Home / Forum / Fit & Gesund / Allea gut und dann auf einmal...

Allea gut und dann auf einmal...

18. November 2014 um 23:31

Weiß nicht an wen ich mich wenden soll und da mir das Forum hier schonmal sehr weitergeholfen hat, denke ich, ich bin hier richtig. Ohne Details jetzt erwähnen zu möchten, ich hatte vor ein paar Monaten eine Phase in der ich abnehmen wollte , obwohl ich achon sehr schlank war und bin dadurch in sie Pro Ana Szene reingeraten. Diese Phase dauerte nicht lang an (ca 4 Monate) , aber da ich hochmotiviert und ehrgeizig war nahm ich ca 13 Kg ab. Daraufhin wurde ich halt von meinen Eltern zum Arzt geshickt und gehe da auch jetzt noch 1x im Monat zum Wiegen hin. Ich mache mittlerweile viel Sport und mit dem Essen klappt es auch super , aber -und darum geht es mir auch hier- hab von einen auf den anderen Moment ziemlich depressive Phasen in denen ich dann auch wieder Pro Ana Blogs durchsehe und mich unheimlich dick finde. War ja früher auch sehr dünn und hab nie über 56 Kg gewogen ... das ist leicht untergewichtig bei meiner Große. Nun da ich beim letzten Wiegen auf 59 Kg stand hab ich diese Depressiven Phasen vermehrt , besonders wenn ich an dem Tag auch ungesund gegessen hab. Dann nehm ich mir immer wieder vor abzunehmen , das aber verbietet mir mein Gewissen , da das Verhältnis zu meinen Eltern in dieser Pro Ana Phase vor ein paar Monaten echt gelitten hat und jetzt wieder relativ entspannt ist. Ende vom Lied: Ich fühle mich schlecht und würde am liebsten einfach nur heulen.
Ehrlich gesagt weiß ich nicht , was ich jetzt davon erwarte hier zu posten ... ich wollte es einfach nur mal los werden , da ich mit niemanden , den ich persönlich kenne gerne darüber rede. Fühle mich damit so alleine.

Mehr lesen

19. November 2014 um 11:22

Hallo Saphi,
allein durch eine Gewichtszunahme wird man nicht gesund. Bei Anorexie kommt es ganz entscheidend auf die Akzeptanz des höheren, gesunden Gewichts an. Fehlt diese Akzeptanz ist es klar, dass man sich schlecht fühlt und immer wieder daran denkt, durch eine Gewichtsabnahme eine Verbesserung seiner belastenden Gefühle zu erreichen. Eine ohnehin schon bestehende Depressivität kann sich also durch eine ungewollte Gewichtszunahme verschlechtern.

Eine Lösung für die gesamte seelische Symptomatik kann nur darin bestehen, dass du dich mit den Ursachen der Störung befasst und neue Verhaltensmuster und Bewältigungsstrategien erlernst. Dabei könnte dir eine Psychotherapie helfen.

LG Nus

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

19. November 2014 um 20:04
In Antwort auf nus1951

Hallo Saphi,
allein durch eine Gewichtszunahme wird man nicht gesund. Bei Anorexie kommt es ganz entscheidend auf die Akzeptanz des höheren, gesunden Gewichts an. Fehlt diese Akzeptanz ist es klar, dass man sich schlecht fühlt und immer wieder daran denkt, durch eine Gewichtsabnahme eine Verbesserung seiner belastenden Gefühle zu erreichen. Eine ohnehin schon bestehende Depressivität kann sich also durch eine ungewollte Gewichtszunahme verschlechtern.

Eine Lösung für die gesamte seelische Symptomatik kann nur darin bestehen, dass du dich mit den Ursachen der Störung befasst und neue Verhaltensmuster und Bewältigungsstrategien erlernst. Dabei könnte dir eine Psychotherapie helfen.

LG Nus

/
Über eine Therapie hab ich tatsächlich schonmal nachgedacht. Hab dann mal gedragt wie sowas abläuft und mir wurde gesagt , ich soll dann einfach reden. Stimmt das so? Bin nämlich nicht gerade so ungeheuer gesprächig... Deswegen weiß ich nicht , ob das wirklich helfen soll.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

20. November 2014 um 14:42
In Antwort auf valda_12873768

/
Über eine Therapie hab ich tatsächlich schonmal nachgedacht. Hab dann mal gedragt wie sowas abläuft und mir wurde gesagt , ich soll dann einfach reden. Stimmt das so? Bin nämlich nicht gerade so ungeheuer gesprächig... Deswegen weiß ich nicht , ob das wirklich helfen soll.

Es hilft nachweislich.
Im Laufe eines Lebens kann es durch traumatische Erlebnisse zu seelischen Störungen kommen. Oft sind diese aber eine Entwicklung seit frühester Kindheit.Schon in den ersten Kindheitsjahren bilden sich Grundannahmen aus. Da ein Kind noch nicht reflektiert denken kann, entstehen leicht falsche Grundüberzeugungen.Beispiel: Wenn ein Kind permanent von der Mutter angeschrien wird, denkt es nicht, dass die Mutter wohl Probleme hat und falsch reagiert sondern es geht davon aus, dass es selbst unnormal ist, minderwertig und schlecht. Warum sollte die Mutter sonst ständig schimpfen?

Mit dieser Annahme bewertet das Kind weitere Erlebnisse, allerdings nicht mehr objektiv sondern aus dem bereits bestehenden negativen Erwartungshorizont heraus.Auch objektiv völlig neutrale Vorgänge können dann die falsche negative Annahme verstärken.Der emotionale Zustand wird unerträglich und muss kompensiert werden, z.B. dysfunktional mit Hungern.

In einer Therapie geht es darum, zu erreichen, dass dein Denken und Verhalten nicht mehr dein ganzes Leben lang nach einem festen Schema verläuft sondern dass du dir auch anderer Möglichkeiten bewusst wirst. Ganz vereinfacht könnte man sagen: Dein bisheriges Denken hat dich krank gemacht, nur durch neues Denken kannst du wieder gesund werden.

Darum ist eine Therapie so wichtig!

LG Nus

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

Frühere Diskussionen
Schmerzen im unterleib beim husten
Von: toma_12880448
neu
19. November 2014 um 21:52
Abnehmgruppe Whats App gesucht
Von: kornel_11987380
neu
19. November 2014 um 21:27
Diskussionen dieses Nutzers
Du willst nichts mehr verpassen?
facebook

Das könnte dir auch gefallen