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Abhängigkeit von einem Menschen...

16. Februar 2011 um 23:45

Hilfe, ich bin eine Stalkerin!!
Hallo!

Wahrscheinlich werdet ihr mir nicht weiterhelfen können, denn ich gehe schon seit 2,5 Jahren 2 mal wöchentlich zu einem Psychoanalytiker 50 Minuten, war schon 3 Monate vollstationär in einer psychosomatischen Klinik und 4 Monate in einer Psychiatrischen Tagesklinik. Viele meiner Symptome konnten durch die Behandlung behoben oder verbessert werden, nur das mit dem stalking ist echt noch ganz schlimm und ich kann einfach nicht damit aufhören.
Mit meinen vielen Psychologen habe ich das Thema schon so oft durchgesprochen, wir haben auch einige Erklärungsansätze für mein Verhalten gefunden, nur leider haben die Erklärungen nicht zur Besserung geführt.
Ich habe auch schon so viel in Foren gelesen, Bücher zu dem Thema - ich weiß aber einfach nicht mehr was ich machen soll, denn nichts hilft.
Hier erstmal die Vorgeschichte:
Ich machte vor 3 Jahren ein Auslandssemester in Sao Paulo, Brasilien (ich bin dort geboren) und dort lernte ich sie kennen..
Sofort war eine besondere Anziehung zwischen uns da. Ich hatte bis dato nur etwas mit Männern gehabt, sie war quasi die erste uns bisher einzige Frau in meinem Leben.
Sie hatte sich kurz davor aus einer Affaire getrennt. Die ersten Wochen ging alles ziemlich langsam los, weil ich noch gar nicht damit klar kam dass sie eine Frau ist und ich mir sicher war, ich könnte nur Männer lieben. Deshalb war schon der Anfang unserer Beziehung ziemlich chaotisch aber teilweise eben auch wunderschön.
Als nach 6 Monaten dann mein Auslandssemester zu Ende ging waren wir seit 2 Monaten fest zusammen. Ich flog zurück nach Deutschland. Ein halbes Jahr später kam sie nach Deutschland um hier ein Auslandssemester zu machen. Daraus sind dann 1,5 Jahre geworden. Der Anfang war furchtbar, ich kam gar nicht damit klar, dass sie eine Frau ist, habe sie verheimlicht, abgestoßen, abgewertet, war gemein zu ihr was mir heute so unglaublich leid tut, ich würde es um alles in der Welt rückgängig machen, nur dass sie zu mir zurückkommt. Ich habe viele Fehler gemacht in der Beziehung. Ich habe sie meinen Freunden nicht vorgestellt, weil ich nicht zu ihr gestanden habe, leider!! Ich habe nicht gesehen was für eine wahnsinnsleistung sie vollbracht hat, als Ausländer in Deutschland fand sie sofort einen Studienplatz, eine Wohnung, einen coolen Job, Freunde.. echt klasse, ich bewunder sie heutzutage total dafür. Damals konnte ich sie in meinem Entwertungswahn nicht immer bewundern, hab sie idealisiert und gehasst gleichzeitig (Ich bin Borderliner). Wir hatten eine sehr schöne aber auch sehr turbulente Zeit. Es gab oft Streitigkeiten, Trennung war oft das Thema. Damals dachte ich immer, dass ich glücklicher sein könnte, wenn wir getrennt seien, kam aber einfach nicht von ihr los. Heute nach der Trennung ihrerseits wünsche ich mir nichts mehr als ihre Nähe, ihre Stimme.. mit ihr zu sein, ich vermisse sie so sehr!!!!! Wir haben uns seit April 2010 nicht gesehen, weil sie dann zurück nach Brasilien gegangen ist, Juni 2010 hat sie sich getrennt. Im Juli 2010 bin ich dann in die Psychosomatische Klinik gekommen. Die ersten 6 Wochen nach der Trennung ging es mir SO miserabel wie noch nie in meinem Leben. Ich lag 6 Wochen nur im Bett, habe kaum was gegessen, nur geheult und hatte plötzlich ständig Panikattacken. Das hatte ich noch nie in meinem Leben. Das ist so schrecklich!!! Keine Luft mehr zu bekommen, denken man erstickt.. und das 10x am Tag oder öfter. Schlaflosigkeit bei ständiger Müdigkeit, kraftlos, einfach GRAUENVOLL!!! Als ich dann endlich ins Krankenhaus kam ging es mir dann erstmal ein wenig besser. Ich war erstmal abgelenkt von den vielen Therapien, von den vielen neuen Leuten die ich kennenlernte und da ich Vollstationär dort war hatte ich erstmal Abstand von allem, was mich an sie erinnerte. Wir hatten beschlossen erstmal den Kontakt abzubrechen. Am Anfang habe ich sie schon 50x am Tag angerufen und immer geheult und geheult.. aber zu dem Zeitpunkt war es noch nichts SO ungewöhnliches, weil wir uns während der Beziehung selbst auch zig mal am Tag angerufen und geschrieben haben und selbst an Tagen wo wir uns 22 von 24h gesehen haben sozusagen haben wir die restlichen 2 stündchen die wir uns mal nicht sehen konnten am Telefon verbracht oder sms geschrieben. Aber während der Beziehung ging das von uns BEIDEN aus. Obwohl es uns beide irgendwann genervt hat dass wir irgendwie nur noch in einer "symbiotischen Blase" gelebt haben und nichts mehr ohne die andere gemacht haben konnten wir es beide nicht lassen ständig Kontakt aufzunehmen. Dann war einige Wochen tatsächlich Funktstille. Zu ihrem Geburtstag im August habe ich ihr dann nochmal Blumen geschickt.
Während der Klinikzeit bin ich dann zu Hause ausgezogen. Und da ging es dann eigentlich erst so richtig los. Davor wohnte ich noch bei meinen Eltern, in der Klinikzeit hatte ich immer Leute um mich rum.. ich konnte noch nie gut alleine sein. Und plötzlich, die leere Wohnung, die Einsamkeit.. ich bin völlig durchgedreht!! Ich habe wieder angefangen mich zu schneiden (borderline!) habe sie mit Anrufen, SMS, Briefen, Päckchen terrorisiert bis irgendwann keine Reaktion mehr von ihr kam. Am Anfang war sie noch wirklich lieb zu mir, hat versucht mich zu trösten, mir erklärt dass sie so nicht mehr kann wie die Beziehung gelaufen ist - auch weil sie ihre Uni dort fertig machen muss und ich meine hier und noch einige andere Gründe. Doch irgendwann ist sie zu Hause ausgezogen, ich kenne ihre neue Adresse nicht. Und dann ist es erst RICHTIG krank geworden. Sie hat ihre Telefonnummer gewechselt und ich bin so dermaßen durchgedreht dass ich alle ihre 365 facebook Freunde angeschrieben hab ob sie denn die neue Nummer von ihr hätten. Eine hat sie mir dann gegeben und dann ging der Terror weiter. Ich habe alle paar Minuten angerufen und gemailt. Wir hatten noch ein gemeinsames sms online Konto, das hat sie gesperrt, bei facebook hat sie mich gesperrt und ihre Freunde auch, ans Telefon geht sie nichtmal mehr mit unterdrückter Telefonnummer. Ich bat eine Freundin von mir ihr zu schreiben, sie sagt, sie mache sich zwar sorgen um mich will aber auf keinen Fall Kontakt zu mir, was ich auch irgendwie verstehen kann.
Ich habe versucht mich umzubringen vor lauter Verzweiflung, habe einmal eine Überdosis an Medikamenten genommen und mir einmal die Pulsadern aufgeschnitten habe aber (leider!) beide Male überlebt.
Ich schickte ihr auch Selbstmorddrohungen, Bilder von meinen zerschnittenen Armen aber keine Reaktion mehr von ihr.
Ich weiß, es ist krank was ich tue. Ich weiß, sie kommt nicht mehr zu mir zurück und erst Recht nicht, wenn ich mich so verhalte.
Ich weiß, es wäre das Beste es sein zu lassen, sie in Ruhe zu lassen und vielleicht finde ich IRGENDWANN einen neuen Partner/in? (Das ganze ist schon SO viele Monate her und NIEMAND auch wirklich NIEMAND gefällt mir oder bei dem ich mir vorstellen könnte Nähe zuzulassen! Allein der Gedanke, dass sie schon eine andere haben könnte, schon Sex mit einer anderen gehabt haben könnte zerreißt mich!! Ich weine ständig, träume ständig von ihr, denke den ganzen Tag an sie egal was ich tue).
Ich weiß echt nicht mehr was ich machen soll.
Wenn ich einen "klaren Kopf" habe weiß ich, dass das krank ist, dann tut sie mir echt leid und ich wünsche mir es rückgängig machen zu können oder sie noch ein letztes Mal zu sprechen um mich zu entschuldigen.
Aber in meinen "wahnhaften" Momenten wieder will ich nur SIE und nichts anderes und die emotionalen Schmerzen zerreißen mich so sehr dass ich einfach nur sterben will oder sie bei mir haben!!
Wer kann mir helfen wenn mehrere Therapeuten und die ganze Literatur darüber schon gescheitert sind??
Ich weiß zwar dass dieser Wahn mit der Art von Beziehung zu tun hat, die ich mit meiner Mutter hatte (zum einen sehr symbiotisch, zum anderen sehr ambivalent) aber was ich TUN kann, damit es AUFHÖRT weiß ich bis jetzt noch nicht??
Bitte helft mir!!!!!!!!!

sadpussycat

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23. Februar 2011 um 2:22

Herzliches Beileid
Wir hier im Forum können dir wahrscheinlich wirklich nicht helfen.
Hast du schon mal versucht, deine Stimmung mit Medikamenten in den Griff zu bekommen? Ich könnte mir vorstellen, dass Neuroleptika dir Linderung verschaffen.

Bei manchen Medikamenten (vor allem Benzodiazepinen) muss man aber aufpassen, da sie abhängig machen können.

Alles Gute
Spaxxx

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25. Februar 2011 um 11:21
In Antwort auf lean_12240789

Herzliches Beileid
Wir hier im Forum können dir wahrscheinlich wirklich nicht helfen.
Hast du schon mal versucht, deine Stimmung mit Medikamenten in den Griff zu bekommen? Ich könnte mir vorstellen, dass Neuroleptika dir Linderung verschaffen.

Bei manchen Medikamenten (vor allem Benzodiazepinen) muss man aber aufpassen, da sie abhängig machen können.

Alles Gute
Spaxxx

Medis
Ja, ich habe einige Monate Neuropeltika genommen (zyprexa) es hat mir ein wenig geholfen mich nicht mehr zu schneiden aber ich habe dadurch 10kg in 3 Monaten zugenommen und habe sie deshalb wieder abgesetzt. Ich nehme jetzt Antidepressiva (Fluoxetin) und Atosil zum Schlafen und gegen die Spannungszustände...

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