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Abhängig von Cannabis

2. Dezember 2015 um 12:53 Letzte Antwort: 11. Februar 2016 um 11:36

Ich wende mich heute erstmals an ein solches Forum, weil ich sehr hoffe, dass mir jemand einen Weg aus meinen Problemen zeigen kann.
Ich bin Mitte 30 und seit 15 Jahren abhängig von Cannabis. Ich rauche täglich - immer wenn die Zeit es zulässt.

Ansonsten führe ich in unauffälliges Leben und außer meinem Mann weiß niemand von meiner Sucht.

Ich habe mir schon sooo oft geschworen, damit aufzuhören, aber wenn ich hier ganz ehrlich bin, hat es noch niemals auch nur 1 Tag geklappt (wenn ich nicht gezwungen war).

Eine stationäre Drogentherapie kommt aus mehreren Gründen nicht in Betracht. Bei einer ambulanten Gesprächstherapie glaube ich nicht an deren Wirksamkeit. Ich war mal 3 x bei einer Drogenberatungsstelle, aber das Sprechen darüber bringt mich auch nicht weiter. Den Suchtdruck und das Verlangen danach mindert das kein bisschen.

Ich weiß einfach nicht wie ich mein Problem, meine Sucht in den Griff kriegen soll. Ich bin mittlerweile echt kurz vorm verzweifeln

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3. Dezember 2015 um 12:45

Hallo
Soweit ich weiß, kann man davon nicht körperlich, sondern nur psychisch abhängig werden.
Darf ich fragen wieviel du in einer Woche ca rauchst?
Rauchst du auch Zigaretten?
Frag dich einfach mehrmals warum du es so unbedingt brauchst bzw. rauchen willst.
Ist es einfach nur Gewohnheit?
Oder brauchst du es wirklich, damit du nicht komplett auszuckst?

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13. Januar 2016 um 14:42

Hi
Das ist reine Kopfsache,Körperlichkeit gibt es da keine Abhängigkeit.ich konsumiere auch cannabis mal mehr mal weniger.und es geht auch komplett ohne.so sollte es sein

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10. Februar 2016 um 14:21

Nun also ...
Eine Sucht zu stoppen, die so lange besteht ist nicht ganz einfach.
Am ehesten (neben therapien und stationären aufenthalten die meistens das leben ruinieren) klappt dies mit einer "gegen" sucht.
Ich habe diesen Tipp einst bekommen und bei mir hat es prima funktioniert. Damals war ich abhängig nach PeP (speed, amphetaminen). Auch für mich kam eine Therapie nicht in frage da rat mir ein Freund.
Versuche die Sucht mit einer Sucht zu bekämpfen.
Nach 4 Jahren PeP konnte ich nicht einfach so aufhören. Körperlich klar, Psychisch aber nicht.
Also Pep macht den Kopf klar. Du fühlst dich wacher fitter und klarer. (bist du nicht du fühlst dich blos so)
Also war meine konter droge das Kiffen. Ich habe immer wenn ich eine "line" ziehen wollte einen geraucht. hat mir am anfang nichtmal gefallen, hat aber vor allem funktioniert ... ich war duselig und das verlangen nach ner line war nicht mehr so stark.
Nach etwa einem Monat dann habe ich zwar ein zwei mal am tag gekifft, aber das verlangen nach Lines war weg. Komplett ... Mein Hirn hatte sich auf die neue Droge eingestellt.

Jetzt der Clou. Wenn du eine Droge erst seit einem oder zwei monaten nimmst, fällt es dir wesentlich leichter davon los zu kommen. Mit dem Kiffen dann wieder aufzuhören war nur ein kleiner schritt. Das verlangen nach einer line ist aber nicht zurück gekehrt.

Bevor mir jetzt hier X Leute an den Kopf werfen ich soll keinem Drogen süchtigen zu noch mehr drogen raten
Es hat bei mir Funktioniert. Das ist nicht die regel.
Auch dabei gilt es gewisse dinge einzuhalten. Du sollst deine Droge ERSETZEN nicht ergänzen. Solltest du also beispielsweise nun Pep nehmen und den Kopf klar machen, darfst du natürlich im gegenzug nicht mehr kiffen! Sonst bist du bald nach beidem abhängig.
Merkst du das es nicht klappt, lass die neue Droge so lange du noch kannst wieder weg !


Viele reden vom Inneren schweinehung und man muss sich nur zusammen reißen. So leicht ist das aber nicht. Das Hirn steuert alles ! Es kann dich mit einem Gedanken töten. Dein Hirn steuert jede deiner bewegungen und damit auch dein Handeln. Wenn dein Hirn einen Stoff will, dann kannst du dich dem so gut wie nicht wiedersetzen. Was du kannst, dein Hirn überlisten. Dich selbst verarschen sozusagen. Du redest dir ein die neue Droge ist viel toller bis dein Hirn das auch denkt.


Wie gesagt bei mir hat das funktioniert. Der tipp kann auch scheiße sein. Jeder tickt anders.

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11. Februar 2016 um 11:36

Liebe Betty
Wenn ich deinen Text lese, kommt mir dass extrem Bekannt vor . Mir ging es genau so. Ich habe mit 14 begonnen zu kiffen. Bin jetzt 31. Und konnte erst vor 8 Monaten damit aufhören (Habe auch während der Schwangerschaft und der Stillzeit nicht geraucht, danach aber gleich wieder begonnen)

Ich habe sehr viel geraucht und außer Psychisch super funktioniert. Bei der Arbeit, Haushalt, Erziehung - überall alles in Ordnung, aber im Kopf, da war's langsam nicht mehr so gut. Habe immer versucht zu stoppen... nicht geschafft.. weil's halt wie ne stütze war für mich.. Ohne kiffen habe ich's einfach nicht ausgehalten.. Traurig, extrem Depressiv, Suizid gefährdet... ich musste Rauchen sonst wäre ich jetzt weg.

Dann die Lösung:
Wellbutrin. Ein Antidepressiva /Stimmungsaufheller mit dem ich 2 Tage nach Einnahme einfach gestoppt habe. Ohne Nebenwirkungen, Entzug oder Psychischen Probleme. Einfach so stopp. (Für Süchtige wie Alkoholiker oder eben starke Kiffer gedacht)

Unterdessen 8 Monate später bin ich letze Woche auf auf Fluoxetin umgestiegen. Kiffen ist passee habe aber leider auch sonst Depressionen von früher...unverarbeitetes welches ich jetzt damit "behandle".

Lass dich doch mal beraten...
Kannst mir auch gerne schreiben..

liebe grüsse

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