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Abnehmen nach der Bulimie

11. August 2014 um 13:42 Letzte Antwort: 13. August 2014 um 14:29

Hallo Community,

bisher war ich nur ein stiller Mitleser aber heute habe ich selbst ein Anliegen. Ich war/bin nun seit ca. 2 1/2 Jahren essgestört. Erst Anorexie, dann Binge Eating und zuletzt Bulimie non-purging-Typ. Nun war ich 10 Wochen lang in einer Klinik und es geht mir so viel besser! Ich ernähre mich jetzt wirklich ziemlich normal, wenn auch trotzdem noch gesund (viel Gemüse, Obst, keine Softdrinks...) und mache ganz normal Sport , der mein Gewicht aber überhaupt nicht beeinflusst, dh ohne Sport nehme ich nicht zu und mit mehr Sport nehme ich nicht ab. Da ich aber Angst habe wieder Essanfälle zu bekommen wenn ich mir etwas verbiete esse ich recht viel Süßes, trotzdem in normalen Mengen würde ich sagen. Nun halte ich so mein Gewicht am oberen Rand des Normalgewichts (1,71m, ca.70kg) und ich würde gerne nach längerer Zeit der Eingewöhnung und Stabilisierung (in ca. 4 Wochen) damit anfangen ein bisschen abzunehmen. Ich würde gerne auf 60kg kommen, was meinem Idealgewicht entspricht. Nun habe ich aber total Angst wieder in eine Essstörung zu rutschen wenn ich anfange mit Kalorien zählen oder sowas in der Art und würde euch gerne um Rat fragen wie ich das ganze angehen könnte. Außerdem ob ihr das Gewicht angemessen findet und über welchen Zeitraum ich das ganze machen soll. Sorry für die vielen Fragen


LG, Kaktuslein

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12. August 2014 um 11:25

Nein, sie muss sich nicht akzeptieren,
wenn sie sich nicht wohl fühlt.
Normalgewicht umfasst eine sehr große Spannweite und innerhalb dieser gibt es immer sogenannte Gewichtseinheiten, in denen man sich mehr oder weniger wohl fühlt. Mit 60kg hat sie immer noch dieses hoch angepriesene Normalgewicht, also sehe ich darin kein Problem. Heißt, sich von der Essstörung zu verabschieden immer gleich, man MUSS sich akzeptieren, obwohl man es scheiße findet? Meiner Meinung nach, nur noch mehr Psycho-Stress.
Solange sie nicht wieder rückfällig wird, ist das in Ordnung. Man kann nämlich auch gesund abnehmen, durch etwas, das sich ERNÄHRUNGSUMSTELLUNG nennt.
Das ist immer noch besser, als wieder in diesen Teufelskreis zu gelangen.

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12. August 2014 um 20:05
In Antwort auf olivie_11910935

Nein, sie muss sich nicht akzeptieren,
wenn sie sich nicht wohl fühlt.
Normalgewicht umfasst eine sehr große Spannweite und innerhalb dieser gibt es immer sogenannte Gewichtseinheiten, in denen man sich mehr oder weniger wohl fühlt. Mit 60kg hat sie immer noch dieses hoch angepriesene Normalgewicht, also sehe ich darin kein Problem. Heißt, sich von der Essstörung zu verabschieden immer gleich, man MUSS sich akzeptieren, obwohl man es scheiße findet? Meiner Meinung nach, nur noch mehr Psycho-Stress.
Solange sie nicht wieder rückfällig wird, ist das in Ordnung. Man kann nämlich auch gesund abnehmen, durch etwas, das sich ERNÄHRUNGSUMSTELLUNG nennt.
Das ist immer noch besser, als wieder in diesen Teufelskreis zu gelangen.

Verständnis ...
... kann ich für den Wunsch sehr wohl aufbringen.

Ich finde man sollte das Gewicht haben, bei dem man sich wohl fühlt und darauf auch hinarbeiten - GESUND hinarbeiten. Nun ist es so, dass Magersüchtige sich anscheinend mit einem Normalgewicht nicht wohl fühlen, sonst wären sie ja nicht magersüchtig. Also wäre es vermessen zu sagen: Erreiche das Gewicht bei dem du dich wohl fühlst! Die Angst kann ich also verstehen ...

Aber ... wie wäre es mit einer ganz langsamen Abnahme? Über ein Jahr - jeden Monat ein halbes bis ein KG und dann immer ein wenig halten - sich im Spiegel anschauen und merken, wann man sich wohl fühlt? Ist wahrscheinlich schwerer als man denkt, oder? Keine Ahnung - aber so wäre MEINE Wunschvorstellung ...

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13. August 2014 um 14:29

Danke schonmal für die Antworten!
@losgelassen Vielen dank für deine Meinung, so in etwa hatte ich mir das auch vorgestellt. Langsam und gesund mit professioneller Begleitung. Ich befinde mich in ambulanter Therapie. Ich wollte diese Grenze nicht um mich darauf zu fixieren sondern einfach als Grenze für mich selbst weil wie @mornhiril schon sagte ist es für Essgestörte schwer zu sagen wann sie sich wohl fühlen und dann einfach aufzuhören. Ich werde mir auf jeden Fall noch Zeit lassen bis ich das ganze angehe und auch dann natürlich auch langsam und gesund ohne Kalorien zählen oder sowas in der Art.
Und @calogen vielen dank für deine Meinung und unterstützung, du sagst genau das was ich denke! Ich habe noch ordentlich Luft nach unten und ich denke es ist wesentlich einfacher wirklich gesund zu werden wenn man sich selbst nicht nur akzeptiert sondern wirklich zufrieden ist.

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13. August 2014 um 0:26
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