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Alkoholtoleranz in einer Beziehung

Letzte Nachricht: 9. Juni 2014 um 16:41
C
clyde_11863290
06.06.14 um 22:27

Hallo,
mich würde mal interessieren wie eure Definition von Alkoholabhängig ist und wie viel Alkohol ihr in einer Beziehung tolerieren würdet?

Ich komme auf diese Frage, weil Alkohol leider wieder ein potentielles Streitthema von mir und meinem Freund ist.

Ich trinke wenn es hoch kommt 2x im Monat Alkohol, und dann werde es nie mehr als 1-2 Gläser. Mein Freund hingegen trinkt täglich 1-2 Gläser Bier oder Wein und am Wochenende werden es, wenn er mit seinen Kumpels weg ist schon mal mindestens 4. Sein Rekord liegt bei 10 ... ich dachte ich höre nicht richtig, als er mir das beichtete. Das schlimme: Nach 10 Bier lallt mein Freund nicht mal, was ja schon auf einen hohen Gewöhnungsgrad hinweist...
Es macht mich einfach traurig, wie sehr manche Menschen die Augen verschließen und nicht mehr wahrnehmen wie stark der Konsum ist.

Er kennt meine Meinung und hat mich gebeten seine Lebensweise zu tolerieren. Seine Argumente für den Konsum sind: Er ist ein Bayer, ein Mann, er arbeitet noch mit Bier, also spricht nichts dagegen wenn er es auch noch zum feierabend trinkt, es gehört einfach zu ihm, wenn er mit Kumpels ausgeht endet es meistens halt in ner Kneipe..... Er wird auch nicht aggressiv, sondern eher emotional, wenn er getrunken hat.

Verbieten will und kann ich es nicht. Ich hab auch nix dagegen, dass er trinkt, nur gegen die Häufigkeit und Menge. Aber jedesmal wenn ich ihn daran erinner, dass er es bitte nicht ausarten lassen soll, ist er genervt und sauer. Seh ich das zu streng? Sollte ich mich einfach damit abfinden, dass mein Traumman halt mehr trinkt als mir lieb ist?

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M
marit_12641310
07.06.14 um 17:22

Jaja
Also wenn er ein Bayer ist, dann kannst du ihm genauso gut das Essen verbieten. Wir sehen da keinen Unterschied.
Ich bin eine Frau und greife auch ziemlich gern dazu.
Was ist so schlimm daran?

verbiete es auf gar keinen Fall, er wird es schon selber wissen, was ihm gut tut! Eine Mutter hat er schließlich ja schon oder?

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B
beinkleid
09.06.14 um 16:41

Nein,
zu streng siehst das nicht. Dir scheint ehr bewußt zu sein, was aus dem Schuh werden kann, wenn er aus dem Ruder läuft. Es ist nicht die Menge, die einer täglich trinkt (da ja jeder Mensch auf Alkohol anders reagiert), sondern die Tatsache, dass er täglich trinkt. Die Steigerung der Alkoholmenge folgt erst viel später, wenn der Körper auf kleine Mengen nicht mehr anspricht. Dann ist aber der Zug schon abgefahren. Meine Frau hat auch immer dagegen gewettert. Klar welche Frau will schon einen besoffenen Mann. Ich war genau wie dein Freund. Wenn sie etwas gesagt hat, habe ich leicht säuerlich reagiert. Und überhaupt ich war ja ein starker Mann und hatte das voll in Griff. Welchen Zweifel gab es daran. Schwach sind nur andere. Bei einer Menge von 2 Liter Wein am Tag, habe ich dann schlagartig feststellen müssen, dass ich es wohl nicht mehr im Griff hatte. Heute kann ich meine Frau verstehen. Zuvieles habe ich in der Vergangenheit nicht mehr beachtet oder wahrgenommen. Auch die Gleichgültigkeit gegenüber den Partner wird immer größer. Ich bin heute froh, dass meine Frau es mit mir ausgehalten hat und unser Leben macht wieder Spaß. Ein Verbot solltest du nicht erzwingen. Den Umgang mit Alkohol muß er ganz alleine bewerten. Aber versuch ihm die Augen zuöffnen und mach ihm bewußt wo es enden kann. Höre nicht auf damit. Aber in den meisten Fällen ist es leider so, dass die betroffenen Personen ein so genanntes Schocherlebnis brauchen, um zu merken das sie auf dem falschen Weg sind. Und so am Rande ich wohne im hessisch/bayrischen Grenzgebiet. Habe sehr viele Freunde in Bayern. Einer ist sogar ein Schnapsbrenner. Und es ist auch in Bayern nicht mehr normal jeden Tag zutrinken. Bestimmt nicht. Ich hoffe dir geholfen zuhaben. Machs gut.

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