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Alles essen können, was man will - ist das nicht nur eine Illusion?

28. Juli 2010 um 11:54 Letzte Antwort: 30. Juli 2010 um 10:24

Jedenfalls in einer Gesellschaft, wo es Essen im Überfluss gibt, wo man an jeder Ecke fastfood kriegen kann, einen Bäcker und eine Eisdiele gibt, und in jedem Supermarkt gibt es haufenweise Fertigprodukte und Süßigkeiten.
es ist viel zu leicht, an sehr viel kalorienreiches Essen dran zu kommen, es macht ja gar keine Mühe mehr, sich etwas zu Essen zu machen.

Vielleicht würde es funktionieren, wenn es nur natürliches Essen geben würde, kein fertiges, Obst und Gemüse, was man sofort essen kann, macht nicht dick, und Reis, Kartoffeln usw. oder gebackenes Gemüse muss man erst aufwendig zubereiten.
So hat es auch früher bei mir funktioniert, als wir nur Vollwertiges im Haus hatten.

Aber so wie es jetzt ist, ich glaube nicht mehr, dass es funktionieren kann, da muss man sich selber ein bisschen kontrollieren. Oder nur noch Naturprodukte essen, dann kriege ich aber auch ständig vorgehalten, ich soll mir doch mal was von den leckeren Fertigsachen gönnen.

Bei natürlichen Sachen funktioniert das auch, die schmecken nicht mehr, wenn man satt ist, aber die künstlichen sind durch den süßen Zucker oder andere Geschmacksverstärker so lecker, da kann man nicht aufhören.


Und das ist nicht nur bei Menschen so, man sieht es auch an Tieren. Die in freier Wildbahn, die nicht so viel kriegen können, sind schlank und gesund.
Ponys, die man so hält, haben auch ständig Figurprobleme, schon weil für Ponys ganz karge Weiden natürlich wären und es hier nur üppige Zuchtkuhweiden gibt.
Wenn du so ein Pony auf so eine Weide stellst, das isst auch 24 Stunden durch, bis es fett ist und lauter krankheiten kriegt.
Sind die Ponys jetzt auch essgestört, weil man die in den Stall sperren muss, damit die nicht krank werden?

Und die Hunde, die ich so kennen gelernt haben, die könnten auch immer weiter essen. Ok, die werden nicht alle dick, manche kotzen ihr Essen dann auch wieder aus. Sind die jetzt auch essgestört?

Ich glaube, Menschen und Tiere können alle nicht gut mit Überfluss leben und entwickeln deshalb essstörungen.
Bei Tieren kontrollieren es die Besitzer, deshalb kann man denen keinen kontrollzwang vorwerfen, und Menschen kontrollieren sich selbst.

Manche gar nicht, die sind dann esssüchtig, manche essen nur natürliche Sachen und das funktioniert, oder sie kontroliieren sich so, dass sie gesunde mengen essen, und haben noch genug andere schöne Beschäftigungen, um nicht ans Essen denken zu müssen, und manche sind leider extrem überkontrolliert und rutschen in die Magersucht.

Sorry, wenn das jetzt triggernd rüberkommen kann, es ist nur ein verzweifelter Aufschrei von mir, weil ich es unglaublich schwer finde, mich in diesem Überfluss nicht essgestört zu verhalten.

Vielleicht könnt ihr ja auch mal eure Erfahrung dazu berichten, oder vielleicht hat jemand eine Idee, wie es doch funktionieren kann.

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28. Juli 2010 um 12:36


darf ich dich dran erinnern, dass auch Ketchup ein Fertigprodukt ist?

ich stimme dir voll und ganz zu, dass man nur solche Produkte kaufen sollte, aber leider habe ich ein paar industrieinfizierte Freundinnen, die beim gemeinsamen weggehen ständig solche Produkte essen, und eine industrieinfizierte Familie, die lauter solchen kram in unseren Vorratsschränken hat
und auch hier im Forum sagen ja viele, die auf dem Weg zur Gesundung sind, dass man sich ruhig mal einen Schokoriegel gönnen soll, um nachher den Heißhunger auf Süßes zu vermeiden.

Ich weiß nicht, ob du mein Essproblem kennst, aber es ist jedenfalls so, entweder ich versuche alles zu essen, was ich will, und das endet dann darin, dass ich mich mit diesen Industrieprodukten überfresse, weil die ja nicht aufhören zu schmecken, oder ich verweigere die komplett und das läuft dann drauf hinaus, dass ich dann jeden Tag weniger esse, Richtung gar nichts essen rutsche, und mich nciht mal groß dran störe, weil ich ja eh noch ein bisschen abnehmen will.
Bis dann wieder die ganzen Bekannten nerven, ich solle mir doch was gönnen, und ich wieder mit Fressen anfange.
Wenns nur natürliche Produkte gäbe, dann könnte ich mir ja nach meinen Wenigessphasen davon was gönnen, und es würde nicht ausarten, und dann würde ich auch nicht aus lauter Frust wieder mit dem Essen aufhören.

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28. Juli 2010 um 14:20

Das kenne ich auch
ich kann auch nicht mehr aufhören nach ein bisschen Schokolade, das klappt bei mir nicht, nur wie oft bin ich schon drauf reingefallen dass es doch gehen könnte und dann der Sucht wieder verfallen.
Seit ein paar Tagen habe ich jetzt beschlossen auf so was nicht mehr reinzufallen, und diesmal glaube ich mir selbst mal mehr als den anderen.

Was geht, ist die ganz dunkle Schokolade mit 99% Kakao, die tut mir manchmal gut und löst auch keinen Suchtanfall aus da kann ich auch mal ein halbes Stückchen essen und das macht mich sogar ein bisschen glücklich, und dann einfach wieder aufhören.

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28. Juli 2010 um 14:27

Hmm
da bist du schon ein Stück weiter, dass du es dauerhaft schaffst, darüber die Schultern zu zucken, bei mir klappt das auch mal ein paar Wochen, und dann glaube ich es doch wieder

und außerdem ist es bei mir auch noch so, alles außer Schokolade mag ich nicht mal gerne, damit bestrafe ich mich dann eher, weil ich mich vor mir selber ekele wegen irgendwas und dann ekliges Zeug reinstopfe. und dann kann ich nicht mehr aufhören, mag das Zeug nicht, aber hol mir trotzdem immer mehr davon.
eigentlich mag ich ja auch nur die frische Nahrung, aber irgendwie bin ich trotzdem süchtig nach dem anderen mist.

Naja, ich bin ja grad mal wieder auf entzug, und fühle mich viel besser. Bloß das für immer muss ich noch in meinen Kopf reinkriegen.

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28. Juli 2010 um 14:35

Bin auch Vegetarierin
Und mit McDonalds-Sachen habe ich wirklich gar keine Probleme, die mochte ich auch noch nie.

Aber auf Süßigkeiten falle ich doch manchmal drauf rein.
Und ich habe es da auch noch schwieriger, weil wir viel zu oft welche zuhause haben.
Naja ich arbeite dran.


Was auch noch mein Problem ist, dass ich halt immer höre, wenn man sein Essen nur noch mit Disziplin und Willenskraft steuert, dass das dann schon Richtung Essstörung geht, und irgendwas in meinem Unterbewusstsein will nicht essgestört sein, deshalb esse ich dann manchmal sowas, um mir zu beweisen, dass ich nicht essgestört bin, das gibt dann aus Suchtgründen einen Fressanfall und ich verhalte mich dann noch essgestörter, obwohl ich genau das nicht sein wollte.
Aber bin grad zu dem Schluss gekommen, dass ein bisschen Disziplin bei der Nahrungsauswahl nicht so essgestört sein kann, weil es ja eben sein muss. Sonst kann ich ja nicht gesund leben. Weil ohne Disziplin würde ich mich mit lauter ungesundem mist vollstopfen, und das ist ja dann nicht gesund.

äh, klingt grad alles ein bisschen verwickelt, aber ich hofe, meine Gedanken sind trotzdem nachvollziehbar.

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28. Juli 2010 um 14:59

Hast ja recht
und seit ein paar Tagen halte ich mich ja mal wieder daran, dass ich solchen mist nicht esse.

Und die letzte Zeit war es immer so, dass ich wirklich zwei Wochen vernünftig war, dann doch wieder fressen wollte und so ein schön dekoriertes Luxusfressen hatte, aber danach fand ich das Völlegefühl so eklig dass ich noch ein paar Süßigkeiten hinterhergehauen habe. Und dann war ich wieder voll in der Sucht drin und hab ohne weiter zu denken weitergefressen.

Aber erbrechen tu ich sowieso nie, aber ich höre trotzdem nicht so schnell auf mit Essen. Ok muss in der Vergangenheit schreiben, das war ja letzte Woche und die davor, im Moment esse ich ja wieder supergesund und fühle mich gut dabei. Nur habe ich dafür natürlich trotzdem ein bisschen Disziplin und ich weiß nicht, wo die Grenze ist, dass es zuviel Disziplin wird und man magersüchtig wird.
Und das kannst du mir auch nicht so gut sagen, weil du ja in der Magersucht noch voll drin steckst...

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28. Juli 2010 um 15:59

Naja, man muss sich die gesunde Ernährung schon wert sein!
Also ich bin da geteilter Meinung. Fastfood war z. B. noch nie eine Versuchung für mich (liegt viell. auch daran, dass ich Vegetarierin bin), aber seit bestimmt 5 Jahren esse ich z. B. auch keine Weißmehlprodukte mehr. Man muss sich mal bewusst werden, dass z. B. eine Scheibe Toast ein Genussmittel ist (da außer leeren KH und bissl Fett nix drin ist) und kein Nahrungsmittel.
DU BIST WAS DU ISST! So sehe ich das. Ich esse viele KH und auch sehr gerne, aber es muss schon Vollkorn (am liebsten Dinkel oder Hafer) sein. Ich denke schon, dass man sich so auch gut im Griff haben kann, wenn man sich mal überlegt, WAS da eigentlich alles in dem ungesunden Zeug drin ist. Dass Glutamat in Fertiggerichten und Chips z. B. Nervenkrankheiten fördert und erwiesenermaßen ja auch zu Fressanfällen führt, da man nicht mehr aufhören kann.

Ich muss momentan aufgrund eines Hefepilzes auf Zucker und Obst und weitestgehend auf KH verzichten. Da kriegt man nochmal ein anderes Verhältnis zu Lebensmitteln. Ich habe beispielsweise seit fast 5 Jahren kein Nutella mehr gekauft, weil ich weiß, dass ich dann das ganze Glas aufessen würde. Jetzt hab ich mir aus der Not heraus (weil man ja einfach mal was süßes schmecken möchte und bestimmte Zuckeraustauschstoffe wie Isomalt oder Sorbit während meiner Kur auch verboten sind) aus Haselnussmus (Reformhaus), reinem Kakaopulver und Süßstoff eine Art Nutellaersatz gemacht. Wenn ich Lust auf was Süßes hab, bestreiche ich mir eine halbe Reiswaffel damit und es genügt mir völlig.
Ich würde soweit gehen, zu sagen, dass Zucker einen auch zu Fressattacken verleitet.
So wie es schon erwähnt wurde: ein kompletter Verzicht auf etwa Schokolade ist einfacher, als nur ein Stück zu essen.

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28. Juli 2010 um 20:30


geht mir auch so.
Gegen käufliche Versuchungen an der Ecke bin ich auch immun.
Kann bloß dem Essen nicht wiederstehen, was sowieso im Haus vorhanden ist.

Hab bloß ein paar gesunde Freundinnen, die kaufen sich extrem oft was, und ich kann es einfach nicht verstehen.
Vielleicht sind die ja essgestörter als ich, weil die einfach nicht drüber nachdenken, was für Mengen an Mist die sich so reinziehen.

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28. Juli 2010 um 20:45
In Antwort auf friede_12375283

Naja, man muss sich die gesunde Ernährung schon wert sein!
Also ich bin da geteilter Meinung. Fastfood war z. B. noch nie eine Versuchung für mich (liegt viell. auch daran, dass ich Vegetarierin bin), aber seit bestimmt 5 Jahren esse ich z. B. auch keine Weißmehlprodukte mehr. Man muss sich mal bewusst werden, dass z. B. eine Scheibe Toast ein Genussmittel ist (da außer leeren KH und bissl Fett nix drin ist) und kein Nahrungsmittel.
DU BIST WAS DU ISST! So sehe ich das. Ich esse viele KH und auch sehr gerne, aber es muss schon Vollkorn (am liebsten Dinkel oder Hafer) sein. Ich denke schon, dass man sich so auch gut im Griff haben kann, wenn man sich mal überlegt, WAS da eigentlich alles in dem ungesunden Zeug drin ist. Dass Glutamat in Fertiggerichten und Chips z. B. Nervenkrankheiten fördert und erwiesenermaßen ja auch zu Fressanfällen führt, da man nicht mehr aufhören kann.

Ich muss momentan aufgrund eines Hefepilzes auf Zucker und Obst und weitestgehend auf KH verzichten. Da kriegt man nochmal ein anderes Verhältnis zu Lebensmitteln. Ich habe beispielsweise seit fast 5 Jahren kein Nutella mehr gekauft, weil ich weiß, dass ich dann das ganze Glas aufessen würde. Jetzt hab ich mir aus der Not heraus (weil man ja einfach mal was süßes schmecken möchte und bestimmte Zuckeraustauschstoffe wie Isomalt oder Sorbit während meiner Kur auch verboten sind) aus Haselnussmus (Reformhaus), reinem Kakaopulver und Süßstoff eine Art Nutellaersatz gemacht. Wenn ich Lust auf was Süßes hab, bestreiche ich mir eine halbe Reiswaffel damit und es genügt mir völlig.
Ich würde soweit gehen, zu sagen, dass Zucker einen auch zu Fressattacken verleitet.
So wie es schon erwähnt wurde: ein kompletter Verzicht auf etwa Schokolade ist einfacher, als nur ein Stück zu essen.

Hmpf
ich glaube unbewusst lebe ich auch danach, bloß wenn ich depressiv drauf bin oder mich selbst grad nicht mag, dann esse ich auch Sachen, die ich auch verabscheue, oder umgekehrt wenn ich sowas esse geht es mir immer ziemlich scheiße.

Fastfood habe ich noch nie gebraucht, und Vegetarierin bin ich auch, außer dass ich bei Fressflashs mal gelatinehaltige Süßigkeiten esse und mich jedesmal so dafür hasse.
Und Vollkorn esse ich sowieso fast immer, außer beim Ausgehen das Weißbrot zum Salat, was ich aber auch immer häufiger vermeide.
So vieles gesundes ist mir schon so selbstverständlich geworden, und eigentlich weiß ich, was das alles für ein Mist ist, aber bei FAs bin ich doch immer wieder drauf reingefallen.

Ich hab ja jetzt beschlossen, dass ich die gesunde Ernährung wirklich ohne solche Ausnahmen durchziehe, und ihr bestärkt mich noch darin.

Sowas pilzdiätähnliches habe ich auch schonmal gemacht, ungefähr zwei Wochen, aber ich habe es als Radikaldiät missbraucht, einfach deswegen, weil es mir so leicht fiel, ohne süße Nahrung war mein Heißhunger einfach komplett weg. Bis ich mir dann eine Ausnahme gönnen wollte und erst zu viel Obst gegessen habe und hinterher Käse mit Schokolade. Und dann kam der richtige Heißhunger...
Habs auch heute wieder beobachtet, mit zuviel Obst komme ich nicht so gut klar. Hab dann einfach abends kein obst mehr gegessen, sondern Vollkornbrot mit Tomaten und Ziegenkäse und jetzt geht es mir wieder gut, Hunger und Gier nach sehr viel Süßem ist weg.

Dein "Nutella" weckt Kindheitserinnerungen in mir, sowas ähnliches nur mit Honig statt mit Süßstoff hatten wir früher auch, damals in der guten alten Zeit, als meine Mutter es noch geschafft hat, das Haus komplett zuckerfrei zu halten.
und Pistazienaufstrich und Tomatenaufstrich und alles mögliche. Lauter selbst gemachte Leckereien. Eigentlich schade, dass wir jetzt so inkonsequent sind und mein Vater dazu noch Unmengen an Süßigkeiten hortet aus Protest gegen den Gesundheitswahn bei uns.

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29. Juli 2010 um 11:57
In Antwort auf zuckerengelchen

Hmpf
ich glaube unbewusst lebe ich auch danach, bloß wenn ich depressiv drauf bin oder mich selbst grad nicht mag, dann esse ich auch Sachen, die ich auch verabscheue, oder umgekehrt wenn ich sowas esse geht es mir immer ziemlich scheiße.

Fastfood habe ich noch nie gebraucht, und Vegetarierin bin ich auch, außer dass ich bei Fressflashs mal gelatinehaltige Süßigkeiten esse und mich jedesmal so dafür hasse.
Und Vollkorn esse ich sowieso fast immer, außer beim Ausgehen das Weißbrot zum Salat, was ich aber auch immer häufiger vermeide.
So vieles gesundes ist mir schon so selbstverständlich geworden, und eigentlich weiß ich, was das alles für ein Mist ist, aber bei FAs bin ich doch immer wieder drauf reingefallen.

Ich hab ja jetzt beschlossen, dass ich die gesunde Ernährung wirklich ohne solche Ausnahmen durchziehe, und ihr bestärkt mich noch darin.

Sowas pilzdiätähnliches habe ich auch schonmal gemacht, ungefähr zwei Wochen, aber ich habe es als Radikaldiät missbraucht, einfach deswegen, weil es mir so leicht fiel, ohne süße Nahrung war mein Heißhunger einfach komplett weg. Bis ich mir dann eine Ausnahme gönnen wollte und erst zu viel Obst gegessen habe und hinterher Käse mit Schokolade. Und dann kam der richtige Heißhunger...
Habs auch heute wieder beobachtet, mit zuviel Obst komme ich nicht so gut klar. Hab dann einfach abends kein obst mehr gegessen, sondern Vollkornbrot mit Tomaten und Ziegenkäse und jetzt geht es mir wieder gut, Hunger und Gier nach sehr viel Süßem ist weg.

Dein "Nutella" weckt Kindheitserinnerungen in mir, sowas ähnliches nur mit Honig statt mit Süßstoff hatten wir früher auch, damals in der guten alten Zeit, als meine Mutter es noch geschafft hat, das Haus komplett zuckerfrei zu halten.
und Pistazienaufstrich und Tomatenaufstrich und alles mögliche. Lauter selbst gemachte Leckereien. Eigentlich schade, dass wir jetzt so inkonsequent sind und mein Vater dazu noch Unmengen an Süßigkeiten hortet aus Protest gegen den Gesundheitswahn bei uns.

Oh, auch eine Gesundheitsfamily wa??
Bin auch so groß geworden. Meine Eltern hab nach dem Prinzip der Vollwertkost gelebt in meinen ersten Lebensjahren. Süßigkeiten gab es bei uns nie, bestenfalls mal ein bisschen Studentenfutter. Ganz richtig finde ich das aber auch nicht, weil ich natürlich ab der Grundschule Süßigkeiten in perversen Mengen in mich reingestopft habe, einfach deshalb, weil es so neu für mich war und so verboten.
Ich hab mir da so meine Gedanken zu meiner Ernährung gemacht und bin davon überzeugt, dass die Macht der Gedanken eine erhebliche Rolle bei der Fetteinlagerung spielt. Klingt verrückt, aber Beispiel: wenn ich z. B. 100g stinknormale Doppelkekse esse, haben die in etwa genauso viele Kalorien, wie 100g Dinkelvollkornkekse mit Zartbitterschokolade. Ich erachte aber die Dinkelkekse als gesünder, sprich, ich esse sie mit besserem Gewissen. Und ich glaube, dass Dinge, die man mit gutem Gewissen isst, nicht so schnell ansetzten wie Dinge, die einem während des Verzehrs schon Kopfschmerzen und Sorgen bereiten! Klingt das jetzt irre??
Habe das aber tatsächlich bei mir beobachten können: wenn ich mich (meiner Auffassung nach) richtig ernähre, komme ich mit meinen ganzen Nüssen (ich liebe Nüsse) und großen Mengen an Müsli auch auf bestimmt 1600 bis 2300 Kalorien am Tag (schwankt oft, wie gesagt, liegt an den Nüssen). Aber ich nehme davon nicht so sehr zu, wie wenn ich auf die Kalorien achte und mir ein Limit von 1600 setze und dabei auch Industriefutter esse.

Weil du die gelatinehaltigen Süßigkeiten angesprochen hast: bei der Firma "Seitenbacher" kann man auf der Homepage ganz tolle Fruchthütchen bestellen. Die sind aus Apfeldicksaft, anderen Früchten und völlig vegan. Sie schmecken sehr gut und eine Tüte enthält auch nur 100g (is ja bei uns Essgestörten oft so, dass wir alles packungsweise essen )

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29. Juli 2010 um 11:58
In Antwort auf zuckerengelchen

Hmpf
ich glaube unbewusst lebe ich auch danach, bloß wenn ich depressiv drauf bin oder mich selbst grad nicht mag, dann esse ich auch Sachen, die ich auch verabscheue, oder umgekehrt wenn ich sowas esse geht es mir immer ziemlich scheiße.

Fastfood habe ich noch nie gebraucht, und Vegetarierin bin ich auch, außer dass ich bei Fressflashs mal gelatinehaltige Süßigkeiten esse und mich jedesmal so dafür hasse.
Und Vollkorn esse ich sowieso fast immer, außer beim Ausgehen das Weißbrot zum Salat, was ich aber auch immer häufiger vermeide.
So vieles gesundes ist mir schon so selbstverständlich geworden, und eigentlich weiß ich, was das alles für ein Mist ist, aber bei FAs bin ich doch immer wieder drauf reingefallen.

Ich hab ja jetzt beschlossen, dass ich die gesunde Ernährung wirklich ohne solche Ausnahmen durchziehe, und ihr bestärkt mich noch darin.

Sowas pilzdiätähnliches habe ich auch schonmal gemacht, ungefähr zwei Wochen, aber ich habe es als Radikaldiät missbraucht, einfach deswegen, weil es mir so leicht fiel, ohne süße Nahrung war mein Heißhunger einfach komplett weg. Bis ich mir dann eine Ausnahme gönnen wollte und erst zu viel Obst gegessen habe und hinterher Käse mit Schokolade. Und dann kam der richtige Heißhunger...
Habs auch heute wieder beobachtet, mit zuviel Obst komme ich nicht so gut klar. Hab dann einfach abends kein obst mehr gegessen, sondern Vollkornbrot mit Tomaten und Ziegenkäse und jetzt geht es mir wieder gut, Hunger und Gier nach sehr viel Süßem ist weg.

Dein "Nutella" weckt Kindheitserinnerungen in mir, sowas ähnliches nur mit Honig statt mit Süßstoff hatten wir früher auch, damals in der guten alten Zeit, als meine Mutter es noch geschafft hat, das Haus komplett zuckerfrei zu halten.
und Pistazienaufstrich und Tomatenaufstrich und alles mögliche. Lauter selbst gemachte Leckereien. Eigentlich schade, dass wir jetzt so inkonsequent sind und mein Vater dazu noch Unmengen an Süßigkeiten hortet aus Protest gegen den Gesundheitswahn bei uns.

Oh, auch eine Gesundheitsfamily wa??
Bin auch so groß geworden. Meine Eltern hab nach dem Prinzip der Vollwertkost gelebt in meinen ersten Lebensjahren. Süßigkeiten gab es bei uns nie, bestenfalls mal ein bisschen Studentenfutter. Ganz richtig finde ich das aber auch nicht, weil ich natürlich ab der Grundschule Süßigkeiten in perversen Mengen in mich reingestopft habe, einfach deshalb, weil es so neu für mich war und so verboten.
Ich hab mir da so meine Gedanken zu meiner Ernährung gemacht und bin davon überzeugt, dass die Macht der Gedanken eine erhebliche Rolle bei der Fetteinlagerung spielt. Klingt verrückt, aber Beispiel: wenn ich z. B. 100g stinknormale Doppelkekse esse, haben die in etwa genauso viele Kalorien, wie 100g Dinkelvollkornkekse mit Zartbitterschokolade. Ich erachte aber die Dinkelkekse als gesünder, sprich, ich esse sie mit besserem Gewissen. Und ich glaube, dass Dinge, die man mit gutem Gewissen isst, nicht so schnell ansetzten wie Dinge, die einem während des Verzehrs schon Kopfschmerzen und Sorgen bereiten! Klingt das jetzt irre??
Habe das aber tatsächlich bei mir beobachten können: wenn ich mich (meiner Auffassung nach) richtig ernähre, komme ich mit meinen ganzen Nüssen (ich liebe Nüsse) und großen Mengen an Müsli auch auf bestimmt 1600 bis 2300 Kalorien am Tag (schwankt oft, wie gesagt, liegt an den Nüssen). Aber ich nehme davon nicht so sehr zu, wie wenn ich auf die Kalorien achte und mir ein Limit von 1600 setze und dabei auch Industriefutter esse.

Weil du die gelatinehaltigen Süßigkeiten angesprochen hast: bei der Firma

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30. Juli 2010 um 9:29
In Antwort auf friede_12375283

Oh, auch eine Gesundheitsfamily wa??
Bin auch so groß geworden. Meine Eltern hab nach dem Prinzip der Vollwertkost gelebt in meinen ersten Lebensjahren. Süßigkeiten gab es bei uns nie, bestenfalls mal ein bisschen Studentenfutter. Ganz richtig finde ich das aber auch nicht, weil ich natürlich ab der Grundschule Süßigkeiten in perversen Mengen in mich reingestopft habe, einfach deshalb, weil es so neu für mich war und so verboten.
Ich hab mir da so meine Gedanken zu meiner Ernährung gemacht und bin davon überzeugt, dass die Macht der Gedanken eine erhebliche Rolle bei der Fetteinlagerung spielt. Klingt verrückt, aber Beispiel: wenn ich z. B. 100g stinknormale Doppelkekse esse, haben die in etwa genauso viele Kalorien, wie 100g Dinkelvollkornkekse mit Zartbitterschokolade. Ich erachte aber die Dinkelkekse als gesünder, sprich, ich esse sie mit besserem Gewissen. Und ich glaube, dass Dinge, die man mit gutem Gewissen isst, nicht so schnell ansetzten wie Dinge, die einem während des Verzehrs schon Kopfschmerzen und Sorgen bereiten! Klingt das jetzt irre??
Habe das aber tatsächlich bei mir beobachten können: wenn ich mich (meiner Auffassung nach) richtig ernähre, komme ich mit meinen ganzen Nüssen (ich liebe Nüsse) und großen Mengen an Müsli auch auf bestimmt 1600 bis 2300 Kalorien am Tag (schwankt oft, wie gesagt, liegt an den Nüssen). Aber ich nehme davon nicht so sehr zu, wie wenn ich auf die Kalorien achte und mir ein Limit von 1600 setze und dabei auch Industriefutter esse.

Weil du die gelatinehaltigen Süßigkeiten angesprochen hast: bei der Firma "Seitenbacher" kann man auf der Homepage ganz tolle Fruchthütchen bestellen. Die sind aus Apfeldicksaft, anderen Früchten und völlig vegan. Sie schmecken sehr gut und eine Tüte enthält auch nur 100g (is ja bei uns Essgestörten oft so, dass wir alles packungsweise essen )

Jap, wir waren auch Vollwertköstler
in der Grundschulzeit habe ich auf jedem Kindergeburtstag gegessen, was nur ging, bei meiner Oma alles gegessen, was ich kriegen konnte, und später auf dem Gymnasium auch mal selber was gekauft. Klar, dass dann schon ein gestörtes Verhältnis zu Süßigkeiten entstehen konnte, ich aß die immer nur heimlich, immer in Mengen auf einmal, und lange Zeit nichts. Und dabei wusste ich eigentlich genau, dass das alles ziemlich schädlich ist.

Vielleicht sind Kinder aus Vollwerternährung sogar noch gefährdeter für ES, einfach weil sie kein gelassenes Verhältnis zum Essen entwickeln können. Ich habe mich ja sogar mit meinen Freundinnen gestritten, ob man ohne Zucker leben kann.
Und mich da schon zum Außenseiter essenstechnisch gemacht, da war hinterher der Schritt nicht groß, noch ein paar zusätzliche Unterschiede einzubauen.
Obwohl ich mich zwischendurch ja mal total anpassen wollte, regelmäßig Süßigkeiten essen wie jeder andere auch. Wollte nicht mehr immer Außenseiter sein.
Und doch bin ich schlimmer geworden, mache mich jetzt schon in meiner eigenen Familie zum Außenseiter.

Wenn du irre klingst, dann ich auch, tatsächlich definiere ich die gesunden Kalorien aus Nüssen und Sonnenblumenkernen nicht als FA, zähle sie meist nicht mal, also wenn ich nicht gerade ganz ganz wenig esse. Und nehme dávon auch kaum zu.
Von Süßigkeiten lagere ich direkt ein paar Kilo Wasser ein und werd davon langfristig auch in echt dicker.

Hab mal bei Seitenbacher geguckt, aber mmh, im Alltag mag ich ja gar kein Gummizeugs, und zum einfach reinfressen sind die Dinger zu schade und zu teuer. Für eine Packung würde es sich sowieso nicht lohnen mit dem Versand, und wenn ich mehr bestelle, dann esse ich auch leicht mehrere Packungen auf.
Aber hab jetzt immerhin im Supermarkt vegetarische Gelee-Früchte gefunden (ja, hab leider gestern doch wieder gefressen wegen Stress), die zwar gezuckert sind, aber immerhin nur mit Agar-agar geliert und nicht so teuer, und irgendwie reizen mich zum Fressen verbotene Sachen mehr als erlaubte, und hier war ja der Zucker verboten, Nüsse hätten in der Situation nicht gewirkt, die sind zu erlaubt. Klingt das jetzt irr?
Aargh, hab ich doch mein Geld für so was eingesetzt, obwohl ich gestern noch behauptet habe, dafür ist es mir zu schade. Naja, muss ich durch.

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30. Juli 2010 um 10:24
In Antwort auf zuckerengelchen

Jap, wir waren auch Vollwertköstler
in der Grundschulzeit habe ich auf jedem Kindergeburtstag gegessen, was nur ging, bei meiner Oma alles gegessen, was ich kriegen konnte, und später auf dem Gymnasium auch mal selber was gekauft. Klar, dass dann schon ein gestörtes Verhältnis zu Süßigkeiten entstehen konnte, ich aß die immer nur heimlich, immer in Mengen auf einmal, und lange Zeit nichts. Und dabei wusste ich eigentlich genau, dass das alles ziemlich schädlich ist.

Vielleicht sind Kinder aus Vollwerternährung sogar noch gefährdeter für ES, einfach weil sie kein gelassenes Verhältnis zum Essen entwickeln können. Ich habe mich ja sogar mit meinen Freundinnen gestritten, ob man ohne Zucker leben kann.
Und mich da schon zum Außenseiter essenstechnisch gemacht, da war hinterher der Schritt nicht groß, noch ein paar zusätzliche Unterschiede einzubauen.
Obwohl ich mich zwischendurch ja mal total anpassen wollte, regelmäßig Süßigkeiten essen wie jeder andere auch. Wollte nicht mehr immer Außenseiter sein.
Und doch bin ich schlimmer geworden, mache mich jetzt schon in meiner eigenen Familie zum Außenseiter.

Wenn du irre klingst, dann ich auch, tatsächlich definiere ich die gesunden Kalorien aus Nüssen und Sonnenblumenkernen nicht als FA, zähle sie meist nicht mal, also wenn ich nicht gerade ganz ganz wenig esse. Und nehme dávon auch kaum zu.
Von Süßigkeiten lagere ich direkt ein paar Kilo Wasser ein und werd davon langfristig auch in echt dicker.

Hab mal bei Seitenbacher geguckt, aber mmh, im Alltag mag ich ja gar kein Gummizeugs, und zum einfach reinfressen sind die Dinger zu schade und zu teuer. Für eine Packung würde es sich sowieso nicht lohnen mit dem Versand, und wenn ich mehr bestelle, dann esse ich auch leicht mehrere Packungen auf.
Aber hab jetzt immerhin im Supermarkt vegetarische Gelee-Früchte gefunden (ja, hab leider gestern doch wieder gefressen wegen Stress), die zwar gezuckert sind, aber immerhin nur mit Agar-agar geliert und nicht so teuer, und irgendwie reizen mich zum Fressen verbotene Sachen mehr als erlaubte, und hier war ja der Zucker verboten, Nüsse hätten in der Situation nicht gewirkt, die sind zu erlaubt. Klingt das jetzt irr?
Aargh, hab ich doch mein Geld für so was eingesetzt, obwohl ich gestern noch behauptet habe, dafür ist es mir zu schade. Naja, muss ich durch.

Oh ja - essenstechnischer Außenseiter is mir auch bekannt!
Im Kindergarten haben sie immer "Körnerfresser" zu mir gesagt, weil ich da mit meinem geschroteten Getreide und Schlagsahne saß. In der Grundschule hab ich dann mit meiner besten Freundin getauscht: sie hat mein Rohkostgemüse bekommen und ich ihre Schokoriegel! Ich denke auch, dass wir tatsächlich durch diese Erziehung anfälliger für ES sind, weil Süßigkeiten immer etwas besonderes für uns waren / sind. Ich habe es nie geschafft, Maß zu halten, wenn ich Süßigkeiten in die Finger bekommen habe. Entweder ganz oder gar nicht, wie du bereits erwähnt hast. Nur ein Stückchen von der 300g-Tafel Schokolade? Undenkbar! Weg mit dem ganzen Ding, egal wie übel einem danach ist...
Andererseits würde ich jetzt wahrscheinlich auch nicht so viele Vollkornprodukte essen, wenn meine Eltern mich nicht auch darauf gebracht hätten. Nach meiner Rebellionsphase in der Jugend, wo ich ausschließlich Weißbrot und Süßigkeiten und Pizza gegessen habe, bin ich mit Anfang 20 von ganz allein wieder zur gesunden Ernährung zurückgekehrt.

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