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Absetzten von AD

25. April 2008 um 12:10

Hallo,

ist hier jemand der über längere Zeit Antidepressiva genommen hat und es jetzt abgesetzt hat???

Ich wüsste gerne ob es euch jetzt wieder gut geht und ob ihr Absetzbeschwerden hattet

freue mich über jede antwort

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12. Mai 2008 um 15:05

Schrecklich!!
Ich habe schon alles an ADs durch und hatte nie Schwierigkeiten beim Absetzen. Bisher war es auch immer so, dass ich das "alte" AD unter ärztlicher Aufsicht langsam ausgeschlichen habe (also nicht abrupt abgesetzt) und zeitgleich das neue AD "eingeschlichen". Das ging immer gut. Aber beim letzten Absetzen versch. ADs (Trevilor und Doxepin) hatte ich ganz schreckliche NW!! Es war der blanke Horror: Schlimmer Schwindel, Kreislaufversagen, extreme Übelkeit (!!), starke Kopfschmerzen. Das war aber auch nicht ganz unverschuldet: Meine Psychiaterin war im Urlaub, ich hatte vom Trevilor starke Nebenwirkungen (es war zu hoch dosiert- wahrscheinlich hatte ich sogar eine Trevilor-Vergiftung...ja, sowas gibts^^) und habe es dann einfach so von heute auf morgen abgesetzt. Klar, das sollte man nie tun- aber die NW vom Trevi bzw. die mutmaßliche Vergiftung war SO schlimm, dass ich es nicht mehr ausgehalten habe. Die NW müssen also nicht zwingend vom Absetzen gekommen sein, sondern können noch die Vergiftung gewesen sein. Meine Psych. konnte das im Nachhinein nicht mehr rekonstruieren.

Deswegen kann ich nur dringendst raten: Das AD LANGSAM und unter ärztlicher Aufsicht/Absprache absetzen!!

Seit der schrecklichen Trevi-Zeit nehme ich übrigens gar keine Medis mehr.. und es geht mir gut damit. Also was heißt gut, Ok eben Es ist nicht schlimmer geworden, eher besser. Kann aber auch an der vielen Sonne liegen bzw. dem guten Wetter, schlechte Zeiten gibt es immer mal wieder. Muss ich abwarten, was passiert.

Viel Glück beim Absetzen der AD!! Schreib mal, wie es geklappt hat.

LG, Denseblume

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15. Mai 2008 um 23:31
In Antwort auf titty_12133014

Schrecklich!!
Ich habe schon alles an ADs durch und hatte nie Schwierigkeiten beim Absetzen. Bisher war es auch immer so, dass ich das "alte" AD unter ärztlicher Aufsicht langsam ausgeschlichen habe (also nicht abrupt abgesetzt) und zeitgleich das neue AD "eingeschlichen". Das ging immer gut. Aber beim letzten Absetzen versch. ADs (Trevilor und Doxepin) hatte ich ganz schreckliche NW!! Es war der blanke Horror: Schlimmer Schwindel, Kreislaufversagen, extreme Übelkeit (!!), starke Kopfschmerzen. Das war aber auch nicht ganz unverschuldet: Meine Psychiaterin war im Urlaub, ich hatte vom Trevilor starke Nebenwirkungen (es war zu hoch dosiert- wahrscheinlich hatte ich sogar eine Trevilor-Vergiftung...ja, sowas gibts^^) und habe es dann einfach so von heute auf morgen abgesetzt. Klar, das sollte man nie tun- aber die NW vom Trevi bzw. die mutmaßliche Vergiftung war SO schlimm, dass ich es nicht mehr ausgehalten habe. Die NW müssen also nicht zwingend vom Absetzen gekommen sein, sondern können noch die Vergiftung gewesen sein. Meine Psych. konnte das im Nachhinein nicht mehr rekonstruieren.

Deswegen kann ich nur dringendst raten: Das AD LANGSAM und unter ärztlicher Aufsicht/Absprache absetzen!!

Seit der schrecklichen Trevi-Zeit nehme ich übrigens gar keine Medis mehr.. und es geht mir gut damit. Also was heißt gut, Ok eben Es ist nicht schlimmer geworden, eher besser. Kann aber auch an der vielen Sonne liegen bzw. dem guten Wetter, schlechte Zeiten gibt es immer mal wieder. Muss ich abwarten, was passiert.

Viel Glück beim Absetzen der AD!! Schreib mal, wie es geklappt hat.

LG, Denseblume

Würde mich auch interessieren,
wie es bei dir mit absetzsymtomen aussieht. welches medis ist es denn?

viel erfolg!

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10. August 2008 um 15:45

Rückfall war stärker als bei der 1. Depression
Hallo ich bin neu auf dieser Seite.

Nun ich nehme seit insgesamt 7 Jahren Citalopram.

Hatte die ersten 3 Jahre zwar zeitweise immer gelegentl. Stimmmugsschwankungen, doch es ging mir im großen u. ganzen sehr gut.
Ich hatte eine Freundin, die arbeit lief gut u. alles herum auch.

So dachte ich ich setze nun endlich nach 3 Jahren die Tbl. ab.
Ich nahm damals so 20 mg Citalopram tgl. (zum Beginn der Depression 30 mg).
Ich nahm setzte dann die ersten 4 Wochen die Tbl. auf 10 mg herunter, merkte danach keine Stimmungsunterschiede, so enstchied ich mich dann es auf 5 mg zu reduzieren für 2 Wochen.
Nach diesen 6 Wochen setzte ich die Tbl. ganz ab.

Nach ca. 6- 8 Wochen ohne Tbl.kam die 2. Depression.
Es war unfassbar, es ging mir soweit ich das heute genau beurteilen kann noch schelchter u. elendiger als das bei der 1. Depression der Fall war.
Sicherlich waren beide sehr schlimm u. fast nicht zum aushalten, aber nach meinem Gefühl würde ich sagen die 2. war auf jedenfall schlimmer.
Zudem mußte ich bei der 2. auch zum schlafen u. beruhigen zur Nacht Mirtazapin 30 mg einnehmen, es war der Horror, kam am morgen kaum noch aus dem Bett so müde war ich.
Nun ich nehme jetzt wieder brav meine 20 mg Tbl. tgl. ein, mit denen kann ich sehr gut leben.(bei mir treten gelegentl. nur sehr leichte Nebenwirkungen auf wie Konzentrationsstörungen od. Müdigkeit)
Ich hatte vor ca. 2 Wochen wieder den Gedanken die Tbl. zu reduzieren auf die hälfte also 10 mg,dies machte ich genau eine Woche aber meine innerliches Gefühl machte mich so verrückt das ich die Angst hatte u. wieder bei 20 mg blieb.
Meine Angst ist mittlerweile so groß das es nochmal eine 3. Depression kommen könnte.
Mein Psychologe zu dem ich nur noch 2- 3 mal im Jahr gehe er meinte ich könne es ruhig probieren von 20 auf 10 mg herunter zu setzen aber der Respekt vor der Krankheit ist momentan immer noch zu groß.

Die Angst das die 3. noch schlimmer wird u. ich brauch dann noch mehr Medikamente um sie zu behandeln.
Nun ich denke immer mir geht es jetzt seit 4 Jahren wieder richtig gut u. warum dann aufzuhören bzw. zu reduzieren mit meinen tgl. 20 mg Citalopram-Tbl., der grund hierfür ist einfach weil ich weiß ich nehme jetzt schon mit meinen 26 Jahren regelm. Tbl. ein u. das kann auf die Dauer einfach nicht gut sein.
Ich hoffe das es irgendwann eine Lösung für mein bzw. eurer Problem gibt.
Ich weiß nicht was ich dir genau raten soll,ich kann nur eins sagen man lebt nur einmal u. jeder Tag an dem man Angstzustände oder innerliche Pannickattacken erlebt sit ein verlorener Tag, denn das Leben kann auch schnell vorbei sein ich habe das auch schon erlebt.

Hatte vor ca. 3 Jahren einen schrecklichen Autounfall bei derm ich fast gestorben wäre u. seitdem schwör ich mir das ich alt werden möchte, denn das Leben hat so viele schöne Dingen zu bieten.

P.s. trotz meiner 6 Operationen nach meinem Autounfall war für mich die Depression 10 mal schlimmer.

Mfg Andi


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17. August 2008 um 15:24

Kommt drauf an welches AD abgesetzt wird u in welcher Verfassung Du bist
Hallo Kleine,

ich habe ca. 8Jahre lang ein AD namens 'Amitriptylin-neuraxpharm 100mg' eingenommen und dieses von heute auf morgen, gegen den Rat meines Arztes abgesetzt. Ich weiß nicht welches Medikament Du eingenommen hast - gibt ja verschiedene ADs, leichte und starke - die Starken machen sowohl psychisch als auch physisch abhängig, die leichtere Variante läßt Dich nur im Kopf glauben Du könntest ohne nicht leben.
Amitriptylin gehört zu den schwachen Anti Depressivas u macht körperlich NICHT abhängig, worauf man anfangs achten sollte, da ein körperlicher Entzug sehr hart ist. Benzodiazepine (Benzos) z.B. machen stark abhängig u sollten auf keinen Fall über einen längeren Zeitraum eingenommen werden!!!
Meiner Meinung nach sollte man so ein Medikament nach und nach absetzen, sprich lamgsam u unmerklich runterdosieren, so geht's am einfachsten. ABSETZEN v. ADs OHNE DEN WILLEN dazu ist NICHT MÖGLICH! Du mußt den richtigen Zeitpunkt selbst finden u bestimmen, u zwar dann, wenn Du Dich stark fühlst - Du mußt Dir immer sagen: "klar schaffe ich das! So will u kann man kein normales Leben führen! Ich will u kann FREI sein!" Wenn Du wirklich ohne ADs leben möchtest, schaffst Du das auch! Ich wollte es unbedingt und hatte keinerlei Entzugserscheinungen obwohl ich das Medikament 8 lange Jahre, teilweise sehr hoch dosiert, zu mir genommen habe. Ich habe mich selbständig nach u nach runterdosiert bis ich am Ende nur noch 1/4Tabl. genommen hab u dann einfach gar nix mehr.
Ein Raucher wird seine Sucht auch nicht in den Griff bekommen, wenn der Wille nicht da ist u dieser MUß stark sein.
Habe alle Arten von Abhängigkeit life in einer Klinik miterlebt u kenne die auftretenden Symptome der jeweiligen Patienten zum Zeitpunkt des Entzuges u glaube mir, die Tablettenabhängigen haben es gleich nach den Alkoholikern am schwersten, dagegen ist ein Heroinentzug ein Zuckerschlecken ob Du's glaubst od nicht.

Hoffe Du schaffst den Absprung u drücke Dir ganz fest die Daumen. 2 Tips noch die mir geholfen haben: 1. Nicht zurückblicken! Was vorbei ist ist Vergangenheit u daran kann man sowieso nichts mehr ändern also vergessen u pos. nach vorn schauen, es kann nur besser werden.
2. Alles was Dich innerhalb Deines Lebens runterzieht (z.B. Stress mit einer bestimmten Person) gnadenlos verbannen bis Du Dein Ziel erreicht hast! Du mußt versuchen alles negative aus Deinem Leben zu verbannen auch wenn es schwer ist, wem etwas an Dir liegt wird das verstehen, wenn nicht ist er/sie es nicht wert. OHNE EGOISMUS geht's nicht, Du darfst in dieser Situation NICHT dran denken, wie sich der/die Anderen fühlen, diesmal geht NUR um Dich, Deine Gefühle und Dein Leben! DU HAST NUR EINS!

Hoffe ich konnte Dir mit meinen Erfahrungen helfen u Mut zusprechen, Kopf hoch - Du schaffst das!

Liebe Grüße,

C-Lo

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7. September 2014 um 20:03

Antidepressiva ein halbes Jahr
Das war damals Citalopram. Mir gings nicht schlecht damit aber den erhofften Erfolg hatte ich auch nicht. Ich hab es dann ganz langsam ausgeschlichen (Dosis war auch recht niedrig). Gleichzeitig habe ich mit Feel Good von Thaivita angefangen und bis jetzt gehts mir besser als mit dem chemischen Antidepressesivum.

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