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Abneigung gegen Oberflächlichkeit! Kennt ihr das?

3. Mai 2011 um 13:38

Hallo ihr,

bin eher stille Mitleserin. Habe seit meiner Jugend Essstörungen, bin aber seit einigen Jahren symptomfrei.
Es ist mir in den letzten Jahren immer mehr aufgefallen, dass ich Leute dafür "verachte", die sehr nach Äußerlichkeiten gehen.
Auch wenn mir ein Mann sagt, dass ich hübsch bin, denke ich immer gleich, dass er mich auf mein Ausssehen reduziert...
Ich finde bei anderen Menschen dagegen das Aussehen total unwichtig und achte wirklich nur auf den Charakter. Selbst bei der Partnersuche gehe ich nicht nach dem Aussehen.
Ich glaube aber, dass das erst seit meiner Essstörung so ist...Kommt das daher, dass man sich selbst irgendwo auf seinen Körper/Gewicht/Aussehen reduziert?! Kennt ihr das?!
Manchmal habe ich den Eindruck, dass ich etwas extrem denke, was das angeht...
LG

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3. Mai 2011 um 14:03

Ich bin auch sehr oberflächlich
das geb ich zu, nicht nur bei mir auch bei anderen
aber in den phasen wo ich nach gesundheit strebe hasse ich es ständig komplimente für diese ZU schlanke figur zu bekommen
irgendwie ist unsere gesellschaft komisch, essstörung ist scheisse aber als erwachsene frau so viel zu wiegen wie eine 12jährige ist toll? hallo?? jedenfalls bekomm ich häufig komplimente dafür dass ich so dünn bin und das kann schon nerven besonders wenn man versucht sich für ein gesünderes gewicht zu motivieren...

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3. Mai 2011 um 15:20

Seh ich etwas anders...
bei mir war es so, dass ich meinen Freund äußerlich, zu Beginn, nicht kannte.
Er hatte mich per e-mail kontaktiert und ich habe mich von Anfang an in seine Worte verliebt.
Ich war noch nicht einmal, gleich, daran interessiert, zu wissen wie er aussieht.
Ich war so berührt von dem, was er schrieb; er schien mir sehr vertraut und ich wusste sofort, was das für ein besonderer Mensch ist...
Naja, dass er dann noch gut aussah (genau mein Typ ) war natürlich perfekt...!

Aber für mich ist das Aussehen der Seele sehr viel wichtiger als jede Äußerlichkeit!!!!
Naja, wer innerlich "gut aussieht", der strahlt es äußerlich ja auch wieder- von daher ist jeder gütige Mensch auch ein schöner Mensch!

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3. Mai 2011 um 15:58

Oh ja.....
... ich HASSE es!!! ...."Du bist ja so hübsch" .... "Hey, bei deiner Größe und deiner Figur solltest du Model sein" .... "ich würde gerne auch so aussehen wie du" etc. pp. (letzeres eher ein Kommentar von Frauen )

Besonders wenn Männer sowas sagen, hat es mich in meiner Singlezeit regelrecht wütend gemacht!

Als mein Freund neulich meinte, dass ihn meine kleine Narbe unter der Lippe stört (wirklich nur ein winziges Einstichloch, wo ich mal ein Piercing hatte) - wär ich fast ausgerastet....

Wenn ich hämische Kommentare von Freunden über andere Menschen höre, muss ich diese immer sofort verteidigen...

Also definitiv JA!!!

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3. Mai 2011 um 17:50

So
gesehen ist das ja fast was Gutes, was einem die Krankheit im Nachhinein gebracht hat...

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3. Mai 2011 um 18:08

So extrem, wie
das bei mir ist, wäre es nicht, wenn ich nicht so lange essgestört gewesen wäre. Extreme sind aber ja nie gut. Insofern hat das wohl doch nichts Gutes...

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3. Mai 2011 um 19:12

Nein,
ich sehe mich selbst nicht als geheilt an. Ich war 8 Jahre lang essgestört (Magersucht und später Mischform aus MS und Bulimie). Ich esse mittlerweile normal, also bestimmt 2000 kcal am Tag, aber ich möchte trotzdem mein leichtes UG halten. Habe auch immer gleich Angst, wenn die Waage mal mehr anzeigt...
Du hast recht. Man ärgert sich am meisten über sich selbst, dass man sich von der Gesellschaft so sehr beeinflussen lässt/lassen hat.
Und auf der anderen Seite, weil ich so streng mit mir selbst bin und es einfach manchmal nervt, achte ich bei anderen Menschen nicht so sehr aufs Äußere...

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3. Mai 2011 um 19:40

Ich habe
alle Therapien nach 1, 2 Sitzungen abgebrochen und bin dann irgendwann an einen Punkt gekommen, an dem ich meine essstörung einfach satt hatte. hab mir dann ganz langsam selbst wieder beigebracht, zu essen. Das klappt auch seit 4 Jahren, aber die Angst vorm Zunehmen ist geblieben. Insofern bin ich nicht geheilt, aber ich weiß, dass ich wenigstens meinem Körper keinen Schaden mehr zufüge...
Ich weiß selber nicht, ob ich noch mal eine Therapie anfangen möchte oder nicht...

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3. Mai 2011 um 20:04

Ich kann
die kleinen Dinge eigentlich schon wieder schätzen! Es ist nicht so, dass ich mir nur Gedanken um meinen Körper mache. Es kommen zwar ab und zu am Tag Gedanken, die ich dann aber auch wieder verwerfe und mir sage, dass ich schon gut nicht dick werde bzw. zunehme und ich auch mit 2 Kilo mehr noch ziemlich schlank aussehen würde.
Wenn diese Angst auch durch eine Therapie nicht weggeht, werde ich wohl keine machen müssen oder nur eine, die mir hilft, ein bisschen Selbstbewusstsein aufzubauen. Damit bin ich nämlich nicht gerade gesegnet

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3. Mai 2011 um 20:22

Achso
war das gemeint! Danke

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4. Mai 2011 um 6:50

Ich denke....
... da teils anders:

Einerseits reagier ich ziemlich allergisch, wenn ich mit mit anderen über Leistungen und herausragendes von Menschen unterhalte und dann als meine herausragende Leistung ein sehr attraktives Äußeres genannt wird, weil im Ernst: Ja, ich tu viel für mein Äußeres und ich nutze es auch solange ich noch kann, aber eine LEISTUNG ist wohl eher weniger, außer vielleicht was meinen Sixpack und mein sportliches Aussehen betrifft, aber zu 75% ist es im Endeffekt eine Mischung aus Glück und Genen *lach*
Andererseits finde ich genauso die Aussage "Ich geh nicht nach dem Äußeren, nur die Inneren Werte zählen" quatsch. Denn JEDER Mensch geht nun mal zu nächst von dem aus,was er sieht (vorausgesetzt er sieht überhaupt was). Da ich jahre lang mit Menschen gearbeitet habe, kann ich wohl behaupten, dass man selbstverständlich nach den inneren Werten geht, nichts destotrotz ist es schwierig an die inneren Werte eines Menschen heranzukommen, wenn einem das Äußere missfällt. Ich würde nie einen Mann ansprechen, der mir nicht gefällt, ich würde auch kaum überhaupt jmd kennenlernen, dessen Äußeres meinen Vorstellungen völlig widerspricht. Wenn man dies (warum auch immer ) doch tut, und dann feststellt, dass man gut miteinander auskommt und vllt Freundschaften entstehen, dann ist das sehr gut (in meinem Ex-Job war das häufig der Fall, denn da war man nun mal gezwungen dazu), aber nichts destotrotz schwierig, immerhin (und darüber gibt es studien) ist es in den MEISTEN (auch bei mir gibt es Ausnahmen) Fällen auch so, dass es in einem Freundeskreis auch äußerliche gemeinsame Werte durchaus gibt.

Also was ich mit dem Roman sagen will: ich sehe es immer als Kompliment, wenn mir jmd sagt, ich sei schön. Denn das ist nun mal das, was er sieht und den Rest kennt er gar nicht.
(wobei ich auch lieber Komplimente von Frauen bekomme, als von Männern, denn die sind ehrlicher - Männer können einen auch potentiell nur ins Bett bekommen wollen )

LG

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