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Alles dreht sich nur ums Essen

13. November 2014 um 17:29 Letzte Antwort: 8. November 2015 um 16:38



Hallo meine Lieben, ich habe ein großes Problem, das meinen Alltag momentan zum Kampf macht: Ich bin ganz offensichtlich in eine Essstörung hineingerutscht, der ich aktuell nicht beizukommen im Stande bin! Alles fing ganz harmlos an, als ich vor einem Jahr ein paar Kilo loswerden wollte (damals hatte ich eine normale Figur und ein gut eingespieltes und strukturiertes Essverhalten). Ziel war es lediglich einen komplett flachen Bauch zu bekommen, wozu ich nur etwa ein bis zwei Kilo verlieren und dadurch eine kleine Speckschicht abbauen wollte. Also beschäftigte ich mich mit dem für mich absolut neuen Thema Kalorien und Abnehmen. Ich begann gegen die Signale meines Körpers anzukämpfen (ignorierte mein Hungergefühl, schränke die Nahrungsaufnahme ein und zählte Kalorien), außerdem trieb ich viel zusätzlichen Sport. Ich hatte alles soweit im Griff, bekam bald Komplimente und war mit meinem Erfolg zufrieden. Allerdings geriet die Sache aus den Fugen und ich nahm weiter ab, zügelte mich immer weiter und verschwendete mehr und mehr Gedanken an Essen, Kalorien und das Erreichen eines Defizits. Meine Tage begann ich in erfolgreich und nicht erfolgreich einzuteilen, je nachdem wie viele Kalorien ich verbraucht und zu mir genommen hatte. Durch mein zwischenzeitliches Untergewicht und meine ungenügende und mangelhafte Ernährung stellten sich Fressanfälle und Heißhungerattacken ein, denen ich nicht mehr beikomme und die ich versuche durch Bewegung und Fasten auszugleichen. In meinem Alltag dreht sich mittlerweile alles nur noch um Essen und ich bin in Gedanken ständig mit Kalorien und dem Planen von Mahlzeiten beschäftigt. Teilweise grenze ich mich selbst aus der Gesellschaft aus, da ich ständig das Gefühl habe Sport treiben zu müssen und nicht mit anderen Essen gehen zu können, da ich, meinen Berechnungen zufolge, mein Kalorienkontingent bereits ausgeschöpft habe. Sosehr ich auch versuche, diese Gedankenströme zu unterdrücken, es gelingt mir nicht ....
Ich bin mir darüber vollkommen im Klaren, dass ich mir damit nichts Gutes tue und komme dem Problem dennoch nicht bei, obwohl ich mir ständig vornehme wieder eine geregelte Struktur in mein Essverhalten zu bringen. Ich wünsche mir nichts weiter, als die ständigen Gedanken an Essen loszuwerden und wieder dorthin zurückzukehren, wo ich vor einem Jahr stand. Mein Leben war so viel einfacher, entspannter und glücklicher, als ich noch nicht wusste, welche Nährwerte welches Lebensmittel hat und was ich durch welche Betätigung an Kalorien verbrauche. Ich möchte mich so gerne wieder durch die Signale und Bedürfnisse meines Körpers leiten lassen, ohne diese ständige Selbstkontrolle.

Gibt es irgendjemanden, der ähnliches hinter sich hat und einen Weg gefunden hat, dem zu entrinnen und wieder frei und entspannt zu leben? Ich wäre sehr dankbar für Tipps und Erfahrungen jeglicher Art, da ich langsam an meinem Problem zu verzweifle!

In der Hoffnung auf zahlreiche Antworten, Caro

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22. November 2014 um 8:31

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Hast du schon mal beim Thema Gesundheit - Essstörungen, ... Vorbeigeschaut? Vielleicht hats ha was hilfreiches dabei. Ich wünsche dir viel Kraft, du schaffst das!)

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8. November 2015 um 16:38

Hallo Caro,
mir geht es zur Zeit ähnlich wie dir!
Ich versuche es zur Zeit so, dass ich mich an den "normalen Tagen" Low Carb und gesund satt esse (bei etwa 1700 kcal) und dann, wenn ich mal wieder weg gehe oder richtig Appetitt habe, das esse worauf ich Lust habe und extra nicht rechne.
Aber ich selbst komme momentan auch noch nicht 100%ig klar und habe auch permanent ein schlechtes Gewissen. Ich hoffe, dass ich mir das schlechte Gewissen und dieses ständige Rechnen und Nachdenken übers Essen genau so schnell wieder abgewöhne, wie ich es mir vor 6 Monaten angewöhnt habe.

Probier doch einfach langsam immer 1 was zu ändern. So z.B. dir 100 Kcal am Tag mehr zu gewähren oder 1 Mal in der Woche eine Mahlzeit o.ä. einzubauen, die sonst "verboten" sind. Und steigere das dann so weit bis zu sagst, dass du langfristig damit glücklich sein kannst.

Falls das nicht klappt, solltest du dir ernsthaft Gedanken über professionelle Hilfe machen. Denn ich selbst würde mich als essgestört einschätzen und bei dir ist das ganze noch etwas ausgeprägter als bei mir.

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