffen soll, wie ich ne ausbildung machen soll ohne kraft, ohne selbstbewusstsein ohne alles.. mir wächst alles über den kopf, aber ich kann meine familie nicht noch mehr enttäuschen..

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8. November 2009 um 20:42

!!!
Hey du!

Deine Geschichte klingt wirklich sehr extrem. Ich denke, du solltest dir das mit der Klinik wirklich nochmal überlegen!!! Für mich hört sich das auch so an als ob du da allein nicht mehr rauskommst. Und hey, du bist jetzt 23, und es geht hier um DEIN LEBEN!!! Wie kannst du deine Familie dadurch enttäuschen, indem du dir Hilfe suchst und wodurch es dir womöglich wieder besser gehen geht? Sollte deine Familie nicht genau das auch wollen?? Es ist oft so, dass die Familie bei einer Essstörung ablehnend oder bagatellisierend reagiert, es nicht wahrhaben will, weil sie nicht wissen wie sie damit umgehen sollen, verunsichert sind...Aber davon musst du dich frei machen!!! Ich sag's nochmal: Du bist 23 und es geht hier um DEIN LEBEN!!! Und du hast ganz sicher verdient ein gesundes und glückliches Leben zu führen!!!

Dass dir das mit der Ausbildung zu schaffen macht, versteh' ich. Aber überleg' doch mal, wie lange du die mit deinen jetzigen Problemen überhaupt noch durchhalten kannst?! Könntest du dich denn ewig verstellen und so tun als ob es dir gut geht, wenn alle um dich rum sehen, wie dein Körper kränker und kränker wird?
Bitte tu dir das nicht an!!! Du kannst ja mit der Ausbildung aus 'gesundheitlichen Gründen' aussetzen und erstmal in die Klinik gehen?! Und wenn's dir dann wieder besser geht, kannst du immer noch

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8. November 2009 um 20:47
In Antwort auf

!!!
Hey du!

Deine Geschichte klingt wirklich sehr extrem. Ich denke, du solltest dir das mit der Klinik wirklich nochmal überlegen!!! Für mich hört sich das auch so an als ob du da allein nicht mehr rauskommst. Und hey, du bist jetzt 23, und es geht hier um DEIN LEBEN!!! Wie kannst du deine Familie dadurch enttäuschen, indem du dir Hilfe suchst und wodurch es dir womöglich wieder besser gehen geht? Sollte deine Familie nicht genau das auch wollen?? Es ist oft so, dass die Familie bei einer Essstörung ablehnend oder bagatellisierend reagiert, es nicht wahrhaben will, weil sie nicht wissen wie sie damit umgehen sollen, verunsichert sind...Aber davon musst du dich frei machen!!! Ich sag's nochmal: Du bist 23 und es geht hier um DEIN LEBEN!!! Und du hast ganz sicher verdient ein gesundes und glückliches Leben zu führen!!!

Dass dir das mit der Ausbildung zu schaffen macht, versteh' ich. Aber überleg' doch mal, wie lange du die mit deinen jetzigen Problemen überhaupt noch durchhalten kannst?! Könntest du dich denn ewig verstellen und so tun als ob es dir gut geht, wenn alle um dich rum sehen, wie dein Körper kränker und kränker wird?
Bitte tu dir das nicht an!!! Du kannst ja mit der Ausbildung aus 'gesundheitlichen Gründen' aussetzen und erstmal in die Klinik gehen?! Und wenn's dir dann wieder besser geht, kannst du immer noch

Sorry, wurde ein Teil nicht gesendet...
..."was schaffen" in deinem Leben. Das läuft dir ja nicht weg und sollte auch nicht das wichtigste sein! Hauptsache ist, es geht dir gut und du hast Freude am Leben!! Ich denke, in einer richtigen Fachklinik (wo Leute sind die sich wirklich damit auskennen) kann man dir helfen ganau die wieder zu finden und natürlich auch mit der Es!!
Ich wünsche dir jedenfalls alles alles Gute und bin in Gedanken bei dir!!

lg

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8. November 2009 um 23:41
In Antwort auf

Sorry, wurde ein Teil nicht gesendet...
..."was schaffen" in deinem Leben. Das läuft dir ja nicht weg und sollte auch nicht das wichtigste sein! Hauptsache ist, es geht dir gut und du hast Freude am Leben!! Ich denke, in einer richtigen Fachklinik (wo Leute sind die sich wirklich damit auskennen) kann man dir helfen ganau die wieder zu finden und natürlich auch mit der Es!!
Ich wünsche dir jedenfalls alles alles Gute und bin in Gedanken bei dir!!

lg

Danke für den netten zuspruch
das tut sehr gut!

(sorry erstmal für die rechtschreibfehler )
ja das war die kurzfassung.. es ist nur so. einerseits würde ich schon gern eine therapie machen weil ich es langsam leid bin.. ich hab keine lebensfreude mehr.. den einen tag jubelhochjauchzend und dann wieder wochenlang soo mies drauf dass ich die leute aus meinem umfeld total verletze.. sie wissen ja nicht was mir fehlt.. und mir tut es dann selbst so weh dass ich so zu denen bin.. ich könnt mich dafür....

ich weiss nicht wie ich es meinen eltern beibringen soll, ich will ihnen nicht noch mehr leid zumuten... ich wills einerseits alleine schaffen andererseits funktioniert es nicht.. ich weiss nicht... es scheint alles so sinnlos...

wenn ich jetzt hier abbreche... dann bricht so vieles zusammen... mann mein leben ist total verkorkst!
ich hab grad echt keine ahnung was ich schreiben soll weil ich so ratlos bin. ich frage mich halt ob ich noch 2 jahre durchhalten kann... ich habe angst vor der zukunft

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9. November 2009 um 16:43
In Antwort auf

Danke für den netten zuspruch
das tut sehr gut!

(sorry erstmal für die rechtschreibfehler )
ja das war die kurzfassung.. es ist nur so. einerseits würde ich schon gern eine therapie machen weil ich es langsam leid bin.. ich hab keine lebensfreude mehr.. den einen tag jubelhochjauchzend und dann wieder wochenlang soo mies drauf dass ich die leute aus meinem umfeld total verletze.. sie wissen ja nicht was mir fehlt.. und mir tut es dann selbst so weh dass ich so zu denen bin.. ich könnt mich dafür....

ich weiss nicht wie ich es meinen eltern beibringen soll, ich will ihnen nicht noch mehr leid zumuten... ich wills einerseits alleine schaffen andererseits funktioniert es nicht.. ich weiss nicht... es scheint alles so sinnlos...

wenn ich jetzt hier abbreche... dann bricht so vieles zusammen... mann mein leben ist total verkorkst!
ich hab grad echt keine ahnung was ich schreiben soll weil ich so ratlos bin. ich frage mich halt ob ich noch 2 jahre durchhalten kann... ich habe angst vor der zukunft

?!
Und was kommt nach den 2 Jahren? Denkst du dann wird es viel besser?? Das ist doch kein lebenswertes Leben!

Also ich weiss zwar nur das über dich, was ich bis jetzt gelesen hab', aber daraus kann man schon klar erkennen, dass es dir in deiner jetzigen Situation sehr schlecht geht und dass du da allein nicht mehr rauskommst. Du solltest dir dringend kompetente Hilfe suchen, find ich! Und zwar von Leuten, die dich verstehen und genau wissen wie dir zu helfen ist. Also in ner Fachklinik o.ä..

Glaub' mir, ohne die ES und Depris geht es einem so unwahrscheinlich viel besser!!! Das ist kein Vergleich! Auch wenn es einem am Anfang nicht so vorkommt...

Und von deinen Eltern solltest du dich nicht so sehr abhängig machen! Ich hab' auch lange versucht, mich und meine Krankheit meinen Eltern verständlich zu machen und unter ihren Reaktionen sehr gelitten und sie wohl genauso sehr unter meinem Verhalten. Aber letztendlich bist du ja für dich selbst verantwortlich! Deine Eltern können dir nicht wirklich helfen, das kannst nur du! Und du wirst doch deinen Eltern nicht noch mehr Leid zufügen, indem du ihnen sagst, dass du dir helfen lassen willst!? Für Außenstehende ist es wie gesagt immer schwer das Leiden an so einer Krankheit zu begreifen und nachzuvollziehen. Lass' dich davon nicht entmutigen!!

Du könntest ja auch erstmal in eine psycho-soziale Beratungsstelle oder Suchtberatungsstelle gehen, also ich mein' irgendwohin wo du dich einfach mal Leuten anvertrauen kannst die ne Ahnung haben. Und die dir vielleicht auch einen Weg aufzeigen können, mit deinen Eltern umzugehen.

Nochmal alles Gute dir und viel Kraft!!

C.

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