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Ab wann beginnt Bulimie?

15. Januar 2015 um 1:36

Hallo ihr Lieben,

ja, schon vor knapp einem Jahr hatte ich mit Bulimie zu kämpfen, naja eigentlich fand ich es nicht schlimm und wollte gar nicht "gesund" werden....habe damals 15 kg abgenommen, und seid dem gehalten.

ich wiege jetzt 85 kg bei 1,73 m, also vieeeel zu viel....
seid mein freund mir vor einem Jahr das Ultimatum Er oder die Bulimie gestellt hat, habe ich es geschafft 1 Jahr (fast) nicht zu kotzen....
In dieser Zeit kreisten meine Gedanken die ganze Zeit um Abnehmen, Sport und Kotzen...ich habe immer daran gedacht wie schön es wäre jetzt zu kotzen. Aber ich habe es nicht gemacht, aber eigentlich nur meinem Freund zu Liebe. Ich möchte Ihn nicht verlieren!
Es gab nur 2-3 Ausnahmen wo ich es nicht geschafft habe, die waren aber schnell vergessen...
Jedoch war das Thema Kotzen, Abnehmen immer im Kopf. So kam es vor 2 Monaten dazu, dass ich wieder Kotze. Aber nicht oft! Sehr unregelmäsig. Manchmal eine Woche nicht oder nur 1 mal in der Woche.
Aber ich habe ja schonmal geschafft aufzuhören, also ist es wirklich Bulimie oder einfach Abnehmen wollen?

Weiss nicht was ich tun soll, traue mich nicht es meinem Freund zu sagen!
Ich weiss, dass es nicht gesund ist aber ich fühle mich danach wohl. Würde auch öfters Kotzen, dass geht aber leider nicht

Liebe Grüße

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15. Januar 2015 um 23:50

Doppelleben
ist einfach voll fürn Arsch.

Was heißt das denn für dich "kotzen gehen"? Heißt das du hattest einen FA? Heißt das du hast einfach den Überblick verloren und musst irgendeine harmlose Mahlzeit loswerden zum Druckabbau? Heißt das, du isst normale Mahlzeiten und lässt sie dir nochmal durch den Kopf gehen?

Ich kenne mittlerweile beide Seiten der Medaille - sowohl die Suchtkranke zu sein, als auch die "eher gesunde" mit einem Suchtkranken. Es ist einfach Horror mit ner süchtigen Person zusammen zu sein. Nach wie vor solltest du dich für die Seite deines Freundes entscheide, und eben auch weitere Schritte einleiten. Das Ultimatum deines Freundes übt nicht mehr genug Macht gegen die Bulimie aus, du erlaubst dir zu schummeln, ihn zu hintergehen. "Beziehung geht auch mit Essstörung". Geht gar nicht. Schnell Hilfe holen und richtig gesund werden. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Falls ihr euch doch mal trennt wird das alles über dir hereinbrechen. Lieber jetzt gesund werden in einem liebevollen und schützendem Umfeld!

LG

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16. Januar 2015 um 1:21
In Antwort auf blamimibla

Doppelleben
ist einfach voll fürn Arsch.

Was heißt das denn für dich "kotzen gehen"? Heißt das du hattest einen FA? Heißt das du hast einfach den Überblick verloren und musst irgendeine harmlose Mahlzeit loswerden zum Druckabbau? Heißt das, du isst normale Mahlzeiten und lässt sie dir nochmal durch den Kopf gehen?

Ich kenne mittlerweile beide Seiten der Medaille - sowohl die Suchtkranke zu sein, als auch die "eher gesunde" mit einem Suchtkranken. Es ist einfach Horror mit ner süchtigen Person zusammen zu sein. Nach wie vor solltest du dich für die Seite deines Freundes entscheide, und eben auch weitere Schritte einleiten. Das Ultimatum deines Freundes übt nicht mehr genug Macht gegen die Bulimie aus, du erlaubst dir zu schummeln, ihn zu hintergehen. "Beziehung geht auch mit Essstörung". Geht gar nicht. Schnell Hilfe holen und richtig gesund werden. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Falls ihr euch doch mal trennt wird das alles über dir hereinbrechen. Lieber jetzt gesund werden in einem liebevollen und schützendem Umfeld!

LG

Keine Fressattacken
Nein, so typische FA habe ich nicht, in dieser Sache kann ich mich gut zurück halten.
Es sind eher die normal Mahlzeiten, mit denen ich mich nicht wohl fühle.

Ich habe aber Angst es ihm zu sagen. wir hatten das Thema heute nochmal und er sagte mir, dass er auf jeden Fall Schluss macht, wenn ich wieder mit dem Kotzen anfange.
Ich habe einfach keine Person an die ich mich wenden kann.
Ich möchte ihn nicht verlieren.

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16. Januar 2015 um 13:38

Es
gibt verschiedene ,,Formen der Bulimie und du befindest dich mittendrin. Es ist egal, ob du täglich erbrichst oder ob Wochen, Monate oder Jahre dazwischen liegen. Das Problem habe ich immer noch (zum Teil). Der Unterschied: Ich kaufe nicht mehr extra für die Anfälle ein, da ich diese (eigentlich) NICHT will.
Selbst wenn man die Nahrung drinnen behält (und mit Schmerzen im Bett liegt) und es versucht, womit auch immer auszugleichen, nennt sich das ,,Non Purge - ohne Erbrechen. Die Vorstufe davon ist ,,Chew & Spit (war bei mir früher der Fall). Nighteating, was ich z. T. auch habe, gehört für mich ebenfalls dazu.

Was dagegen hilft, k.A. (Vielleicht Vertrauen und Akzeptanz)....
Das erste Mal war bei mir mit 15 oder 16. Und jetzt bin ich 25. (zusätzlich och zuckersüchtig). Dementsprechend sehen meine Zähne aus......
Solange man es NICHT nicht ändern WILL, wird man immer wieder rückfällig. Da helfen keine Tabletten, Gespräche, Klinik etc.

Auch wenn es schwer für deinen Freund ist, sollte er in jedem Fall zu dir stehen.
Wenn er dich verlassen würde, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass du wieder täglich erbrichst.

Auch wenn es nicht zu vergleichen ist: Angewohnheiten (ob gut oder schlecht), hat jeder oder fast jeder. Bei Süchten ist es nahezu unmöglich, diese mal eben ,,abzulegen.

Es gibt zwar einen Ort, wo ich mich wohlfühle (d. h. ,,Zuhause), wo ich glücklich bin und alle meine Probleme für einen Zeitraum ablegen kann, doch sobald ich woanders bin, egal wo, fühle ich mich abstoßend / nicht gut genug für andere / ungeliebt etc. (Dysmorphophobie, Sozialphobie, SVV, bipolare Störung). Doch dort sieht man es nicht.
Bei Personen, zu denen ich eigentlich ein gutes Verhältnis habe (z. B. Großeltern), sage ich immer, es geht mir gut. Doch innen sieht es komplett anders auch. Auch habe ich Angst / Panik, später einsam ,,zu sterben.

Auch wenn es einige geschafft haben, komplett ,,gesund zu werden, denke ich, dass die Gedanken einen immer wieder einholen (nicht bei allen, doch bei vielen).

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16. Januar 2015 um 13:45
In Antwort auf 19biene89

Es
gibt verschiedene ,,Formen der Bulimie und du befindest dich mittendrin. Es ist egal, ob du täglich erbrichst oder ob Wochen, Monate oder Jahre dazwischen liegen. Das Problem habe ich immer noch (zum Teil). Der Unterschied: Ich kaufe nicht mehr extra für die Anfälle ein, da ich diese (eigentlich) NICHT will.
Selbst wenn man die Nahrung drinnen behält (und mit Schmerzen im Bett liegt) und es versucht, womit auch immer auszugleichen, nennt sich das ,,Non Purge - ohne Erbrechen. Die Vorstufe davon ist ,,Chew & Spit (war bei mir früher der Fall). Nighteating, was ich z. T. auch habe, gehört für mich ebenfalls dazu.

Was dagegen hilft, k.A. (Vielleicht Vertrauen und Akzeptanz)....
Das erste Mal war bei mir mit 15 oder 16. Und jetzt bin ich 25. (zusätzlich och zuckersüchtig). Dementsprechend sehen meine Zähne aus......
Solange man es NICHT nicht ändern WILL, wird man immer wieder rückfällig. Da helfen keine Tabletten, Gespräche, Klinik etc.

Auch wenn es schwer für deinen Freund ist, sollte er in jedem Fall zu dir stehen.
Wenn er dich verlassen würde, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass du wieder täglich erbrichst.

Auch wenn es nicht zu vergleichen ist: Angewohnheiten (ob gut oder schlecht), hat jeder oder fast jeder. Bei Süchten ist es nahezu unmöglich, diese mal eben ,,abzulegen.

Es gibt zwar einen Ort, wo ich mich wohlfühle (d. h. ,,Zuhause), wo ich glücklich bin und alle meine Probleme für einen Zeitraum ablegen kann, doch sobald ich woanders bin, egal wo, fühle ich mich abstoßend / nicht gut genug für andere / ungeliebt etc. (Dysmorphophobie, Sozialphobie, SVV, bipolare Störung). Doch dort sieht man es nicht.
Bei Personen, zu denen ich eigentlich ein gutes Verhältnis habe (z. B. Großeltern), sage ich immer, es geht mir gut. Doch innen sieht es komplett anders auch. Auch habe ich Angst / Panik, später einsam ,,zu sterben.

Auch wenn es einige geschafft haben, komplett ,,gesund zu werden, denke ich, dass die Gedanken einen immer wieder einholen (nicht bei allen, doch bei vielen).

Auch
wenn es sich bei mir (mal wieder) ,,gebessert hat, hatte ich mich letztes Jahr allein 99 Mal vollgestopft und davon 22 Mal erbrochen. Im letzten Ausbildungsjahr und die ,,kurze Zeit danach waren es hingegen ca. 320 - 340 Mal im Jahr!
Man kann es schaffen, doch wenn einem irgendetwas fehlt, wird man früher oder später rückfällig. Ich dachte auch, dass meine jetzige Beziehung alles ändert und ich meine Probleme ,,zurücklasse.

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16. Januar 2015 um 14:14
In Antwort auf noele_12745083

Keine Fressattacken
Nein, so typische FA habe ich nicht, in dieser Sache kann ich mich gut zurück halten.
Es sind eher die normal Mahlzeiten, mit denen ich mich nicht wohl fühle.

Ich habe aber Angst es ihm zu sagen. wir hatten das Thema heute nochmal und er sagte mir, dass er auf jeden Fall Schluss macht, wenn ich wieder mit dem Kotzen anfange.
Ich habe einfach keine Person an die ich mich wenden kann.
Ich möchte ihn nicht verlieren.

Hallo
Was würde denn helfen um das Erbrechen zu vermeiden? Vielleicht das Essen anders gestalten? Vielleicht nach einem Plan essen?

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16. Januar 2015 um 23:01
In Antwort auf blamimibla

Hallo
Was würde denn helfen um das Erbrechen zu vermeiden? Vielleicht das Essen anders gestalten? Vielleicht nach einem Plan essen?

Keine ahnung
Ich habe keine Ahnung. Es kommt halt auf meine tageslaune an :/

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16. Januar 2015 um 23:12
In Antwort auf 19biene89

Es
gibt verschiedene ,,Formen der Bulimie und du befindest dich mittendrin. Es ist egal, ob du täglich erbrichst oder ob Wochen, Monate oder Jahre dazwischen liegen. Das Problem habe ich immer noch (zum Teil). Der Unterschied: Ich kaufe nicht mehr extra für die Anfälle ein, da ich diese (eigentlich) NICHT will.
Selbst wenn man die Nahrung drinnen behält (und mit Schmerzen im Bett liegt) und es versucht, womit auch immer auszugleichen, nennt sich das ,,Non Purge - ohne Erbrechen. Die Vorstufe davon ist ,,Chew & Spit (war bei mir früher der Fall). Nighteating, was ich z. T. auch habe, gehört für mich ebenfalls dazu.

Was dagegen hilft, k.A. (Vielleicht Vertrauen und Akzeptanz)....
Das erste Mal war bei mir mit 15 oder 16. Und jetzt bin ich 25. (zusätzlich och zuckersüchtig). Dementsprechend sehen meine Zähne aus......
Solange man es NICHT nicht ändern WILL, wird man immer wieder rückfällig. Da helfen keine Tabletten, Gespräche, Klinik etc.

Auch wenn es schwer für deinen Freund ist, sollte er in jedem Fall zu dir stehen.
Wenn er dich verlassen würde, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass du wieder täglich erbrichst.

Auch wenn es nicht zu vergleichen ist: Angewohnheiten (ob gut oder schlecht), hat jeder oder fast jeder. Bei Süchten ist es nahezu unmöglich, diese mal eben ,,abzulegen.

Es gibt zwar einen Ort, wo ich mich wohlfühle (d. h. ,,Zuhause), wo ich glücklich bin und alle meine Probleme für einen Zeitraum ablegen kann, doch sobald ich woanders bin, egal wo, fühle ich mich abstoßend / nicht gut genug für andere / ungeliebt etc. (Dysmorphophobie, Sozialphobie, SVV, bipolare Störung). Doch dort sieht man es nicht.
Bei Personen, zu denen ich eigentlich ein gutes Verhältnis habe (z. B. Großeltern), sage ich immer, es geht mir gut. Doch innen sieht es komplett anders auch. Auch habe ich Angst / Panik, später einsam ,,zu sterben.

Auch wenn es einige geschafft haben, komplett ,,gesund zu werden, denke ich, dass die Gedanken einen immer wieder einholen (nicht bei allen, doch bei vielen).

Eigentlich
will es nicht machen aber andererseits schon. Vorallem fühle ich mich nicht wohl seit der Vergewaltigung vor fast 3 Jahren, das ist ein Grund dafür. Und jetzt kommt noch dazu das ich meinen Freubd hintergege was natürlich ein schlechtes Gewissen hervorruft :/

Er meinte gestern zu mir dass er auf jeden fall schluss machen wuerde weil er mich liebt und nicht mit angucken kann/will wie ich mich wieder selber kaputt mache.

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17. Januar 2015 um 20:37
In Antwort auf noele_12745083

Keine ahnung
Ich habe keine Ahnung. Es kommt halt auf meine tageslaune an :/

Hallo sonnenschein,
ich würde das nicht deiner Tageslaune überlassen. Sie hat sich ja bisher als absolut ungesund gezeigt. Überlege dir eine sichere Essstruktur mit sicheren Lebensmitteln, damit du nicht erbrichst, bzw. den Druck gut aushalten kannst.

Du musst aus deiner "keine Ahnung"-Haltung ausbrechen und dir einen Schlachtplan überlegen, ansonsten wirst du deinen essgestörten Launen erliegen bleiben und wirst weiterhin erbrechen und somit die Trennung riskieren.

Hinterfrage dich mehr, trau dich. Ist dir die Beziehung vielleicht nicht mehr wichtig? Fehlt dir die Befriedigung deiner Bedürfnisse nach Nähe, Zuwendung, Anerkennung, etc? Wenn ja, kannst du es im offenen Dialog ansprechen? Was muss passieren, dass du die Sache in die Hand nimmst? Ich meine falls er sich trennt - würdest du dann noch (gegen die ES) kämpfen?

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17. Januar 2015 um 22:39
In Antwort auf blamimibla

Hallo sonnenschein,
ich würde das nicht deiner Tageslaune überlassen. Sie hat sich ja bisher als absolut ungesund gezeigt. Überlege dir eine sichere Essstruktur mit sicheren Lebensmitteln, damit du nicht erbrichst, bzw. den Druck gut aushalten kannst.

Du musst aus deiner "keine Ahnung"-Haltung ausbrechen und dir einen Schlachtplan überlegen, ansonsten wirst du deinen essgestörten Launen erliegen bleiben und wirst weiterhin erbrechen und somit die Trennung riskieren.

Hinterfrage dich mehr, trau dich. Ist dir die Beziehung vielleicht nicht mehr wichtig? Fehlt dir die Befriedigung deiner Bedürfnisse nach Nähe, Zuwendung, Anerkennung, etc? Wenn ja, kannst du es im offenen Dialog ansprechen? Was muss passieren, dass du die Sache in die Hand nimmst? Ich meine falls er sich trennt - würdest du dann noch (gegen die ES) kämpfen?

Trennung
Wenn er sich trennen würde, würde die ES viel schlimmer werden. Eigentlich versuche ich ja nur wegen Ihm aufzuhören, ich will Ihn nicht enttäuschen.

Eigentlich läuft es bei uns super, jedoch kam in den vergangenen Wochen etwas Stress dazu (Streit in der Familie, Abitur, usw)

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18. Januar 2015 um 15:14
In Antwort auf noele_12745083

Trennung
Wenn er sich trennen würde, würde die ES viel schlimmer werden. Eigentlich versuche ich ja nur wegen Ihm aufzuhören, ich will Ihn nicht enttäuschen.

Eigentlich läuft es bei uns super, jedoch kam in den vergangenen Wochen etwas Stress dazu (Streit in der Familie, Abitur, usw)

Liebe Sonnenschein,
guck mal, Dori hat viele tolle Ratschläge angehängt die dir die Struktur massiv erleichtern können!

Grundsätzlich solltest du nicht für deinen Freund kämpfen, sondern für dich. Für dich, weil du gesund sein möchtest, weil du ein gutes Abitur schreiben willst, deine Zukunft bestreiten möchtest, eine ebenbürtige Partnerin sein möchtest, usw. Das sind Ziele die du für dich setzen musst - um diese zu erreichen musst du Zwischenziele setzen. Wie zum Beispiel die regelmäßige Essstruktur um dem Erbrechen entgegenzuwirken.
Für deinen Freund zu kämpfen bedeutet abhängig zu sein. Abhängigkeit beinhaltet positive Dinge, wie Schutz, Geborgenheit - wie bei kleinen Kindern und Säuglingen. Allerdings bedeutet es auch, dass du deine Verantwortung abgibst und ihn somit für dein Gelingen und Scheitern verantwortlich machst. Absolutes no-go.

Du hast dich selbst als nicht verlässlich erlebt, weil die ES dich überwältigt hat und du nach wie vor viele Kämpfe verlierst. Aber das ist normal. Du musst die Verantwortung aber bei dir behalten, du musst diesen Kampf austragen, Tag für Tag, Stunde um Stunde. Es unterliegt deiner Verantwortung wie diese Kämpfe ausgehen. Umso mehr du kämpfst, umso mehr Therapie du zulässt, desto eher und schneller lernst du neue und gesunde Bewältigungsstrategien, musst weniger auf essgestörte Muster zurückgreifen, verlernst diese essgestörten Impulse auszuhalten und abzuwehren.

Dein Freund kann dir helfen, aber der Impuls muss aus dir kommen, nicht von ihm.

Es wurde ja jetzt schon etwas länger in deinem Thread geschrieben. Wie geht es dir damit? Konntest du schon etwas annehmen? Oder sogar etwas in deine Struktur übernehmen? Wie erging es dir denn dieses Wochenende?

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18. Januar 2015 um 15:48
In Antwort auf blamimibla

Liebe Sonnenschein,
guck mal, Dori hat viele tolle Ratschläge angehängt die dir die Struktur massiv erleichtern können!

Grundsätzlich solltest du nicht für deinen Freund kämpfen, sondern für dich. Für dich, weil du gesund sein möchtest, weil du ein gutes Abitur schreiben willst, deine Zukunft bestreiten möchtest, eine ebenbürtige Partnerin sein möchtest, usw. Das sind Ziele die du für dich setzen musst - um diese zu erreichen musst du Zwischenziele setzen. Wie zum Beispiel die regelmäßige Essstruktur um dem Erbrechen entgegenzuwirken.
Für deinen Freund zu kämpfen bedeutet abhängig zu sein. Abhängigkeit beinhaltet positive Dinge, wie Schutz, Geborgenheit - wie bei kleinen Kindern und Säuglingen. Allerdings bedeutet es auch, dass du deine Verantwortung abgibst und ihn somit für dein Gelingen und Scheitern verantwortlich machst. Absolutes no-go.

Du hast dich selbst als nicht verlässlich erlebt, weil die ES dich überwältigt hat und du nach wie vor viele Kämpfe verlierst. Aber das ist normal. Du musst die Verantwortung aber bei dir behalten, du musst diesen Kampf austragen, Tag für Tag, Stunde um Stunde. Es unterliegt deiner Verantwortung wie diese Kämpfe ausgehen. Umso mehr du kämpfst, umso mehr Therapie du zulässt, desto eher und schneller lernst du neue und gesunde Bewältigungsstrategien, musst weniger auf essgestörte Muster zurückgreifen, verlernst diese essgestörten Impulse auszuhalten und abzuwehren.

Dein Freund kann dir helfen, aber der Impuls muss aus dir kommen, nicht von ihm.

Es wurde ja jetzt schon etwas länger in deinem Thread geschrieben. Wie geht es dir damit? Konntest du schon etwas annehmen? Oder sogar etwas in deine Struktur übernehmen? Wie erging es dir denn dieses Wochenende?

Danke
Vielen Dank für eure tollen Ratschläge.
Ich habe über eure Ratschläge nachgedacht, ich sollte für mich gesund werden und nicht für andere.
Dieses Wochenende war eigentlich super. Da ich im Internat lebe und am Montag Abitur schreibe bin ich mit 5 Freundinnen alleine hier geblieben. Einfach eine super entspsnnte Atmosphäre wo man sich nicht verstellen muss. Geregelte kleine Mahlzeiten mit allen zusammen und die ganze Zeit Beschäftigung. Aber diese Zeit ist ja bald auch vorbei.
Wenn ich wochenends zu Hause bin, bin ich meistens alleine und das hasse ich, denn mein Freund ist selbstständig und arbeitet sehr viel. Freubde habe ich zu Hause nicht mehr bis auf eine gute Freundin. Grund dafür ist die Vergewaltigung damals, wonach sich die meisten distanziert haben.
Aber mein Freund gibt seine Selbstständigkeit nun auf und arbeitet ab nächsten Monat als Angestellter mit geregelten Arbeitszeiten, auch um mehr Zeit mit mir verbringen zu können.
Im Moment fühle ich mich eigentlich recht gut und denke das ich das alles schaffen werde.

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18. Januar 2015 um 15:57
In Antwort auf noele_12745083

Danke
Vielen Dank für eure tollen Ratschläge.
Ich habe über eure Ratschläge nachgedacht, ich sollte für mich gesund werden und nicht für andere.
Dieses Wochenende war eigentlich super. Da ich im Internat lebe und am Montag Abitur schreibe bin ich mit 5 Freundinnen alleine hier geblieben. Einfach eine super entspsnnte Atmosphäre wo man sich nicht verstellen muss. Geregelte kleine Mahlzeiten mit allen zusammen und die ganze Zeit Beschäftigung. Aber diese Zeit ist ja bald auch vorbei.
Wenn ich wochenends zu Hause bin, bin ich meistens alleine und das hasse ich, denn mein Freund ist selbstständig und arbeitet sehr viel. Freubde habe ich zu Hause nicht mehr bis auf eine gute Freundin. Grund dafür ist die Vergewaltigung damals, wonach sich die meisten distanziert haben.
Aber mein Freund gibt seine Selbstständigkeit nun auf und arbeitet ab nächsten Monat als Angestellter mit geregelten Arbeitszeiten, auch um mehr Zeit mit mir verbringen zu können.
Im Moment fühle ich mich eigentlich recht gut und denke das ich das alles schaffen werde.

Hallo sonnenschein,
schonmal viel Erfolg bei deinem Abitur. Das ist eine stressige Zeit und ich hoffe, dass du sie unbeschadet überstehst.

Ich finde es toll, dass du das ganze erstmal so annehmen konntest, um das ganze zu verinnerlichen und nicht bei der nächsten Kriese wieder zu vergessen solltest du dir vielleicht wichtige Dinge aufschreiben, dir den Link zu diesem Thread speichern, oder vielleicht auch anderes Ritual einführen um dich an diese Einsicht zu erinnern!

Wochenenden ohne Struktur, mit viel Zeit sind böse Fallen für ES. Nimm dir was vor, setze dir Ziele. Kauf dir ein schönes Buch und lies es. Schau deine Lieblingsserie nochmal. Aufräumen, aussortieren, etc... Vielleicht aber auch Malen, stricken lernen, spazieren/bummeln gehen, etc. Zu einem Kaffee verabreden... Die Dinge die mir jetzt spontan einfallen. Aber auch natürlich gerne hier mal reinschauen.

Wie gehts denn nach dem Abitur weiter?

Hast du dir überlegt nach dem Abitur vielleicht einen stationären Aufenthalt zu planen? Da du sagtest, dass deine Therapie dich nicht weiterbringt wäre das zum Beispiel ein guter und sinnvoller Schritt in Richtung Gesundheit um stabiler in deine Zukunft zu treten.

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18. Januar 2015 um 16:16
In Antwort auf blamimibla

Hallo sonnenschein,
schonmal viel Erfolg bei deinem Abitur. Das ist eine stressige Zeit und ich hoffe, dass du sie unbeschadet überstehst.

Ich finde es toll, dass du das ganze erstmal so annehmen konntest, um das ganze zu verinnerlichen und nicht bei der nächsten Kriese wieder zu vergessen solltest du dir vielleicht wichtige Dinge aufschreiben, dir den Link zu diesem Thread speichern, oder vielleicht auch anderes Ritual einführen um dich an diese Einsicht zu erinnern!

Wochenenden ohne Struktur, mit viel Zeit sind böse Fallen für ES. Nimm dir was vor, setze dir Ziele. Kauf dir ein schönes Buch und lies es. Schau deine Lieblingsserie nochmal. Aufräumen, aussortieren, etc... Vielleicht aber auch Malen, stricken lernen, spazieren/bummeln gehen, etc. Zu einem Kaffee verabreden... Die Dinge die mir jetzt spontan einfallen. Aber auch natürlich gerne hier mal reinschauen.

Wie gehts denn nach dem Abitur weiter?

Hast du dir überlegt nach dem Abitur vielleicht einen stationären Aufenthalt zu planen? Da du sagtest, dass deine Therapie dich nicht weiterbringt wäre das zum Beispiel ein guter und sinnvoller Schritt in Richtung Gesundheit um stabiler in deine Zukunft zu treten.

Nach dem Abitur
mache ich ein Praktikum (Pflicht fürs Studium) und werde dann ab Oktober Lebensmitteltechnik studieren.

Mein Freund würde auch gerne mit mir zusammen ziehen, aber ich weiss nicht ob ich dazu bereit bin.

Aber durch das Praktikum werde ich auch einen geregelten Tagesablauf haben und denke das mir das helfen wird.

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18. Januar 2015 um 16:23
In Antwort auf noele_12745083

Nach dem Abitur
mache ich ein Praktikum (Pflicht fürs Studium) und werde dann ab Oktober Lebensmitteltechnik studieren.

Mein Freund würde auch gerne mit mir zusammen ziehen, aber ich weiss nicht ob ich dazu bereit bin.

Aber durch das Praktikum werde ich auch einen geregelten Tagesablauf haben und denke das mir das helfen wird.


Lebensmitteltechnik? Wie kommts dazu?
Wo machst du denn dafür dein Praktikum (also ich meine das Arbeitsfeld, keine Ortsangabe, ich stalke hier niemanden )?

Bezüglich des Zusammenziehens könnt ihr ja während des Praktikums das erproben!? Wäre zumindest eine Idee.

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18. Januar 2015 um 16:38
In Antwort auf blamimibla


Lebensmitteltechnik? Wie kommts dazu?
Wo machst du denn dafür dein Praktikum (also ich meine das Arbeitsfeld, keine Ortsangabe, ich stalke hier niemanden )?

Bezüglich des Zusammenziehens könnt ihr ja während des Praktikums das erproben!? Wäre zumindest eine Idee.

Eigentlich wollte ich Weinbau studieren. Aber iwie habe ich mich dann doch für Lebensmitteltechnik entschieden. Ich kann mich dabei auch auf Wein spezialisieren aber ich habe viel mehr Möglichkeiten einen Arbeitsplatz zu finden.

Mein Praktikum absolviere ich in einer Firma die Milch und Milchprodukte produziert. Dort werde ich im Labor arbeiten.

Das hatten wir vor, er wohnt auch näher ein meinem Praktikumsplatz als ich. Das wäre demnach auch einfacher

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18. Januar 2015 um 17:02
In Antwort auf noele_12745083

Eigentlich wollte ich Weinbau studieren. Aber iwie habe ich mich dann doch für Lebensmitteltechnik entschieden. Ich kann mich dabei auch auf Wein spezialisieren aber ich habe viel mehr Möglichkeiten einen Arbeitsplatz zu finden.

Mein Praktikum absolviere ich in einer Firma die Milch und Milchprodukte produziert. Dort werde ich im Labor arbeiten.

Das hatten wir vor, er wohnt auch näher ein meinem Praktikumsplatz als ich. Das wäre demnach auch einfacher

Alles klar!
Das klingt total interessant! Ich wünsche dir viel Erfolg bei deinem Weg.

Hast du Sorge, dass dein Freund dich beim Erbrechen oder sonstwas erwischen könnte? Oder das er dich drängen würde bestimmte Dinge zu essen? Kannst du deine Sorge konkret schildern?

Du hast vorhin von einem traumatischen Erlebnis in deinem Leben erzählt. Ich finde es schwierig, dass du jetzt irgendwie mit deinem Problem etwas in den Rückzug gehst. Wenn eine essgestörte Person ein Trauma hat, dann kann die ES meist nicht überwunden werden, wenn das Trauma nicht aufgearbeitet wurde.

Wie stellst du dir das jetzt konkret vor? Nach wie vor steht für mich irgendwie deine Essstörungsproblematik im Raum, die ja doch recht drastisch ist. Dann steht das Abitur an. Die Therapie hilft dir nicht. Aber wann kommst du denn dran? Irgendwie fehlt da der Raum wo du deine ES konkret in Angriff nimmst. Es wirkt ein bisschen, als würdest du diese Gedanken wegschieben. Als würdest du zu sehr darauf vertrauen das es schon irgendwie wird.

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18. Januar 2015 um 18:39
In Antwort auf blamimibla

Alles klar!
Das klingt total interessant! Ich wünsche dir viel Erfolg bei deinem Weg.

Hast du Sorge, dass dein Freund dich beim Erbrechen oder sonstwas erwischen könnte? Oder das er dich drängen würde bestimmte Dinge zu essen? Kannst du deine Sorge konkret schildern?

Du hast vorhin von einem traumatischen Erlebnis in deinem Leben erzählt. Ich finde es schwierig, dass du jetzt irgendwie mit deinem Problem etwas in den Rückzug gehst. Wenn eine essgestörte Person ein Trauma hat, dann kann die ES meist nicht überwunden werden, wenn das Trauma nicht aufgearbeitet wurde.

Wie stellst du dir das jetzt konkret vor? Nach wie vor steht für mich irgendwie deine Essstörungsproblematik im Raum, die ja doch recht drastisch ist. Dann steht das Abitur an. Die Therapie hilft dir nicht. Aber wann kommst du denn dran? Irgendwie fehlt da der Raum wo du deine ES konkret in Angriff nimmst. Es wirkt ein bisschen, als würdest du diese Gedanken wegschieben. Als würdest du zu sehr darauf vertrauen das es schon irgendwie wird.

Sorgen
Meine Sorge bezieht eher darau, dass er dann immer meint: "ja du musst jetzt mitessen" usw....er achtet halt darauf das ich in seinen augen genug esse....

da hast du wohl recht, ich vertraue eher darauf das das einfach wieder wird..

Konkrete Pläne habe ich in Bezug auf Therapie usw nicht

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18. Januar 2015 um 19:17
In Antwort auf noele_12745083

Sorgen
Meine Sorge bezieht eher darau, dass er dann immer meint: "ja du musst jetzt mitessen" usw....er achtet halt darauf das ich in seinen augen genug esse....

da hast du wohl recht, ich vertraue eher darauf das das einfach wieder wird..

Konkrete Pläne habe ich in Bezug auf Therapie usw nicht

Hmm...
das klingt ziemlich gefährlich, wenn du darauf wartest, dass es irgendwie wieder wird. Muss ich ganz deutlich so sagen.

Ok, dass dein Freund sich da so einmisch geht dann auch nicht. Klingt als wäre das schon etwas verfahren. Er ist keine Ernährungsfachkraft, deshalb kann er gar nicht beurteilen was eine Frau in deinem Alter individuell benötigt, noch was eine akzeptable und zumutbare Ernährung angeht. Er ist nicht dein Arzt, dein Therapeut oder sonstjemand mit dem du zusammenarbeitest. Er ist dein Freund und das heißt, dass er die Verantwortung bei dir lassen muss. Portionen und Nahrungsmittel die er für angemessen hält sind für dich - schätze ich dreist mal - triggernd und du wirst mit 100%iger Wahrscheinlichkeit erbrechen (wollen). Gleichzeitig willst du ihn nicht enttäuschen und zwingst dich zu Dingen die du noch nicht kannst. Das ist eine Co-Abhängigkeit, die deine Krankheit zusätzlich aufrecht erhält.

Klingt wenig sinnvoll zusammenzuziehen mit all diesem Drumherum.

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19. Januar 2015 um 1:10
In Antwort auf blamimibla

Hmm...
das klingt ziemlich gefährlich, wenn du darauf wartest, dass es irgendwie wieder wird. Muss ich ganz deutlich so sagen.

Ok, dass dein Freund sich da so einmisch geht dann auch nicht. Klingt als wäre das schon etwas verfahren. Er ist keine Ernährungsfachkraft, deshalb kann er gar nicht beurteilen was eine Frau in deinem Alter individuell benötigt, noch was eine akzeptable und zumutbare Ernährung angeht. Er ist nicht dein Arzt, dein Therapeut oder sonstjemand mit dem du zusammenarbeitest. Er ist dein Freund und das heißt, dass er die Verantwortung bei dir lassen muss. Portionen und Nahrungsmittel die er für angemessen hält sind für dich - schätze ich dreist mal - triggernd und du wirst mit 100%iger Wahrscheinlichkeit erbrechen (wollen). Gleichzeitig willst du ihn nicht enttäuschen und zwingst dich zu Dingen die du noch nicht kannst. Das ist eine Co-Abhängigkeit, die deine Krankheit zusätzlich aufrecht erhält.

Klingt wenig sinnvoll zusammenzuziehen mit all diesem Drumherum.

Er
meint es ja nur gut.
Aber genau wegen solchen Sachen weiss ich nicht ob das mit dem Zusammenziehen klappen würde.

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19. Januar 2015 um 13:45
In Antwort auf noele_12745083

Er
meint es ja nur gut.
Aber genau wegen solchen Sachen weiss ich nicht ob das mit dem Zusammenziehen klappen würde.

Natürlich
meint er es nur gut. Aber zwischen gut meinen und tatsächlich gut tun gibt es leider einen Unterschied, welcher bei ES penibel berücksichtigt werden muss.

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