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3000kalorien und mehr???!

10. Februar 2015 um 0:24 Letzte Antwort: 12. Februar 2017 um 11:12

Hallo meine Lieben Engel,

ich glaube, viele von euch haben bereits mitbekommen, dass ich nun wieder laut BMI Skala für mein Alter/Größe im Normalgewicht bin.

Als das NG eintritt erlitt ich wie bereits beschrieben einen kleinen Rückschlag...ich nahm nicht ab...sondern weiter zu.

Zur Fettverteilung: (also wenn man überhaupt von Verteilung sprechen kann ) ich habe so gut wie nur am Bauch und etwas an den Beinen zugenommen, konnte mir meine Mutter bestätigen, ist also nicht nur die gestörte Sichtweise. Insgesamt über 8kg (in sehr kurzer Zeit mit ca. 2000-2700kcal, womit ich rasant zunahm).

Gerade geht es mir nicht besonders gut, ich bin die meiste Zeit depressiv, schaffe es nicht in die Schule zu gehen (nun, das tut jetzt aber eigentlich nichts zur Sache).

Während meiner Zeit im UG habe ich ganz oft nach "Methoden zum Gesund-werden" gesucht und bin auch ganz oft auf MinnieMaud gestoßen. Ich bin sicher, dass einige davon schon gehört haben. Und ich bitte ganz doll darum, hier meine Fragen zu respektieren, auch wenn sie nicht dem Deutschen Standart entsprechen (denn wer behauptet bitteschön, dass Standart "richtig" oder "gut" ist).

Die "Guidelines" legen je nach Alter/Größe/Geschlecht verschiedene Kalorienzahlen als MINDESTZUFUHR fest, diese basiert auf wissenschaftlichen Ergebnis/Forschungen/Tests/Wasauchimmer. Das Gewicht soll dabei keine Rolle spielen, d.h. es gilt sowohl für jemandem im NG (wie mich) oder jemanden im UG.
Würde ich mich daran halten, dann müsste ich min. 3000kcal/Tag zum gesund werden essen, bzw. wie es dort so schön heißt den Körper wieder zu "reparieren". Dies ist nämlich auch die Erklärung für diese Kalorienzahlen, der Körper brauche einfach so viel um den Stoffwechsel wieder anzukurbeln, Muskeln aufzubauen, Hormone etc.

Es heißt dort, dass man zwar auch mit niedrigeren Kalorienzahlen zunehmen kann, der Körper dann jedoch immer noch im "Krank-Modus" ist und nicht Energie-balanciert ist. Sprich: Der Stoffwechsel funktioniert noch nicht so, wie es sein sollte, man nimmt von weniger Kalorien schneller zu usw.

Und ich habe mittlerweile SOOO viele Blogs, Tumblr, Instagram gelesen, von Leuten, die schrieben, dass sie ihr absolutes Untergewicht mit 3000kcal halten würden, dass ich mir momentan einfach nur wünschte, dass ich mich damals, als ich auch noch im UG war dazu überwunden hätte zumindest zu versuchen auch so viel zu essen.

Klar - jeder nimmt unterschiedlich schnell zu, jeder ist individuell, aber irgendwie musste ich mich dabei immer an Opal erinnern, die ja auch mit einer recht hohen Kalorienzufuhr eher langsam zunahm.

Jetzt versuche ich momentan durch Sparen etc. mein Gewicht "zwanghaft" zu halten...und eine ganz kleine Stimme im Kopf sagt mir, ich solle diese ganze MinnieMaud Geschichte mal ausprobieren - denn es kling für mich wirklich alles sehr interessant und logisch. Aber: die andere Seite in mir hat halt eine WAHNSINNIGE Angst vor der Zunahme, die auf jeden Fall erst einmal passieren würde...damit könnte ich gerade einfach nicht umgehen bzw. würde mich hässlich/unwohl fühlen.

Ich habe meine Tage noch nicht wieder, meine Zunahme ist nicht verteilt, ich habe kein Hunger-/Sättigungsgefühl, mir ist sehr schnell kalt, bin die meiste Zeit unglücklich und bin einfach noch krank. Eben habe ich einen Post gelesen, der eigentlich genau mir entsprach, eine Frau, die zunahm...aber mit "zu wenig" Kalorien...und so konnte sich ihr Körper nicht richtig reparieren. Dann nahm sie wahrscheinlich wieder ab und nahm wieder mit 3000kcal zu...und auf dem Foto, wo sie 1kg mehr wog, aber mehr gegessen hatte, sieht sie DEUTLICH schlanker aus (http://letsrecover.tumblr.com/post/88751273210/can-you-explain-exactly-why-how-not-eating). Ich sehe jetzt ungefähr so aus wie auf dem 1. Foto, mit dem runderen Bauch. Die Geschichte hört sich für mich auch sehr interessant an...

Falls sich hier noch jemand zu dem Thema interessiert oder auch informieren möchte (einfach immer auf die FAQs gehen), hier ein paar weitere Links (alle Englisch):
http://letsrecover.tumblr.com/
fyoured.com
http://www.youreatopia.com/blog/2013/3/31/minniemaud-guidelines-for-recovery-from-a-restrictive-eating.html
http://www.lord-still-loves-me.com/
https://www.youtube.com/user/GwynethOlwyn
http://www.youreatopia.com/blog/2011/9/14/i-need-how-many-calories.html

Außerdem habe ich das Buch "Gramm für Gramm zurück ins Leben" von Harriet Brown gelesen, wo die Tochter ebenfalls RIESIGE Mengen verdrückt um zuzunehmen. Dies finde ich ein sehr gutes Buch, da es eben nicht aus der "kranken" Sicht geschrieben ist, sondern von der Mutter selbst, die ihre Tochter zu Hause gesund werden lässt - was am Ende auch klappt.

Es scheint also bei SEHR vielen Leuten mit dieser Methode geklappt zu haben und die Rückfallquoten sollen deutlich niedriger sein.

Es spielen so die Gedanken in meinem Kopf verrückt...soll ich es wagen?? Aber ich muss ja eigentlich nicht mehr zunehmen...und will es auch eigentlich nicht....?! Würde es überhaupt etwas bringen? Würde es meinem Körper gut tun? Was haltet ihr davon?(Muss was gestehen: Habe schon seit längeren den seltsamen "Traum" einen ganzen Pint Ben & Jerrys Eis auf einmal zu essen).

Ich glaube, ich brauche gerade einfach ein bisschen Rat.
Hui - ich hoffe, jetzt kommen nicht nur Kommentare "SPINNST DU??! 3000Kalorien".

Ich wünschte jetzt so sehr, ich hätte mit einem niedrigeren BMI min. 2500-3000kcal gegessen, jetzt ärgere ich mich so sehr darüber, dass ich es nicht getan habe, weil man anfangs ja damit zunimmt...

Aber die Erklärung laut der Webseite wäre ja, dass 2000kcal einfach nicht reichen um aus dem "Hunger-Modus" rauszukommen und deshalb die Zunahme nicht stagniert...genauso wie bei mir.

Denn eigentlich sind 1-2kg Zunahme pro Woche, bei der Kalorienzahl, wie ich sie aß unmöglich.

Freue mich über jeden Tipp

Alles Liebe
StrangeCupcake - die jetzt eigentlich schon längst schlafen müsste, weil sie morgen früh nach 2 Wochen wieder zum Wiegen muss und gerade einen SEHR (viel zu?) langen Post geschrieben hat, Sorry!

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10. Februar 2015 um 1:35

Hallo strangecupcake,
also es atimmt schon, dass wenn man dem Körper einen hohen Überschuss anbietet, er dann schneller aus dem HSW rauskommt als wenn man über den gleichen Zeitraum einen kleineren Überschuss zu sich nimmt. Beim kleineren Überschuss braucht er zwar länger, aber wie man die Zunahme etc gestalten kann und will ist individuell - und somit von vielen Faktoren abhängig.
Mit dem großen Überschuss kommt der Körper in einen verschwenderischen Modus, er erhöht den Grundumsatz etc, sodass größere Mengen an Nahrung problemlos konsumiert werden können ohne zuzunehmen.

Wie es um deinen Stoffwechsel steht kann dir nur ein Arzt sagen - mankann auch eineGrundumsatzmessung machen, aber wer dafür die Kosten trägt weiß ich ehrlich gesagt nicht. Natürlich kann es sein, dass du noch eher im niedrigeren Umsatzbereich bist, da dein Körper lange gelitten hat und somit kann es sich bis zu 2 Jahre ziehen bis sich dein Stoffwechsel wieder vollkommen normalisiert hat.

Ich kann deinen Ärger und deine Ängste verstehen, aber jetzt braucht es einfach Zeit. Vielleicht solltest du einfach mal mit einer Ernährungsberaterin reden, die kennen sich mit sowas aus und können dir helfen den Stoffwechsel wieder anzukurbeln - natürlich musst du auch damit rechnen, dass es mit einer weiteren Zunahme verbunden sein kann.

Ansonsten solltest du dir eigentlich auch überlegen ob du dich nicht von solchen Dingen distanzierst. Ich meine jetzt bist du unzufrieden und bereust deinen eigentlichen Erfolg, nur weil er nicht so supertoll wie der von irgendwelchen Internetmenschen ist. Vergleich dich nicht mit anderen, da ziehst du eh immer den Kürzeren - du findest immer Menschen die es besser gelöst haben. Aber das ist nichts das dich weiter bringt. Dein Weg ist ein anderer.
Begib dich in die Hände von Fachleuten die dich im Ganzen erfassen können.

Und jetzt Kopf hoch, du hast das wirklich toll gemacht!!

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10. Februar 2015 um 7:12

Hallo.
Hallo liebe Strangecupcake.
Ich habe das selbe Problem wie du, zumindest so ähnlich.
In meinem Klinikaufenthalt nahm ich mit 2800kcal + 200ml Fresurbin ziemlich langsam zu.. (Deswegen auch das Fresurbin)
Dann kam die Haltephase (selber portionierte Phase), wo ich ungefähr so viel aß:
Morgens: 1 1/2 - 2 Brötchen mit Butter (jeweils 10 Gramm) und Marmelade/Honig (25 Gramm)
ZM: 1 Jogurt (oder Obst mit Nüssen)
Mittagessen: 1 große Portion (wirklich groß) manchmal dann noch einen Nachtisch (Pudding)
ZM: Sahnejogurt, Nüsse, Obst (manchmal auch Kuchen)
Abendessen: 3 Brote mit Butter und Käse
Spät: 1 Jogurt mit Butterkeksen (Süßigkeiten)
Dazu kommt noch 1,8 Liter Saftschorle.
Ich hab in dieaer Zeit wirklich kein Gramm zugenommen und mein Gewicht sehr gut gehalten (immer zwischen 43 und 44). Die Haltephase ging 4 Wochen.
Jetzt esse ich die Hälfte und nehme nicht zu und habe das Gefühl, dass wenn ich mehr esse gleich aufgehe wie ein Hefekloß. Ich gehe deswegen auch bald zur Ernährungsberatung. Minnie Moud wollte ich auch schon ausprobieren. Ich melde mich dann bei dir, wenn ich den Termin bei der Ernährungsberatung hatte.
Lg Jule

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10. Februar 2015 um 9:10
In Antwort auf job_12315537

Hallo.
Hallo liebe Strangecupcake.
Ich habe das selbe Problem wie du, zumindest so ähnlich.
In meinem Klinikaufenthalt nahm ich mit 2800kcal + 200ml Fresurbin ziemlich langsam zu.. (Deswegen auch das Fresurbin)
Dann kam die Haltephase (selber portionierte Phase), wo ich ungefähr so viel aß:
Morgens: 1 1/2 - 2 Brötchen mit Butter (jeweils 10 Gramm) und Marmelade/Honig (25 Gramm)
ZM: 1 Jogurt (oder Obst mit Nüssen)
Mittagessen: 1 große Portion (wirklich groß) manchmal dann noch einen Nachtisch (Pudding)
ZM: Sahnejogurt, Nüsse, Obst (manchmal auch Kuchen)
Abendessen: 3 Brote mit Butter und Käse
Spät: 1 Jogurt mit Butterkeksen (Süßigkeiten)
Dazu kommt noch 1,8 Liter Saftschorle.
Ich hab in dieaer Zeit wirklich kein Gramm zugenommen und mein Gewicht sehr gut gehalten (immer zwischen 43 und 44). Die Haltephase ging 4 Wochen.
Jetzt esse ich die Hälfte und nehme nicht zu und habe das Gefühl, dass wenn ich mehr esse gleich aufgehe wie ein Hefekloß. Ich gehe deswegen auch bald zur Ernährungsberatung. Minnie Moud wollte ich auch schon ausprobieren. Ich melde mich dann bei dir, wenn ich den Termin bei der Ernährungsberatung hatte.
Lg Jule

Hallo Jule,
es kommt vor, dass man zu Beginn einer Gewichtssteigerung offenbar aufgrund einer hormonellen Fehlsteuerung einen überhöhten Grundumsatz hat und damit einen überhöhten Kalorienbedarf. Wenn sich später der Stoffwechsel normalisiert und dementsprechend der Grundumsatz absinkt, ist es verständlich, dass man weit weniger Kalorien für eine leichte Gewichtszunahme benötigt. Aber dieser Zustand ist normal, nicht der vorherige mit einem überhöhten Kalorienbedarf.Wenn man mit einem normalen Stoffwechsel viel isst, nimmt man auch viel zu.

LG Nus

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10. Februar 2015 um 9:58

Ich sehe bei den beiden fotos ehrlichgesagt keinen unterschied
ausser der belichtung und das kann viel ausmachen glaub mir

lass dich von so zeug bitte nicht verunsichern..
ich denke die zunahme und wie es sich verteilt etc ist bei jedem menschen individuell
ich habe auch schon mit ca 3000 kcal zugenommen, später mit weniger und ich würde nicht sagen dass ich einen grossartigen unterschied bemerkt habe ausser dass es bei 3000 lange ging, dann aber iwann als sich der körper normalisiert hat ich auch dementsprechend viel zugenommen habe, mit weniger aber auch langsamer

solche dinge triggern einfach sehr, ich kann deine gedanken genau nachvollziehen "ich habe zwar zugenommen, aber falsch, ich hätte es besser machen können, das ergebnis könnte optimaler sein blablabla"

hör auf solche dinge zu denken, sie ziehen dich nur runter

das mit dem bauch glaube ich ist bisschen eine einbildung, so viele ES erzählen dass sie nur am bauch zunehmen
ist meiner meinung nach nicht möglich..

ich hatte jahrelang so eine hassbeziehung mit meinem bauch, dachte immer er sei riesig etc

jetzt mit einem BMI von 20 bin ich erstaunt wie WENIG ich am bauch letzten endes zugenommen habe und der steht da auch nicht mehr so raus weil ich nicht mehr so dürr bin


entschuldige den langen langen text

ich wünsche dir alles gute und lass dich nicht unterkriegen<3

du bis ja noch sehr jung und eher im unteren NG? du darfst ruhig noch ein wenig zunehmen bzw wächst du ja auch noch und je jünger du bist desto besser erholt sich der körper noch

lg myon

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10. Februar 2015 um 10:00
In Antwort auf elfa_12568967

Ich sehe bei den beiden fotos ehrlichgesagt keinen unterschied
ausser der belichtung und das kann viel ausmachen glaub mir

lass dich von so zeug bitte nicht verunsichern..
ich denke die zunahme und wie es sich verteilt etc ist bei jedem menschen individuell
ich habe auch schon mit ca 3000 kcal zugenommen, später mit weniger und ich würde nicht sagen dass ich einen grossartigen unterschied bemerkt habe ausser dass es bei 3000 lange ging, dann aber iwann als sich der körper normalisiert hat ich auch dementsprechend viel zugenommen habe, mit weniger aber auch langsamer

solche dinge triggern einfach sehr, ich kann deine gedanken genau nachvollziehen "ich habe zwar zugenommen, aber falsch, ich hätte es besser machen können, das ergebnis könnte optimaler sein blablabla"

hör auf solche dinge zu denken, sie ziehen dich nur runter

das mit dem bauch glaube ich ist bisschen eine einbildung, so viele ES erzählen dass sie nur am bauch zunehmen
ist meiner meinung nach nicht möglich..

ich hatte jahrelang so eine hassbeziehung mit meinem bauch, dachte immer er sei riesig etc

jetzt mit einem BMI von 20 bin ich erstaunt wie WENIG ich am bauch letzten endes zugenommen habe und der steht da auch nicht mehr so raus weil ich nicht mehr so dürr bin


entschuldige den langen langen text

ich wünsche dir alles gute und lass dich nicht unterkriegen<3

du bis ja noch sehr jung und eher im unteren NG? du darfst ruhig noch ein wenig zunehmen bzw wächst du ja auch noch und je jünger du bist desto besser erholt sich der körper noch

lg myon

Nochmal zu den fotos
wenn man den oberkörper ein wenig streckt sieht man auch gleich schlanker aus, kleiner trick

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10. Februar 2015 um 12:46

Liebe Strangecupcake,
da mich die von dir erwähnten "Minnie Maud"-Guidelines neugierig gemach haben, habe ich mir gerade einiges dazu durchgelesen und bin gerade etwas zwiegespalten. Einerseits kann ich aus Erfahrung sagen, dass es teils in der Tat weit über 2000 kcal braucht, um zuzunehmen, insbesondere um den Hormonhaushalt wieder in Gang zu bringen. Aber ich finde etwas problematisch, das in der Form zu verallgemeinern, dass 2500 kcal (für Frauen über 25) bzw. 3000 kcal (für Frauen unter 25) die Minimalzufuhr sein sollten. Zumal diese Werte NICHT evidenzbasiert sind und auch nicht Resultat des "Minnesota Starving Project" sind, auf das mit dem Namensteil "Minnie" rekuriert wird. Eine sehr gute Analyse dazu, dass die "Guidelines" eben nicht evidenzbasiert ist, in den Videos "What is MinnieMaud?" von Cece Naoma auf YouTube - hier wird auch detailliert beschrieben, dass "MinnieMaud" nichts mit der "Maudsley Approach" gemein hat, auf den sich der zweite Teil des Namens bezieht.

Ich denke, es wird zurecht meist empfohlen, die Kalorienzufuhr langsam zu steigern und über die Gewichtskontrolle zu eruieren, ob weiter gesteigert werden soll. Allerdings sollte man dabei, wie in den MinnieMaud-Guidelines empfohlen wird, in der Tat auf die Zeichen des Körpers hören. Wenn man im NG wie du noch keinen funktionierenden Menstruationszyklus hat, sollte man vielleicht in der Tat weiter steigern und weiter zunehmen.
In dem kritischen Video von Cece Naoma fand ich vor allem den Hinweis gut, dass die "Minnie Maud"-Guidelines, den Essensaspekt sehr in den Vordergrund rücken, dass das Essen aber nur ein Teil der Überwindung einer Essstörung ist und die psychische Gesundung möglichst unter professioneller Betreuung ein wichtiger Teil ist, da es sich um eine psychosomatische Krankheit handelt.

Ich habe anfangs geschrieben, dass ich zwiegespalten bin, denn abgesehen von den mir persönlich zu sehr pauschalisierten Empfehlungen von "MinnieMaud" finde ich den Aspekt gut, zuzulassen, wenn der Körper nach mehr NAhrung verlangt. Denn gerade hinsichtlich eines funktionierenden Zyklus ist es für Frauen normal einmal im Monat einen gesteigerten Bedarf zu haben (ich habe in den Tage vor meiner Periode und in den ersten beiden Tagen meiner Periode beispielsweise einen um etwa 500 kcal gesteigerten Bedarf (entspricht etwa einer Tafel Schokolade oder einer Tüte Gummibärchen oder 100 g Nüssen)). Leider habe ich lange gebraucht zuzulassen, meinen entsprechenden in diesen Tagen auftretenden Gelüsten nachzugeben und musste daher meist nach meiner Periode steigern, da ich abgenommen hatte.

Allerdings braucht es lange, dass man seinem Körper und den gesunden "Gelüsten" wieder vertrauen kann, so dass bis zu diesem Zeitpunkt eine kontrollierte Nahrungszufuhr notwendig sein kann (schreibe extra im Konjunktiv, da es glaube ich auch Menschen gibt, für die eben die Aufgabe der Kontrolle der entscheidende Schritt zur Gesundung ist).

Natürlich kannst du die MinnieMAud-Methode ausprobieren, aber ich wäre wie gesagt etwas skeptisch hinsichtlich dieser sehr absoluten "Minimalzufuhr"-Angaben.
Ich hoffe mein Beitrag verunsichert dich nicht -
ich wünsche dir alles Gute - du kannst sehr stolz auf das sein, was du bereits erreicht hast.

Deine
Traumverloren

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10. Februar 2015 um 16:06
In Antwort auf selver_11957295

Hallo Jule,
es kommt vor, dass man zu Beginn einer Gewichtssteigerung offenbar aufgrund einer hormonellen Fehlsteuerung einen überhöhten Grundumsatz hat und damit einen überhöhten Kalorienbedarf. Wenn sich später der Stoffwechsel normalisiert und dementsprechend der Grundumsatz absinkt, ist es verständlich, dass man weit weniger Kalorien für eine leichte Gewichtszunahme benötigt. Aber dieser Zustand ist normal, nicht der vorherige mit einem überhöhten Kalorienbedarf.Wenn man mit einem normalen Stoffwechsel viel isst, nimmt man auch viel zu.

LG Nus

Hallo Nus.
Danke für diese tolle Antwort. Ich habe nächts Woche einen Termin bei der Ernährungsberatung, hoffe dort auf gute Tipps und Empfehlungen. Ich sehe nur immer, dass andere in meinem Alter viel mehr essen und ich habe vor meiner Essstörung auch sehr viel gegessen und nicht zugenommen. Denkst du, dass wenn ich meine Kalorienzahl erhöhe, zunehmen werde?

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10. Februar 2015 um 17:24
In Antwort auf job_12315537

Hallo Nus.
Danke für diese tolle Antwort. Ich habe nächts Woche einen Termin bei der Ernährungsberatung, hoffe dort auf gute Tipps und Empfehlungen. Ich sehe nur immer, dass andere in meinem Alter viel mehr essen und ich habe vor meiner Essstörung auch sehr viel gegessen und nicht zugenommen. Denkst du, dass wenn ich meine Kalorienzahl erhöhe, zunehmen werde?

Liebe Jule,
ein Vergleich mit anderen kann schnell täuschen. Ich habe es schon einige Male erlebt, dass Frauen nach ihrer Gewichtszunahme nur 2000 Kcal benötigten, um ihr unteres Normalgewicht zu halten. Lulu als Fitnesstrainerin würde dafür 2500 Kcal benötigen, mit viel Sport über 3000. Grund zur Sorge würde aus meiner Sicht erst dann bestehen, wenn du dein Gewicht mit weniger als 2000 Kcal halten würdest. Natürlich muss man dabei auch berücksichtigen,ob du Sport treibst. Sollte dein Gesamtbedarf bei 2000 Kcal liegen und du isst mehr, nimmst du zu.

LG Nus

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10. Februar 2015 um 18:56

UPDATE
War heute bei meiner Ärztin...hatte ihr davor eine längere Mail bzgl. Minnie Maud etc. geschrieben, die einzige Sache, die sie mir sagte war: "Ich habe davon keine Ahnung, noch nie etwas davon gehört". Sie riet mir also weder zu noch ab, ich wurde jetzt nur wegen meinen Depressionen noch einmal an eine andere Kinder- und Jugendpsychologin verwiesen - ich bin zwar 2x pro Woche bei meiner Therapie, aber die scheint mir wirklich nichts zu bringen.

Es würde mich freuen, hier auch weiterhin von euch zu hören...und evtl. von neuen Erkentnissen/Empfehlungen/Abraten zu diesem Thema...

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11. Februar 2015 um 21:38

Huhu
Also ich habe jetzt noch wirklich lange nachgedacht...und bin zum Schluss gekommen, dass man auf seinen Körper hören sollte. Sprich: immer essen, wenn man Hunger hat, nicht auf die nächste Mahlzeit warten.

Außerdem kam heute eine Nachricht von Gwyneth Olwyn, der Frau von youreatopia.com, die sich sehr gut mit MinnieMaud auskennt, nachdem meine Mutter ihr eine Mail geschickt hatte (mit der Frage, ob es für mich im NG schon "zu spät" ist). Ich möchte jetzt hier nicht die ganze Mail veröffentlichen, aber auf jeden Fall ist das Fazit, dass man bei meinem Alter/Größe EGAL welches Gewicht unbedingt 3000kcal Essen sollte um gesund zu werden und seine Tage wieder zu bekommen etc. 2000kcal seien zu wenig. Sie schrieb auch, dass diese Menge auch normalgewichtige Leute (in meinem Alter - bei Erwachsenen Frauen im Durchschnitt 2500kcal) essen würden, die meisten es nur einfach nicht genau wüssten. So seien die 2000kcal, die als Richtwert entstanden sind, meistens nur durch eigenen "Berichte und Reporte" der Leute entstanden, wo die meisten Lebensmittel unterschätzt worden seien, bzw. kleine Snacks zwischendurch vergessen wurden.

Bevor die Mail kam hatte ich beschlossen 7 Tage, als Experiment, wirklich meinem Hunger komplett nachzugeben und alles - bis auf Süßigkeiten (die nur in Maßen, um FAs zu vermeiden und meine Zähne zu schonen) - unbegrenzt zu essen, worauf ich Appetit habe, bis ich wirklich voll bzw. satt (leider immer noch kein verlässliches Sättigungsgefühl) bin. Diesen Plan habe ich nicht auf den Baufen geworfen. Ich werde ab Morgen bis Montag ihn verfolgen und ab dann 3000kcal essen.

Ich habe sehr Angst vor der Zunahme, aber ich denke, ich muss es in Kauf nehmen um vollständig gesund zu werden. Denn das ich meine Tage trotz Normalgewicht noch nicht wieder habe ist für mich ein Zeichen, dass es meinem Körper definitiv noch nicht gut geht.

Alles Liebe
SC

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18. Februar 2015 um 11:39

Allerletzter Post
So...jetzt melde ich mich doch noch einmal...mein Problem ist nur, dass ich eben bereits im Normalgewicht bin. Wäre ich noch im UG häte ich auch weniger bedenken. Ich esse jetzt seit 2 Tagen 3000 und es ist jeden Tag ein Kampf. Mein natürlicher Hunger kommt max. auf 2500

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18. Februar 2015 um 15:08
In Antwort auf eddie_12629179

Allerletzter Post
So...jetzt melde ich mich doch noch einmal...mein Problem ist nur, dass ich eben bereits im Normalgewicht bin. Wäre ich noch im UG häte ich auch weniger bedenken. Ich esse jetzt seit 2 Tagen 3000 und es ist jeden Tag ein Kampf. Mein natürlicher Hunger kommt max. auf 2500

Super Maus
..wir schaffen das,ich habe mich auch wieder extrem gesteigert und esse weit über mein Hungergefühl,aber es fühlt sich richtig an .
Alles Gute für dich.

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18. Februar 2015 um 16:39

Hi immilia
Das ist super, wie du die 3000 kcal immer gechafft hast. ich esse täglich auch mind. so viel, meist aber mehr
Hast du nach plan gegessen oder nach lust?
Und mit was bist du auf die 3000 gekommen, lieber eine tafel schokolade oder etwas gesünderes?
lg nudel

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18. Februar 2015 um 20:57
In Antwort auf darcey_12501550

Super Maus
..wir schaffen das,ich habe mich auch wieder extrem gesteigert und esse weit über mein Hungergefühl,aber es fühlt sich richtig an .
Alles Gute für dich.

Liebe opal,
Wie genau schaffst du es 'über den Hunger hinaus' zu essen? Ich quetsch mir z.b. noch ein 3. Brötchen rein obwohl ich nach 2 satt war oder esse einfach auch ohne Hunger wenn ich denke 'Ok, grad tut dein Magen nicht weh also versuch noch was zu essen'... aber es ist so anstrengend ohne Hunger zu essen... :'(

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18. Februar 2015 um 21:08

Vielen dank
ist es schädlich oder so wenn man die zusätzlichen kalorien mit süssem füllt?
und wie isst du denn jetzt? funktioniert dein hungergefühl wieder?
hattest du manchmal auch heisshungerattacken?
tut mir leid für die vielen fragen ^^
schönen abend )

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19. Februar 2015 um 12:03
In Antwort auf an0N_1210428799z

Liebe opal,
Wie genau schaffst du es 'über den Hunger hinaus' zu essen? Ich quetsch mir z.b. noch ein 3. Brötchen rein obwohl ich nach 2 satt war oder esse einfach auch ohne Hunger wenn ich denke 'Ok, grad tut dein Magen nicht weh also versuch noch was zu essen'... aber es ist so anstrengend ohne Hunger zu essen... :'(

Ich
wähle immer die kalorienreichste variante,belege meine Brote doppelt,esse immer Nachspeisen und Nüsse.

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25. Juni 2015 um 21:25

Hilfe...
Hallo immilia, wie ich gelesen habe, hattest du sehr gute Unterstützung bei der Bewältigung einer ES. Da ich keinerlei Hilfe habe, würde ich mich freuen, wenn ich ein wenig von dir profitieren kann!! Kannst du mir evt deinen Essplan per Mail schicken?

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25. Juni 2015 um 22:14

Erfahrungsberichte?
ich kannte nur das experiment in 1944... aber die heilungsmethode? gibt es noch mehr erfahrungsberichte?

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12. Februar 2017 um 11:10

Hi. Habe heute erst diese Seite entdeckt. Ich interessiere mich sehr für die MM Methode. Kannst du mich genauer informieren? Wie ergeht es dir heute?

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12. Februar 2017 um 11:10

Hi. Habe heute erst diese Seite entdeckt. Ich interessiere mich sehr für die MM Methode. Kannst du mich genauer informieren? Wie ergeht es dir heute?

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12. Februar 2017 um 11:10

Hi. Habe heute erst diese Seite entdeckt. Ich interessiere mich sehr für die MM Methode. Kannst du mich genauer informieren? Wie ergeht es dir heute?

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12. Februar 2017 um 11:12

Hallo.  Wäre es möglich das du mich genauer über die MM Methode aufklärst?

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