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Alkoholkranke Mutter, kontakt aufnehmen??

16. April 2012 um 14:57

Ich versuche mich kurz zu halten:

Meine Mutter trinkt seid ihrem 13 Lebensjahr, ich hatte durch sie keine schöne Kindheit und bin mit 19 in einer Nacht und Nebelaktion abgehauen und mal ein Jahr untergetaucht. in dieser zeit trennten sich meine eltern endlich und ich bin wieder zu meinem vater zurück. nun bin ich 24 und meine mutter steht wohl im endstadium.

sie wurde einige male ins krankenhaus eingeliefert, mit platzwunden, eingenässt und vollgespuckt.

ich habe sie durch zufall kurz gesehen (sie aber mich nicht) und sie sieht schon richtig übel aus, kann nur langsam laufen und hat überall dunkle flecken im gesicht.

soll ich nun kontakt zu ihr aufnehmen?
früher wollte sie sich schon nicht helfen lassen und meinte sie hätte keine alkoholprobleme.
damals hatte ich es nervlich einfachnicht mehr ausgehalten weil sie mich beklaute und mein auto im suff zerlegte.
damals war es für mcih einfach das beste weil es mir selbst an die nerven ging.

macht es sinn sich mit ihr zu treffen und versuchen ihr zu helfen oder was meint ihr?

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26. April 2012 um 20:12

Du hast nur eine Mutter...
Ich war zwar nie in einer solchen Situation aber ich glaube es wäre das richtige den Kontakt aufzunehmen! Du hast nur eine Mutter auch wenn diese dir anscheinend das Leben "zur Hölle gemacht hat".Wenn man unter einer Sucht leidet ist es das Schlimmste damit allein gelassen zu werden.Vielleicht wirst du ihr nicht helfen können ihr Problem zu beheben aber ich kann mir vorstellen, dass du sie glücklich machen könntest wenn du sie ab und zu mal besuchst oder anrufst.Schließlich bist du ihr Kind und sie liebt dich höchstwahrscheinlich trotz allem was sie dir angetan hat.
Man muss Menschen vergeben können! Jeder hat eine zweite Chance verdient
Und außerdem, selbst wenn sie dich ablehnt oder kein wirkliches Interesse an dir zeigt kannst du wenigstens sagen "Ich habe es versucht."

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4. Mai 2012 um 6:16

Ich war
mittlerweile selbst bei einer selbsthilfegruppe für angehörige für alkoholkranke, um meinen standort zu erläutern, und die leute meinten das es wohl keinen sinn machen würde. mir ging es die letzten jahre gut ohne sie und natürlich ist es irgendwo schade aber es würde wohl nichts bringen außer neuen stress und kummer.

ich werde es wohl damit gut sein lassen, und mich damit abfinden und wie bisher weiter machen.
es wird wohl besser sein da sie sich im endstadium befindet und keine hilfe möchte wenn das ganze so traurig wie es klingt seinen lauf nimmt und sie irgendwie so ihren seelenfrieden findet.

ich werde weiterhin zu diesen treffen gehen um das ganze ein bißchen besser zu verstehen.

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10. Mai 2012 um 13:49

Hallo,
ich stehe vor derselben Frage. Ich bin 30 Jahre alt. Meine Mutter kenn ich nur besoffen. Ich bin seit 12 Jahren glücklich verheiratet und erwarte mein 4. ( und letztes ) Kind. Gestern hat meine Mutter sich nach 6 Jahren Funkstille gemeldet, besoffen natürlich. Sie wurde schon mehrmals in eine Psychiatrie eingeliefert. Ich kam damit auch nicht klar.
Sie sieht auch nicht ein, dass sie abhängig ist. Ich habe ihr gestern gesagt, dass ich auf so eine Mutter verzichten kann. Ich kann es nervlich nicht mehr. Auch wenn es wehtut. Ich muss an mich und unsere Familie denken. Ich habe schon 2 Mal Chemotherapien aufgrund bösartiger Tumoren bekommen. Meine Mutter wusste das. Aber sie hat nie gefragt, wie es mir geht. Jetzt will ich auch nicht mehr. Ich habe mich damit abgefunden, dass ich ohne Mutter leben muss.

Ich habe ihr einmal angeboten, ihr zu helfen und sie beim Entzug zu unterstützen. Aber es macht keinen Sinn. Sie muss erst so richtig am Boden sein ( obwohl ich denke, es fehlt da nicht mehr viel zu) .

Ich habe aufgrund dieser Erfahrung Psychologie studiert. Und ich habe auch mit anderen abhängigen Menschen zu tun. Sie müssen von selber um Hilfe betteln. Vorher macht es keinen Sinn.

Zu der Frage, ob du Den Kontakt zu deiner Mutter suchen sollst, kann ich dir nichts raten. Hast du das Bedürfnis, dann ja. Aber sei dir im Klaren, dass sie nicht mehr objektiv urteilen kann. Abhängige können sehr verletzend werden.

LG Danny8211

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11. Mai 2012 um 7:00

: /
ich war auch langezeit im krankenhaus (eierstock entf. bekommen und schlechte wundheilung über monate)
und mein vater sagte es ihr auch mehrere male, ist extra zu ihr gefahren und hat es ihr gesagt aber keine reaktion außer: ich muss auch mit meinem leben klar kommen, sie muss sehen wie sie klar kommt.

nur mit dem unterschied das sie damals noch monatlich unmengen an unterhalt bekommen hat, was aber mittlerweile auch eingestellt ist.

wir haben einen privatdedektiv auf sie angesetzt der bilder von ihr beim trinken von vodka etc gemacht hat,
sie ist sturzstrinkerin, kann die halbe flasche vodka locker mit ein bis zweimal ansetzen runter ziehen.
sowas sagte mir der arzt können nur geübte trinker, jeder normalo würde brechen oder drauf gehen.

ich habe mich entschieden keinen kontakt aufzunehme, da ich denke das es mich emotional doch sehr belasten würde, und da momentan alles wirklich gut mal bei mir läuft will ich mir das nicht vermiesen.
zu den treffen der angehörigen gehe ich aber vorerst weiter.
alkohol ist ne schlimme sache, wenn ich mich an kindheitstage erinnere: vollgepisste unterhosen im gang, agression gegen mich un meinen bruder wenn sie im suff unbedingt wollte das wir was essen, wie sie meinen papa immer zum weinen brachte.

ich habe früher auch alkohol in maßen getrunken, trinke aber seid gut 2 jahren keinen tropfen mehr.


du kannst dich ja gerne mal per nachricht hier bei mir melden würde mich freuen

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11. Mai 2012 um 15:39

Hey Glittereyes,
meine Mutter säuft Sekt, Bier und Wein. Aber das im Übermaß. Ich mag auch keine Menschen, die Alk trinken. Ich hasse Bierfahnen. Bei mir kommt noch dazu, dass mein Vater auch an der Flasche hängt. Die beiden sind aber schon seit meinem 3. Lebensjahr getrennt. Als ich 6 Jahre alt wurde, fing mein Vater an, mich zu mißbrauchen ( sexuell) . Mit 11 habe ich dann allen Mut zusammen genommen und bin zum Jugendamt gegangen. Meine Stiefmutter konnte mich von Anfang an nicht riechen und guckte nur zu.

Meiner Mutter war das auch egal. Sie war bzw ist zu sehr mit saufen beschäftigt.

Ich wollte nur weg von "Zuhause". Als Grund gab ich beim Jugendamt das Saufen an. Obwohl mich der Mißbrauch mehr belastet hat.
Ich bin dann auch zu einer Pflegefamilie gekommen. Unheimlich liebe Menschen. Irgendwann wollte ich dann mit meiner Mutter sprechen. Aber das war eine richtig doofe Idee. Ich weiß, dass beide noch saufen( das sogar extrem). Mein Erzeuger ist schon in der Gosse, lebt von Hartz 4( hat seine Arbeit verloren). Manchmal wünschte ich mir, sie würden schnell sterben. Dann hab ich Ruhe.... Hört sich ekelig an, ist aber so.

Ich stumpfe immer mehr ab. Mitleid ihr gegenüber hab ich nicht. Ok, Alkoholismus ist eine anerkannte Krankheit. Aber wenn man die Eltern nur im Suff kennt ( und alles was dazu gehört), ist das nochmal eine andere Hausnummer. Die Angehörigen machen sich psychisch kaputt. Es bleibt einem nichts übrig als beim Untergang zuzusehen. Wenn der Alkoholkranke in der Gosse ist, bettelt er um Hilfe ( wäre ja wünschenswert), oder er säuft sich tot.

Sorry, für den langen Text!!

LG Danny

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16. Mai 2012 um 12:19

Hey Glittereyes,
Ich habe eine unruhige Nacht hinter mir. Meine Mutter schrieb mir gegen Mitternacht eine SMS mit dem Inhalt: " was bist du für eine Tochter, die sich jahrelang nicht meldet?" .
Ja ja, ich weiß: Schuld sind immer sie anderen. Bei mir läuft es auch richtig gut. Ich habe mich von dem ganzen Kram erholen können. Und jetzt geht der Terror von vorne los...

Irgendwann später in der Nacht kam nochmal eine Nachricht mit den Worten, sie würde mich immer lieben.
Und genau das meinte ich in meiner Nachricht an dich, dass alkoholkranke Menschen sehr verletzend sein können. Ich habe letzte Nacht auch geheult. Sie hat mich paar Mal versucht anzurufen. Bin aber nicht ran gegangen. Ich konnte einfach nicht. Zudem wüßte sie davon heute sowieso nichts mehr. Es tut unheimlich weh, jemanden so zu erleben. Ich bin auch am überlegen, ob ich mal zu einer Selbsthilfegruppe gehen soll. Hilft es dir denn?

Ich bin schon soweit, dass ich mir wünsche, sie würde sich totsaufen. Dann hätte alles endlich ein Ende.

Wie geht es dir denn?

Viele liebe Grüße

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17. Mai 2012 um 19:56

Co-Abhängigkeit
Du kannst Ihr nicht helfen, aber Du kannst Dich schützen.

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