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Alleine wohnen & essstörung?

12. Januar 2012 um 14:07 Letzte Antwort: 18. Januar 2012 um 11:31

hey.
ich wohne seit ca 4 monaten nicht mehr zuhause, sondern in einer wg... dort belastet es mich aber natürlich, vor anderen kochen/essen zu müssen und kann auch nicht an den gemeinschaftseinkäufen/kochaktionen teilnehmen, weil ich entweder nicht einfluss drauf habe, was alles ins essen kommt, oder aber die kontrolle verliere...
genauso ist es, wenn ich alleine zuhause bin: ich versuche zwar für mich gesund einzukaufen, meine mitbewohner kaufen jedoch auch für mich verlockende und Fa-auslösende sachen... die nehme ich dann manchmal und kaufe sie später nach...
nun habe ich vor, in eine eigene wohnung zu ziehen, um diese probleme nicht mehr zu haben (und auch sonst stressfreier zu leben)... was meint ihr dazu? würde mich sehr über eine antwort von euch freuen.... =)

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12. Januar 2012 um 14:20

Alleine wohnen
halte ich nicht förderlich für einen Heilungsprozess. Man kommt nur aus dem Teufelskreis einer ES raus, wenn man sich den normalen Essgewohnheiten "unterordnen" muss. Allein kannst du essen was du willst und hast weniger Stress - allerdings fällt dann auch keinem auf, wenn du noch tiefer reinrutschst...

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12. Januar 2012 um 14:30
In Antwort auf friede_12375283

Alleine wohnen
halte ich nicht förderlich für einen Heilungsprozess. Man kommt nur aus dem Teufelskreis einer ES raus, wenn man sich den normalen Essgewohnheiten "unterordnen" muss. Allein kannst du essen was du willst und hast weniger Stress - allerdings fällt dann auch keinem auf, wenn du noch tiefer reinrutschst...

Hmm
...das fällt so auch niemandem auf, tagsüber arbeiten meine mitbewohner und abends esse ich nie mit denen bzw koche auch nur, wenn sonst niemand in der küche ist... es stresst mich nur einfach ungemein.... :/
ich weiß nicht, wie ich das machen soll....

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12. Januar 2012 um 15:11

Ich denke
da auf bescheidene Weise anders drüber...

Gerade wenn man sich dem Essverhalten Anderer "unterordnet"(schön formuliert) kommt doch früher oder später ein Gefühl des fremdbestimmtseins auf was meiner Ansicht nach eher dazu führen könnte dass man den Drang zur Rebellion verspürt.(der freiheitsdrang ist der am stärksten ausgeprägte des Menschen)
Zudem kann ich doch nicht davon ausgehen dass die Mengen und Nahrungsmittel die für Andere passend erscheinen auch für meinen Körper zutreffend/ausreichend/richtig sind?!
Ein Freund sagte vor einer Weile zu mir "ICH kann dich nicht retten..."
Er meinte das überhaupt nicht böse,aber Er hatte leider Recht.
Auch Ich werde bald zum ersten Mal alleine wohnen und denke dass es einfach wichtig ist dass man irgendwann auch lernt alleine darauf achten zu können was für einen richtig ist denn:wenn ich das nicht weiss...wer bitte soll es mir dann sagen???Soll man sich das von jemand Fremden vorschreiben lassen?

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12. Januar 2012 um 18:01
In Antwort auf jacqui_11890878

Hmm
...das fällt so auch niemandem auf, tagsüber arbeiten meine mitbewohner und abends esse ich nie mit denen bzw koche auch nur, wenn sonst niemand in der küche ist... es stresst mich nur einfach ungemein.... :/
ich weiß nicht, wie ich das machen soll....

Kann dich total verstehen...
... aber aus Erfahrung: Alleine wohnen macht kränker. Als ich alleine gewohnt habe, ca, 3 1/2 Jahre hab ich mit so viel Scheiße angefangen, eben weils keiner mitbekommen hat. Nichts essen, zu viel essen, ABF nehmen etc.

Mit geht es besser seit ich mit meinem Freund zusammen lebe. Er zwingt mich nicht zum essen, aber versucht mich zu unterstützen, wenn es darum geht, die richtige Menge zu finden.

Ich kann da natürlich nur für mich sprechen und ich verstehe da auch den Stress den du hast. Nur zu gut. Vielleicht suchst du dir eine kleinere WG? MIt nur einem Mitbewohner, am besten einem Mann? Dem ist es dann vermutlich egal was du tust.

Und ansonsten, versuch damit klar zu kommen und vielleicht hiflt dir ja ein offenes Gespräch mit deinen Mitbewohnern?

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12. Januar 2012 um 19:56

Ich wohne alleine
Und es ist immer so eine Sache.
Ich habe keine regelmäßige Mahlzeitenstruktur, die mir andere vorgeben, aber dafür entfällt eben auch der Stress, den ich möglicherweise habe. Und nicht zu vergessen auch die unendliche Verfügbarkeit von Lebensmitteln.
Bei mir in der Wohnung habe ich nur Sachen, die da ohne Gefahr sein können, d.h. Gemüse und irgendwelche Grundnahrungsmittel, die ich erst kochen muss, bevor ich sie essen kann.
Klar kann ich jederzeit erbrechen, wie ich will, aber andererseits ist auch irgendwann Schluss, weil die Supermärkte schließen oder weil ich weiß, dass ich ein bisschen mit meinem Geld haushalten muss.
Ich habe immer wieder totale Absturztage, aber andererseits habe ich auch einen eigenen Rhytmus gefunden, mit dem ich ganz gut zurechtkomme, auch wenn da die Zeiteinteilung vielleicht manchmal etwas seltsam anmuten muss, weil ich zum Beispiel zur unglaublichen Nachteule geworden bin und nachts den Teil meiner Arbeit erledige, der sich zuhause machen lässt, oder tagsüber kaum esse und dafür um Mitternacht noch tolle Sachen koche (es ist auch deshalb für mich praktischer, weil ich oft nach dem normalen Essen Fressgier bekomme und wenn ich dann nicht mehr einkaufen kann, dann brauche ich sie nicht ausleben, und weil ich alleine bin, bekommt auch niemand meine schlechte Laune deswegen mit).

Andere beeinflussen mich sowohl positiv als auch negativ, an Weihnachten war ich zum Beispiel ein paar Tage bei meinen Eltern, davon habe ich drei Tage völlig normal und gesund gegessen, und dann habe ich mich zwei Tage in mein Zimmer eingesperrt und nur noch gefressen, weil ich den Stress nicht mehr ertragen habe.
Bei meinem Freund esse ich grundsätzlich normal.

Einmal habe ich ein Experiment gemacht und eine Freundin zu mir eingeladen, für vier Tage oder so, die auch eine Essstörung hat, und wir haben uns sehr zum Positiven beeinflusst, gemeinsam gegessen und wir hatten beide währenddessen keine Zwischenfälle, und wir konnten sehr viel und offen reden, was sehr gut getan hat, und hatten dadurch auch teilweise fröhliche Ausbrüche und angefangen, durchs Zimmer zu tanzen.
Mit ihr würde ich auch vermutlich in einer WG leben können, allerdings dann mit mehr als einem Zimmer, weil ich mich doch mit der Zeit sehr beengt fühlen würde.

Als ich einmal im Ausland wohnte, lebte ich in einer WG, wo ich gar nicht mit den Menschen zurechtkam, und es lief darauf hinaus, dass ich den ganzen Tag in der Stadt herumlief oder in der Sprachschule hockte, und wenn ich zuhause war, dann sperrte ich mich in mein Zimmer ein, das winzig war und stockduster, weil das Fenster zur Straße ging und meistens die Vorhänge davor.
Und als ich dann stattdessen zu Gast bei einer Freundin war in einer superschönen Wohnung, ging es mir ein paar Tage supergut, aber irgendwann stieg trotzdem mein Druck, und ich lief einen halben Tag in der Stadt herum, um endlich mal meine Ruhe zu haben, fraß mich voll und übergab mich dann irgendwo im Freien (oder war es die Bahnhofstoilette? ich weiß nicht mehr).

Wenn man irgendwann so süchtig nach seiner Krankheit ist, dann ist es glaube ich egal, wie genau die Wohnsituation ist.
Deshalb solltest du so entscheiden, wie du dich für dich am wohlsten fühlst, bzw fühlen würdest, wenn du gesund wärst.
Manche Menschen leben lieber allein, manche lieber in WGs. Und es kommt eben extrem auf die Menschen an, mit denen man zusammenlebt.

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13. Januar 2012 um 20:23

Ooh
vielen dank für eure antworten....=)
ja ich habe die gleiche hoffnung, @zuckerengelche, also dass ich gar nicht erst in versuchung komme, weil ich nur gesundes im haus habe... das klappte auch schon immer recht gut, wenn ich so mal alleine zuhaus war und für mich selbst einkaufte....
ich denke ich habe mich für die eigene wohnung entschieden
würde mich aber noch sehr über weitere erfahrungsberichte zu dem thema freuen einen schönen abend noch =)

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13. Januar 2012 um 20:50

Also ich zieh morgen um
in meine erste eigene Wohnung...
Ich werde berichten, ob ich es dort schaffe symptomfrei zu bleiben und wie ich so alleine klarkomme!

Mein Vorsatz ist auf jeden Fall, dass diese Wohnung "kotzfrei" bleibt!
Drückt mir die Daumen, dass ich es schaffe und endlich gesund werde...das ist mein größter Wunsch!

Liebste Grüße von Susi

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13. Januar 2012 um 21:21
In Antwort auf patchsu

Also ich zieh morgen um
in meine erste eigene Wohnung...
Ich werde berichten, ob ich es dort schaffe symptomfrei zu bleiben und wie ich so alleine klarkomme!

Mein Vorsatz ist auf jeden Fall, dass diese Wohnung "kotzfrei" bleibt!
Drückt mir die Daumen, dass ich es schaffe und endlich gesund werde...das ist mein größter Wunsch!

Liebste Grüße von Susi

Cool
jaa, ich drücke dir die daumen und würde mich über berichte freuen alles Gute!

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13. Januar 2012 um 21:43
In Antwort auf jacqui_11890878

Cool
jaa, ich drücke dir die daumen und würde mich über berichte freuen alles Gute!

Dankeschöööön!
Ich werde berichten!
Ich freu mich schon soooooooooo arg auf meine Buuuuuuuuuuude! Hihi

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18. Januar 2012 um 11:31

Ich wohne auch alleine,
und es ist toll! Eine Essstörung hatte ich mal, als ich mich von meinem Freund getrennt hatte und während der Trauerphase habe ich auch einige Kilos verloren, unabsichtlich...
Es war einfach die seelische "Unruhe", ich war in Gedanken immer woanders und hatte auch nie richtig Hunger. Habe das aber nach 6 Monaten wieder in den Griff bekommen, als wir wieder zusammen kamen und habe jetzt wieder ein Normalgewicht

Ich würde dir auf jeden Fall raten auszuziehen, wenn dich das so belastet und vor allen Dingen auch so beeinflusst! Wenn du dann alleine wohnst, hast du selbst die volle Kontrolle, kannst dir kochen was und wann immer du willst, morgens ein paar Toasts, mittags auswärts oder selber vorkochen und aufwärmen und abends dann nen leckeren Salat.

Für die Arbeitswoche koche ich immer vor und je nach dem was, esse ich 3-4 Tage daran, manchmal friere ich das portionsweise ein. Das ist immer ganz gut, denn wenn du nach Augenmaß ungefähr weißt, wie viel du isst und die Portion zu mittag mitnimmst, kannst du dir sicher sein, dass du ungefähr immer gleich viel isst )

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