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1 Schritt geschafft - jetzt zunehmen aber wie?

27. August 2008 um 15:25

Hallo zusammen!

Bin 22 Jahre und habe seit ca. 2 Jahren Ana und Bulimie. War letztens bei meiner Ärztin Blut untersuchen. Natürlich ist mein Blutbild total im A* der HB total niedrig (sie sagte wenn er noch mehr abnimmt muss ich Blutkonserven bekommen), Eisenwert extrem schlecht und meine Knochen fangen schon an an Substand abzubauen. Sie hat mir klar gemacht das es um meine Gesundheit geht und das ich auch mich schauen muss!!!
Will jetzt endlich das schluss ist mit diesem sch*, will mein Leben in den Griff kriegen und endlich wieder Leben - nicht nur ums überlegen kämpfen. Ich will mir nicht ständig Gedanken übers Essen machen müssen.
Habe mich bei einer Körpergröße von 172 und ca. 72 kg auf zwischenzeitlich 44 kg heruntergehungert. Mittlerweile habe ich schon wieder 4 kg zugenommen - hab einfach wirklich Unmengen in mich hineingefuttert, oft bis ich nicht mehr konnte und mich dann gezwungen es bei mir zu behalten obwohls mir danach immer total schlecht ging. Ich weiß es ist noch nicht viel mehr aber für mich schon ein großer Erfolg.
Den ersten Schritt hab ich geschafft. Seit 9 Tagen habe ich nicht mehr erbrochen nach dem Essen (sonst täglich mehrmals).

Möchte jetzt wirklich zunehmen... mein Ziel bis Jahresende sind 52 kg. Ich weiß nur noch nicht genau wie ich das schaffen soll (will es aber jetzt wirklich in den Griff kriegen)!
Ist das ein realistisches Ziel?

1. Hat jemand Tipps was ich essen kann (ich bin Vegetarier; Mehlspeisen und Süßkram wie Schokolade, Gummibärchen, Kekse haben mir noch nie geschmeckt)?
2. Wie oft und viel sollte ich täglich essen?
3. Außerdem würde mich interessieren wie lange es dauert bis man an Armen und Beinen zunimmt?
4. WEnn ich etwas gegessen habe sieht mein Bauch aus wie eine Melone. Woher weiß mein Körper an welchen Stellen er die Nahrung verteilen/ansetzen soll. Kann ich das irgenwie steuern?
5. Ich bewege mich total gerne. Ich liebe Sport (laufen, inlineskaten, Aerobic, Radfahren,...). Sollte ich dies während der Zeit des zunehmens unterlassen oder kann ich trotzdem damit weiter machen.
6. Wenn ich dann mein Wunschgewicht erreicht habe, kann ich es dann halten?
Oder gehts danach immer weiter nach oben das Gewicht. 72 kg möchte ich auf keinen Fall wieder bekommen.

Ich wäre dankbar wenn mir jemand einige meiner Fragen beantworten könnte.

Hat jemand schon den Weg aus diesem schwarzen Loch geschafft und kann mir berichten?!

Würde mich sehr über Antworten freuen.

LG Chris



PS: Vielleicht gibt es jemanden der es gemeinsam mit mir schaffen will. Vielleicht können wir uns ja gegenseitig ansporrnen beim zunehmen

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27. August 2008 um 17:25

Hey!
Ich fange demnächst auch eine Theraphie an.
Ich bin 26, 178 cm und wiege im Moment 58 kg.
Da es bei mir gewichtsmässig nicht ganz so krass ist, wie bei dir momentan, habe ich Gott sei dank auch noch keine gesundheitlichen Probleme. zumindest keine offensichtlichen.
Aber mein arzt will auch, dass ich über 60 kg komme, und wenn ich weiter abnehmen sollte, will er mich zwangseinweisen lassen.
Es fällt mir auch sehr schwer, mich zum Essen zu überwinden, und meinen Sport etwas einzuschränken. Normal mache ich 3 h sport am tag, mein arzt "erlaubt" mir höchstens 1 h.
Machst du denn auch eine psychotheraphie?
Lieber gruss

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27. August 2008 um 23:14

Hi!
Ich, 21, halte gerade mein Gewicht. Es ist mehr als ich mir wünsche/ für mich in Ordnung wäre, aber gleichzeitig klar unter dem BMI-Wert der Magersucht anzeigt. Ich versuche dieses Gewicht zu halten, weil mein Körper dann "normal arbeitet"... und ich mich gerade noch damit arrangieren kann. (Meine Familie etwas beruhigter ist und ich nicht mehr so krank aussehe. - Und für mich.)

Folgende "Tipps" oder Antworten gebe ich dir nur aus meiner Erfahrung, bzw. was ich denke... Nichts, was offiziell als richtig gilt und ich bin mir auch sicher, dass einige Schlauberger mir widersprechen werden...
1. Probier mal Soja - Schoko (oder eine andere Geschmacksrichtung,Eiskaffee z.B. oder Erdbeer) - Milch, die haben einigermaßen kcal und du hast nicht dieses Völlegefühl, wie nach dem Essen. Außerdem evtl Ratatouille, Moussaka (oh Mann, ich schreib das jetzt wahrscheinlich voll falsch...), Gemüse aus dem Backofen - Kartoffeln v.a. Isst du Fisch? Dann kannst du probieren, bei den Saucen etwas an Kalorien dazuzugewinnen! Mehr Butter, normale Sahne anstelle der Fett-reduzierten, usw. Steiger dich langsam und wenn dich das stresst, dann geh nochmal einen Schritt zurück. Versuch auf alle Fälle viel Obst zu essen! Davon nimmst du zwar nicht in erter Linie zu, aber dein Körper gewöhnt sich wieder daran, zu verdauen, Nahrung aufzunehmen, ...
und das bringt mich zu 2. und 4.
2. Mir ging es so, dass ich nicht damit klar kam, über den Tag verteilt immer kleine Portionen zu essen. Dann habe ich mich abends und am nächsten Tag immer mördermäßig mies gefühlt - als hätte ich mich wieder "bloß nicht unter Kontrolle gehabt". Andere sagen, es ist besser, als drei große Portionen, danach fühlten sie sich so mies.
Wirklich geholfen (nach vielen Anläufen) hat mir ein Mittelweg. Ich bin ohne Frühstück aus dem Haus, der Vormittagssnack (z.B. Schokozwieback, später ein halbes Nutella brötchen - ich weiß, du magst keine Schokolade - wie wäre es mit Frischkäse?) war quasi mein Frühstück, dann etwas in der Mittagspause (belegtes Brot und etwas Frisches, z.B. Salat oder Obst) dann nachmittags nochmal Obst oder gar nichts, je nachdem was es zum Mittag gab und dann abends etwas Warmes. Das musst du ausprobieren und deinen Weg finden... vielleicht schreibt ja noch jemand, der eine anderen "Plan" hat!?
3. Angeblich nehmen Frauen als erstes an Armen und Beinen zu... (Männer am Bauch.) Das konnte ich bei mir allerdings nie beobachten. Das Gewicht, das die Waage anzeigt, muss sich erst auf deinem Körper einpendeln, bevor es irgendwo/ igendwas zunimmt. - Wenn der Satz nicht verständlich ist, bitte fragt nach! (- Also egtl. keine Antwort auf deine dritte Frage...)
4. Dass dein Bauch nach dem Essen so "gebläht" ist, kannst du dir folgendermaßen vorstellen: er ist so geschockt von dem Essen in dir, es ist erst einmal ungewohnt und wird als eine Art "Fremdkörper" angesehen, daraufhin das ausdehnen. (Da sieht man, wie wenig wissenschaftlich meine Antworten sind! )Erinner dich an meine 1. Antwort mit dem Obst - dem entgegenzuwirken, wieder etwas auszubauen.
Ich weiß es zwar nicht, aber ich glaube nicht, dass man steuern kann, wo man zunimmt. (Weiß jemand was???) Würden sonst nicht viele Frauen so essen, dass sie mehr Busen kriegen und keinen Hüftspeck?
5. Würde ich auf alle Fälle weitermachen!! Sport setzt Endophine frei, Endophine machen glücklich... ("Natürlich blond" lässt grüßen ). Aber ernsthaft, ich denke, es wäre suboptimal, wenn du damit aufhörst. Es ist ein Hobby, ein Interesse; kann ablenken und den Kopf frei machen, baut Muskeln auf, und, und, und... Allerdings, wie es meine Vorrednerin schon gesagt hat, vielleicht statt der drei Stunden nur eine täglich...
6. Nimmst du bedacht zu, stehen die Chancen sehr gut, dass du dein Wunschgewicht hälst und nicht weiter zunimmst. (Wollte eigentlich schreiben: ..., kannst du dein Wunschgewicht natürlich halten! Denn davon bin ich überzeugt.)

Und ja, ich würde sagen, ich habe es geschafft. Ich bin raus aus diesem schwarzen Loch, aber sehe es immer noch deutlich vor mir. Ich weiß, dass ich noch sehr bewusst aufpassen muss, dass es mich nicht wieder schluckt.
(Habe heute mal überlegt... für mich waren es ca. 6 Jahre PLUS Vor- und Nachlaufzeit.)

Hoff, ich konnte dir helfen! Würde mich freuen nochmal was von dir zu hören! Mich auszutauschen, wenn du auch willst!
Liebe Grüße und Herzlichen Glückwunsch zu deinen Fortschritten und deinem Entschluss!! Finde ich total super!!!!!!!!!!!!

Lara

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