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Ab wann ist es eine Esstörung?

23. Juni 2016 um 19:20 Letzte Antwort: 2. Juli 2016 um 0:36

Hallo Ihr Lieben,

Ich beschäftige mich schon eine lange Zeit mit dem Thema Magersucht bzw. normales Essverhalten.

Kurz zu mir: ich bin 23 Jahre alt, bin 1,63 groß und wiege immer so zwischen 47 und 48 Kilo.

Ich hatte mal meine Grenze von nicht mehr als 49 Kilo aber momentan habe ich den starken Wunsch auf 45 Kilo zu kommen. Ich fühle mich einfach nicht hübsch bzw dünn genug. Sobald ich etwas esse habe ich ein fürchterlich schlechtes Gewissen und das Gefühl nicht konsequent genug zu sein. Teilweise bekomme ich, wenn ich sehr wenig gegessen habe und starken Hunger üble fressattacken. Wobei ich ehrlich gesagt nicht weiß, was viel und was wenig ist. An einem normalen guten Tag esse ich zwei Brote über den Tag verteilt und abends eine Portion warmes Essen, diese Portion ist auch auf jeden Fall deutlich geringer als die von meinem Freund und jedes Mal nach dem Essen wird mir fürchterlich schlecht. Ist das normal oder wenig? Würdet ihr denken das es in eine krankhafte Richtung geht? Ist man nicht erst Magersüchtig wenn der BMI-Wert unter 17,5 ist?

Evtl könnt ihr mir auch eure Erfahrungen schildern, wie ihr diese unglaubliche Angst vor dem zunehmen in den Griff bekommen habt?

Vielen Dank im Voraus und liebe Grüße

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24. Juni 2016 um 22:19

Lieben Dank!
Vielen Lieben Dank für deine Antwort. Darf ich fragen, ob du auch darunter leidest oder gelitten hast? Ich wüsste gerne wie ein normales Essverhalten aussieht.

Mit meiner Hausärztin habe ich darüber im Vertrauen gesprochen. Sie hat sogar damit angefangen und seitdem mache ich mir erst Gedanken. Ich habe allerdings auch heute schon einen Termin ausgemacht um das mal von einem Profi beurteilen zu lassen. Das macht jetzt natürlich Angst. Ich hoffe, das diese selbstzweifel endlich aufhören und das ich mir nicht minütlich Gedanken um essen und Kalorien und aussehen machen muss.

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27. Juni 2016 um 11:38

Stark!
Hallo Liebe,

das klingt schon sehr nach einem essgestörten Verhalten, gerade auch, weil du dir so viele Sorgen und Gedanken darüber machst. Eigentlich könntest du ja auch einfach frei und gesund sein und über sowas gar nicht nachdenken, oder? Wenn das nicht geht, dann ist es für mich schon ein Zeichen, dass du dir dort lieber Unterstützung holen solltest. Auch, dass du dich mit deinem Freund vergleichst.

Dass dir nach dem Essen übel ist, kommt wahrscheinlich daher, dass dein Körper dann erst einmal wieder mit dem Essen zurecht kommen muss. Aber darüber solltest du eigentlich nicht nachdenken, dein Körper kann das glaube ich ganz gut allein, wenn du ihm gibst, was er braucht.

Bei mir war es so, dass ich gedacht habe, ich fühle mich nicht wohl, weil mein Körper so und so aussieht. Aber in Wirklichkeit war es so, dass ich mich generell nicht wohl gefühlt habe, was ich so in meinem Leben gemacht habe und, dass dieses Gefühl eher von innen kam und eigentlich nichts mit meinem Aussehen und Körper zu tun hatte.

Ich war selbst vor 5 Jahren magersüchtig, habs aber geschafft dort raus zu kommen, indem ich ganz viel hinterfragt und reingefühlt habe, was dort wirklich los ist. Und das Essen ist da eher nur so ein Ausdruck.

Meld dich gern, wenn du willst!

Ich wünsch dir alles Gute und finde es stark, dass du so offen dich hier meldest. Das zeigt schon, dass du auf dem richtigen Weg bist!

Liebe Grüße!

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2. Juli 2016 um 0:36

Danke!
Das wäre sehr lieb. Ich möchte so gerne zu einem normalen Essverhalten zurück finden. Auch wenn ich mich am Anfang zwingen muss. Ich bin so dankbar, dass man hier soviel über diese Krankheit erfährt. So können einige inklusive mir, früh genug die Notbremse ziehen.

Ich bedanke mich schon einmal im Voraus.

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