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Absetzen von Antidepressiva

19. Dezember 2005 um 20:09 Letzte Antwort: 20. Dezember 2005 um 14:19

Ich möchte gerne meine Antidepressiva absetzen. Ich würde ja meine Ärztin fragen, aber dann kommen immer wieder Sätze wie "das ist überhaupt nicht schädlich" "Sie können das ohne Weiteres längere Zeit einnehmen" "Bleiben Sie dabei"... Ich will aber keine Pillen mehr schlucken. Ich kenn mich besser als jede Ärztin und weiss, dass ich damit umgehen kann.

Ich weiss, dass man langsam absetzen muss, aber in welchem Zeitraum und wieviel Mg reduzieren, in etwa??? Nehme zur Zeit 75mg täglich.

Hat jemand Erfahrung?

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20. Dezember 2005 um 10:38

Würde mich auch interessieren...
Hallo!

Ich nehme seit ca. 3 Monaten Antidepressiva (gegen Angststörung) und zwar 50 mg am Tag. Ich wäre auch gerne wieder Pillenfrei. Mir geht es jetzt wieder total gut...
Irgendwie hab ich aber auch Angst, wenn ich die ADs nicht mehr nehme, dass ich wieder in ein Loch falle.

Vielleicht weiß hier jemand wie das ist mit dem Absetzten?

LG ellala

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20. Dezember 2005 um 13:05

Vorsicht!
Hallo Soulflower!

Ich nehme auch seit einigen Monaten Antidepressiva, war 6 Wochen in einer Tagesklinik und mache jetzt eine Therapie.

Ich weiß, daß du das nicht gerne hören möchtest, aber ich denke man sollte Antidepressiva mindestens 1 Jahr lang nehmen. Natürlich bringt das nur was wenn man parallel eine Therapie macht. Ich finde es auch nervig jeden Tag diese Tablette zu schlucken, aber das ist mir immernoch tausend mal lieber, als wieder in diese tiefen Löcher zu fallen. Ich war so tief unten, daß ich ALLES getan hätte, damit es mir besser geht. Jetzt geht es mir besser und damit es auch so bleibt, bin ich vernünftig.

Das ist wie mit Antibiotika. Die sollte man auch zu ende nehmen und nicht mitten in der Behandlung abbrechen.

Aber das hört sich so an als würdest du dich nicht mehr von deiner Meinung abbringen lassen. Dein Arzt kann dich nicht zwingen die Dinger zu nehmen. Sag ihm klipp und klar, daß du sie ansetzen willst und das er dir sagen soll wie du das am besten angehst.
Du musst die Dinger langsam ausschleichen. Also niedriger dosieren über einen langen Zeitraum. Die Tabletten gibt es sicher auch mit 50 mg oder 25 mg oder man kann sie in der Mitte durchbrechen. Das sagt dir aber alles dein Arzt. Im Notfall: Den Arzt wechseln.

Auf keinen Fall einfach aufhören. Wenn ich mal eine von meinen Tabletten aus Versehen vergesse, dann kriege ich schon fiese gemeine Nebenwirkungen.

Ich drück dir die Daumen, daß du das richtige tust und daß es dir wirklich wieder gut geht auch ohne das Zeug!

Alles Liebe!
Socks

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20. Dezember 2005 um 14:05
In Antwort auf alvena_12066287

Vorsicht!
Hallo Soulflower!

Ich nehme auch seit einigen Monaten Antidepressiva, war 6 Wochen in einer Tagesklinik und mache jetzt eine Therapie.

Ich weiß, daß du das nicht gerne hören möchtest, aber ich denke man sollte Antidepressiva mindestens 1 Jahr lang nehmen. Natürlich bringt das nur was wenn man parallel eine Therapie macht. Ich finde es auch nervig jeden Tag diese Tablette zu schlucken, aber das ist mir immernoch tausend mal lieber, als wieder in diese tiefen Löcher zu fallen. Ich war so tief unten, daß ich ALLES getan hätte, damit es mir besser geht. Jetzt geht es mir besser und damit es auch so bleibt, bin ich vernünftig.

Das ist wie mit Antibiotika. Die sollte man auch zu ende nehmen und nicht mitten in der Behandlung abbrechen.

Aber das hört sich so an als würdest du dich nicht mehr von deiner Meinung abbringen lassen. Dein Arzt kann dich nicht zwingen die Dinger zu nehmen. Sag ihm klipp und klar, daß du sie ansetzen willst und das er dir sagen soll wie du das am besten angehst.
Du musst die Dinger langsam ausschleichen. Also niedriger dosieren über einen langen Zeitraum. Die Tabletten gibt es sicher auch mit 50 mg oder 25 mg oder man kann sie in der Mitte durchbrechen. Das sagt dir aber alles dein Arzt. Im Notfall: Den Arzt wechseln.

Auf keinen Fall einfach aufhören. Wenn ich mal eine von meinen Tabletten aus Versehen vergesse, dann kriege ich schon fiese gemeine Nebenwirkungen.

Ich drück dir die Daumen, daß du das richtige tust und daß es dir wirklich wieder gut geht auch ohne das Zeug!

Alles Liebe!
Socks

Hallo Socks
Danke für Deinen Beitrag. Ich nehme die Antidepressiva mittlerweile schon über 4 Jahre und ja, anfänglich hat sich auch was gebessert. Vorher war ich wirklich wie in einem Wachkoma und konnte mich kaum noch bewegen, war lethargisch. Aber inzwischen weiss ich, wie ich mit den Depressionen umgehen kann und ich habe ein sehr liebe Mutter, die mir immer beisteht.

Ich habe auch mit Pille immer noch regelmässig schwarze Tage. Das sollte ja dann eigentlich nicht mehr sein. Auch wenn ich Angst habe, dass ich wieder in ein Loch fallen könnte, möchte ich die Pillen nicht mehr nehmen. Aus Angst von Folge- und Langzeitschäden.

Ich möchte es aber auf jeden Fall versuchen ohne. Wenn es nicht geht, kann ich immer wieder damit anfangen. Aber dass das Zeug so ganz ungefährlich ist, nehme ich den Ärzten einfach nicht ab. Vor allem, wenn es solche Nebenwirkungen haben kann und man es nicht einfach absetzen darf. Zeigt schon, dass es sich in die Körperfunktionen einmischt.

Ich werde es einfach über einen längeren Zeitraum mal immer wieder ein bisschen reduzieren.

Danke für Deine Ratschläge!

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20. Dezember 2005 um 14:19
In Antwort auf caris_12258910

Hallo Socks
Danke für Deinen Beitrag. Ich nehme die Antidepressiva mittlerweile schon über 4 Jahre und ja, anfänglich hat sich auch was gebessert. Vorher war ich wirklich wie in einem Wachkoma und konnte mich kaum noch bewegen, war lethargisch. Aber inzwischen weiss ich, wie ich mit den Depressionen umgehen kann und ich habe ein sehr liebe Mutter, die mir immer beisteht.

Ich habe auch mit Pille immer noch regelmässig schwarze Tage. Das sollte ja dann eigentlich nicht mehr sein. Auch wenn ich Angst habe, dass ich wieder in ein Loch fallen könnte, möchte ich die Pillen nicht mehr nehmen. Aus Angst von Folge- und Langzeitschäden.

Ich möchte es aber auf jeden Fall versuchen ohne. Wenn es nicht geht, kann ich immer wieder damit anfangen. Aber dass das Zeug so ganz ungefährlich ist, nehme ich den Ärzten einfach nicht ab. Vor allem, wenn es solche Nebenwirkungen haben kann und man es nicht einfach absetzen darf. Zeigt schon, dass es sich in die Körperfunktionen einmischt.

Ich werde es einfach über einen längeren Zeitraum mal immer wieder ein bisschen reduzieren.

Danke für Deine Ratschläge!

@soulflower
Hi du!

Das ändert die Sache natürlich! Nach 4 Jahren würde ich auch gerne mal wissen, ob ich eigentlich ich bin, wenn ich die Medis nehme oder ob ich nicht viel mehr ich bin, wenn ich sie nicht nehme.

Das kann ich verstehen. Hast du denn eine Therapie gemacht oder wirst du psychologisch betreut?

Das ich Nebenwirkungen habe, wenn ich die vergessen habe, finde ich aber nicht so schlimm. Lässt sich auch schwer beschreiben. Fühlt sich ein bisschen so an, wie kleine Stro,blitze im Gehirn. Nicht schmerzhaft oder so aber ich bin dann total matschig im Kopf. Und wenn man bedenkt, daß die Medikamente in die Gehirnchemie eingreifen, ist das ja auch nachvollziehbar.
Aber die Botenstoffe in meinem Gehirn haben ja VORHER nicht richtig funktioniert und laufen erst jetzt wieder richtig.

Also ich meine Nebenwirkungen in Anführungszeichen.

Halt mich mal auf dem Laufenden, wie sich die Sache bei dir entwickelt. Würde mich sehr interessieren.

Hatte das nur so verstanden, daß du die Dinger erst seit kurzem nimmst. Nach den ersten Erfolgen meint man dann alles sei wieder gut und weg mit den Dingern. Das ist ein schlimmer Trugschluss.

Viiiiel Glück!
Socks

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