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Akzeptanz meiner Brille

15. Januar 2018 um 18:59

Hallo zusammen,
 
möglicherweise ist mein Anliegen etwas speziell, aber vielleicht finde ich hier den passenden Rat. Ich heiße Mareike und bin 21 Jahre alt, studiere zurzeit Sozialwissenschaften.
 
Als ich damals von der Grundschule aufs Gymnasium gewechselt bin, habe ich feststellen müssen, dass ich immer schlechter sehen kann. Ich war aber zu eitel – oder wie man es auch immer nennen mag – um zum Augenarzt/Optiker zu gehen für eine Brille. Damals wurde tatsächlich ein Mitschüler, der plötzlich eine Sehhilfe tragen musste, auch ein wenig gehänselt, vielleicht hat mich das abgeschreckt.
 
Wie auch immer: Meine Kurzsichtigkeit hat sich natürlich verstärkt, sodass ich in der Schule kaum noch etwas an der Tafel erkennen konnte. Ich habe es aber tatsächlich geschafft, dass es niemandem aufgefallen ist. Rückblickend ziemlich blöd von mir, ich weiß.
                                                        
Als ich dann vor zwei Jahren an die Universität und in eine neue Stadt gekommen bin, habe ich mich dann getraut und habe mir meine erste Brille anfertigen lassen – mit minus 3 Dioptrien plus Hornhautverkrümmung. Niemand kannte mich dort (ohne bzw. mit Brille), das war irgendwie ein Vorteil. Und das Gefühl, scharf sehen zu können, war überwältigend. Ich habe mich richtig in meine Brille verliebt, schließlich habe ich vorher acht oder neun Jahre nicht scharf sehen können. Wenn ich in Münster bin, wo ich jetzt lebe, trage ich die Brille von morgens bis abends und bin froh, sie zu haben.
 
Allerdings fahre ich fast jedes Wochenende zu meiner Familie und meinen Freunden nach Hause, habe mich aber bis heute noch immer nicht getraut, dort meine Brille zu tragen. Ich laufe dort wieder ohne Brille herum, was natürlich alles andere als angenehm ist. Aber ich kenne die Umgebung, ich fahre natürlich kein Auto und komme sogar halbwegs „gut“ zurecht. Doch gerade jetzt in der dunklen Jahreszeit wünschte ich mir, auch in diesen Situationen auf meine Brille zurückgreifen zu können, doch ich traue mich nicht.
 
Wieso? Weil ich Sorge vor blöden Sprüchen und vor allem den Diskussionen habe. Warum ich plötzlich eine Brille mit fast 4 Dioptrien trage? Wie ich vorher überhaupt noch etwas sehen konnte? Einige meiner Freundinnen tragen Kontaktlinsen (die ich aber nicht vertrage) und wissen, wie schlecht man ohne Brille sieht. Nicht einmal sie kennen mich mit Brille. Ich weiß, das klingt verrückt. Aber ich mache mir darüber echt Gedanken. Jeder bzw. sehr viele in meinem alten Umfeld werden mich auf meine Brille ansprechen, vor allem wenn sie sehen, dass ich bereits vier Dioptrien habe.
 
Ich weiß, mir mangelt es diesbzgl. an Mut und Selbstbewusstsein. Habt ihr vielleicht einen guten Tipp, wie ich dieses „Problem“ endlich lösen kann?
 
Viele Grüße
Mareike
 

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15. Januar 2018 um 19:31
In Antwort auf mareike0304

Hallo zusammen,
 
möglicherweise ist mein Anliegen etwas speziell, aber vielleicht finde ich hier den passenden Rat. Ich heiße Mareike und bin 21 Jahre alt, studiere zurzeit Sozialwissenschaften.
 
Als ich damals von der Grundschule aufs Gymnasium gewechselt bin, habe ich feststellen müssen, dass ich immer schlechter sehen kann. Ich war aber zu eitel – oder wie man es auch immer nennen mag – um zum Augenarzt/Optiker zu gehen für eine Brille. Damals wurde tatsächlich ein Mitschüler, der plötzlich eine Sehhilfe tragen musste, auch ein wenig gehänselt, vielleicht hat mich das abgeschreckt.
 
Wie auch immer: Meine Kurzsichtigkeit hat sich natürlich verstärkt, sodass ich in der Schule kaum noch etwas an der Tafel erkennen konnte. Ich habe es aber tatsächlich geschafft, dass es niemandem aufgefallen ist. Rückblickend ziemlich blöd von mir, ich weiß.
                                                        
Als ich dann vor zwei Jahren an die Universität und in eine neue Stadt gekommen bin, habe ich mich dann getraut und habe mir meine erste Brille anfertigen lassen – mit minus 3 Dioptrien plus Hornhautverkrümmung. Niemand kannte mich dort (ohne bzw. mit Brille), das war irgendwie ein Vorteil. Und das Gefühl, scharf sehen zu können, war überwältigend. Ich habe mich richtig in meine Brille verliebt, schließlich habe ich vorher acht oder neun Jahre nicht scharf sehen können. Wenn ich in Münster bin, wo ich jetzt lebe, trage ich die Brille von morgens bis abends und bin froh, sie zu haben.
 
Allerdings fahre ich fast jedes Wochenende zu meiner Familie und meinen Freunden nach Hause, habe mich aber bis heute noch immer nicht getraut, dort meine Brille zu tragen. Ich laufe dort wieder ohne Brille herum, was natürlich alles andere als angenehm ist. Aber ich kenne die Umgebung, ich fahre natürlich kein Auto und komme sogar halbwegs „gut“ zurecht. Doch gerade jetzt in der dunklen Jahreszeit wünschte ich mir, auch in diesen Situationen auf meine Brille zurückgreifen zu können, doch ich traue mich nicht.
 
Wieso? Weil ich Sorge vor blöden Sprüchen und vor allem den Diskussionen habe. Warum ich plötzlich eine Brille mit fast 4 Dioptrien trage? Wie ich vorher überhaupt noch etwas sehen konnte? Einige meiner Freundinnen tragen Kontaktlinsen (die ich aber nicht vertrage) und wissen, wie schlecht man ohne Brille sieht. Nicht einmal sie kennen mich mit Brille. Ich weiß, das klingt verrückt. Aber ich mache mir darüber echt Gedanken. Jeder bzw. sehr viele in meinem alten Umfeld werden mich auf meine Brille ansprechen, vor allem wenn sie sehen, dass ich bereits vier Dioptrien habe.
 
Ich weiß, mir mangelt es diesbzgl. an Mut und Selbstbewusstsein. Habt ihr vielleicht einen guten Tipp, wie ich dieses „Problem“ endlich lösen kann?
 
Viele Grüße
Mareike
 

Vielleicht bist du mit Brille echt heiß.

Denk mal drüber nach.

Mal im Ernst, mit 21 bist Du und dein Umfeld wohl erwachsen genug um eine Brille nicht zum "Thema" zu machen - so wichtig bist du echt nicht. Ich trage seit über 23 Jahren meine Brille und es war weird hin und wieder Linsen zu tragen, weil sich das nackt im Geischt anfühlt, nicht weil es komisch aussehen würde, sondern weil ich sie zurecht rücken will obwohl sie nicht da ist und sie abnehmen will wenn ich zu Hause das Shirt wechsle.

Die Brille wird ein Teil von dir sein, kein Alien in deinem Gesicht.

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15. Januar 2018 um 19:44

Also den Schritt, mich mit Brille zu akzeptieren, habe ich längst gemacht. Ich mag sie echt, weil ich auch etwas Geld in ein schönes Modell investiert ahbe.

Aber für mich ist das schon eine kleine Lebenslüge, weshalb ich mich so schwer damit tue. Im Prinzip muss ich jetzt meinem Umfeld eingestehen, in den letzten zehn Jahren ziemlich schlecht gesehen zu haben.


 

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15. Januar 2018 um 19:47
In Antwort auf mareike0304

Also den Schritt, mich mit Brille zu akzeptieren, habe ich längst gemacht. Ich mag sie echt, weil ich auch etwas Geld in ein schönes Modell investiert ahbe.

Aber für mich ist das schon eine kleine Lebenslüge, weshalb ich mich so schwer damit tue. Im Prinzip muss ich jetzt meinem Umfeld eingestehen, in den letzten zehn Jahren ziemlich schlecht gesehen zu haben.


 

Musst du das wirklich? Du hattest keine Brille, jetzt hast du eine - niemand wird dich danach fragen, warum erst jetzt...naja weil du sie erst jetzt brauchst.

Sag einfach du musst ihnen etwas ernstes sagen und du outest dich. Setz einfach die Brille auf. Wir sicher gut. 

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16. Januar 2018 um 21:52
In Antwort auf mareike0304

Hallo zusammen,
 
möglicherweise ist mein Anliegen etwas speziell, aber vielleicht finde ich hier den passenden Rat. Ich heiße Mareike und bin 21 Jahre alt, studiere zurzeit Sozialwissenschaften.
 
Als ich damals von der Grundschule aufs Gymnasium gewechselt bin, habe ich feststellen müssen, dass ich immer schlechter sehen kann. Ich war aber zu eitel – oder wie man es auch immer nennen mag – um zum Augenarzt/Optiker zu gehen für eine Brille. Damals wurde tatsächlich ein Mitschüler, der plötzlich eine Sehhilfe tragen musste, auch ein wenig gehänselt, vielleicht hat mich das abgeschreckt.
 
Wie auch immer: Meine Kurzsichtigkeit hat sich natürlich verstärkt, sodass ich in der Schule kaum noch etwas an der Tafel erkennen konnte. Ich habe es aber tatsächlich geschafft, dass es niemandem aufgefallen ist. Rückblickend ziemlich blöd von mir, ich weiß.
                                                        
Als ich dann vor zwei Jahren an die Universität und in eine neue Stadt gekommen bin, habe ich mich dann getraut und habe mir meine erste Brille anfertigen lassen – mit minus 3 Dioptrien plus Hornhautverkrümmung. Niemand kannte mich dort (ohne bzw. mit Brille), das war irgendwie ein Vorteil. Und das Gefühl, scharf sehen zu können, war überwältigend. Ich habe mich richtig in meine Brille verliebt, schließlich habe ich vorher acht oder neun Jahre nicht scharf sehen können. Wenn ich in Münster bin, wo ich jetzt lebe, trage ich die Brille von morgens bis abends und bin froh, sie zu haben.
 
Allerdings fahre ich fast jedes Wochenende zu meiner Familie und meinen Freunden nach Hause, habe mich aber bis heute noch immer nicht getraut, dort meine Brille zu tragen. Ich laufe dort wieder ohne Brille herum, was natürlich alles andere als angenehm ist. Aber ich kenne die Umgebung, ich fahre natürlich kein Auto und komme sogar halbwegs „gut“ zurecht. Doch gerade jetzt in der dunklen Jahreszeit wünschte ich mir, auch in diesen Situationen auf meine Brille zurückgreifen zu können, doch ich traue mich nicht.
 
Wieso? Weil ich Sorge vor blöden Sprüchen und vor allem den Diskussionen habe. Warum ich plötzlich eine Brille mit fast 4 Dioptrien trage? Wie ich vorher überhaupt noch etwas sehen konnte? Einige meiner Freundinnen tragen Kontaktlinsen (die ich aber nicht vertrage) und wissen, wie schlecht man ohne Brille sieht. Nicht einmal sie kennen mich mit Brille. Ich weiß, das klingt verrückt. Aber ich mache mir darüber echt Gedanken. Jeder bzw. sehr viele in meinem alten Umfeld werden mich auf meine Brille ansprechen, vor allem wenn sie sehen, dass ich bereits vier Dioptrien habe.
 
Ich weiß, mir mangelt es diesbzgl. an Mut und Selbstbewusstsein. Habt ihr vielleicht einen guten Tipp, wie ich dieses „Problem“ endlich lösen kann?
 
Viele Grüße
Mareike
 

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