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Allergie oder Essstörung?

8. April 2010 um 19:05 Letzte Antwort: 8. April 2010 um 22:27

Hallo, ich grübel jetzt schon seit längerem darüber nach, was ich eigentlich habe.
ich bin normalgewichtig (BMI 21,5), aber ich kann einfach nicht normal essen, entweder ich esse nur ein fünftel von dem was andere essen, oder fünfmal soviel.
Besser fühle ich mich, wenn ich extrem wenig esse, und hauptsächlich Gemüse, Kräuter und ein kleines bisschen Obst, Reis oder Kartoffeln.
Dann fühle ich mich topfit, habe gute Laune und treibe viel Sport, mir gehts dann einfach super, außer dass ich ein bisschen Hunger habe.

Wenn ich aber dann denke, das ist nicht gesund, ich darf mich zumindest satt essen, oder jemand anderes mir was zu essen anbietet, dann weiß ich nicht, wo die Grenze liegt. Ich kenne kein wohliges Sättigungsgefühl.
Wenn ich also eine normale Mahlzeit gegessen habe, dann kann ich nicht mehr aufhören zu essen, stofp immer mehr in mich hinein, und irgendwann gehe ich zu Schokolade über.
Zu dem Zeitpunkt habe ich dann meist schon Bauchschmerzen, Seitenstiche und Blähungen, und es geht mir einfach schlecht.
An Sport ist dann nicht mehr zu denken, meist kann ich mich nicht mal zu Alltagstätigkeiten aufraffen, ziehe mich von anderen Menschen zurück, weil ich schlechte Laune habe, und werde depressiv.
Auch mein Gesicht wirkt dann plump und aufgedunsen und meine Haut wirkt schlechter.
Durch die Blähungen fühle ich mich fett, außerdem habe ich zu nichts Lust und halte alles für sinnlos. Einschlafen kann ich dann auch nicht und hänge die halbe nacht am Computer, und am nächsten Morgen bin ich verkatert und noch depressiver.

Meine Überlegung ist ja, dass ich gegen irgendwas im normalen Essen allergisch bin und deshalb instinktiv weiteresse, um das möglichst schnell durchzuschieben.
Solche Fressanfälle kriege ich nach fettigem Essen, nach Käse, nach Tomaten, nach manchen Obstsorten und im Prinzip nach fast allen von anderen zubereiteten Mahlzeiten.
Wenn ich mir selber ein bisschen Gemüse mache und wirklich nur das esse, selbst wenn ich noch ein bisschen Hunger habe, geht es mir gut.

Aber das ist eben gerade, wenn ich an meine sozialen Kontakte denke, eine ziemlich blöde Situation.
Wenn ich so essen würde, wie es mir gut tut, würde ich abnehmen und krieg ständig vorgehalten, ich sei zu dünn (hatte ich schon mal), außerdem könnte ich dann ja nie mal gemütlich mit anderen was essen, und wenn ich mitesse, dann krieg ich nur schlechte laune und hab da auch nix von.

Was meint ihr, was ich habe, und was soll ich dagegen tun?

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8. April 2010 um 22:27

...
Ok, klingt schon plausibel mit der Begründung, dass es nicht unbedingt eine Allergie sein muss, aaber:
Als kind bekam ich sehr häufig Magengrippe, und zwar immer, wenn ich auf irgendeiner Party war, also den ganzen Kram gegessen habe, den ich sonst nicht kriegte. Einmal, da kann ich mich noch ganz genau erinnern, habe ich einen Käse zum Geburtstag geschenkt bekommen und recht viel davon gegessen, und danach konnte ich drei tage gar nichts bei mir behalten. Eine Milchallergie wurde auch tatsächlich damals mal bei mir diagnostiziert, aber ich hatte halt immer gehofft, die wäre mal irgendwann verschwunden.
Gut, es kann natürlich sein, dass die Partys immer zu viel psychischer Stress für mich waren.

Ich beschließe ja regelmäßig, dass ich gesund sein will und einfach mit den anderen mitesse, aber jedesmal endet es im großen Fressen und anschließend noch ganz viel Schokolade hinterher, echt zum verrückt werden.
Das mit dem Abstufen fällt mir eben extrem schwer.

Fisch esse ich nicht, da ich Vegetarierin bin, und bei Soja fallen mir irgendwie nur fettige Pfannengerichte ein, die zwar an sich echt lecker sind, aber mir eben nicht gut bekommen.
Ich habe mir aber jetzt überlegt, mir wieder Linsen zu keimen, da hab ich dann auch Eiweiß drin und von denen weiß ich, dass ich die vertrage.

Wenn andere etwas zubereiten, dann sind da immer so viele unterschiedliche Sachen drin, das krieg ich nur runter, wenn ich in den Fressmodus schalte und einfach ohne zu denken reinstopfe, am besten wenn ich gerade am lesen bin und nicht darauf achte, was ich esse.
Bewusst genießen kann ich da irgendwie nicht, das ist dann eher Augen zu und durch.
Ich ess ja lieber alle Zutaten einzeln und kombiniere nur bestimmte Sachen miteinander

ok das mit dem an Gemüse oder so mal sattessen kann ich ja mal ausprobieren. Ich hoffe das übersteh ich, weil wenn ich zuviel gegessen habe, dann finde ich einfach keinen Schluss mehr, aber ich muss es ja mal lernen.
Ich kann zwar auch Normalgewicht halten, wenn sich Fressen und verzichten abwechseln, aber ist ja fürs Wohlbefinden nicht so dolle.

Das mit dem Genießen muss ich echt noch lernen, denn ich bin ja immer in den Extremen, und da fehlt der Genuss so ziemlich.

Und ich muss lernen, wie das mit dem Sättigungsgefühl geht, denn wenn ich mir erlaube, zu essen, bis ich satt bin, dann stopfe und stopfe ich und wundere mich, warum es nicht kommt, bis ich plötzlich total überfüllt bin, dann ist mir zum Beispiel eine Pizza zuwenig, die ich im Gemüsemodus kaum angerührt hätte.

Wenn ich fast nur Rohkost esse und allenfalls ein bisschen gebackenes Gemüse, dann spüre ich so einigermaßen ein Sättigungsgefühl, und es tut mir auch ganz gut, aber Rohköstler sind ja immer Außenseiter

Was mir bekommt, ist ja auch die Kombi Obst mit Schokolade, und damit nehme ich auch weder ab noch zu, aber langfristig fehlt halt etwas Eiweiß, und ich werd bei solch einer Ernährung komplett für bescheuert erklärt.

Was meinst du, von welcher Seite komm ich eher in eine Normalkost?
Wenn ich bei der Allesfressundstopfphase immer mehr reduziere, bis ich fast normal esse, oder wenn ich bei Rohkost und Wenigessen immer mehr anderes Dabeitue?
Das ständige Wechseln macht mich nämlich fast wahnsinnig.

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